Branchen-Monitor Buch Januar

2018 fängt gut an

Der gesamte Buchhandel startet mit einem Plus von zwei Prozent ins neue Jahr – das Sortiment steht sogar noch etwas besser da. Das zeigt der Branchen-Monitor Buch für den Monat Januar. CHRISTINA SCHULTE

Ein halbes Jahr lang musste die Branche auf ein Umsatzplus warten, nun ist es endlich da. Für Januar hat der Branchen-Monitor Buch, den Media Control im Auftrag des Börsenvereins erstellt, über alle Absatzwege hinweg einen Umsatzanstieg von zwei Prozent errechnet. Den letzten Zuwachs (von 1,3 Prozent) gab es im Juli 2017. Von dem Januar-Aufschwung profitierten Hard- und Softcover, die zwei Prozent hinzugewonnen haben – bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 15,34 Euro. Für die Taschenbücher ging es sogar um 2,7 Prozent nach oben, die Kunden bezahlten dafür im Schnitt 10,38 Euro. Bei den Warengruppen waren vor allem Reisebücher gefragt, die sich um 4,8 Prozent verbessert haben. Reiselustigen Konsumenten waren sie 15,39 Euro wert. Sachbücher konnten ebenfalls punkten und legten um 2,7 Prozent zu (Durchschnittspreis: 16,20 Euro). Belletristische Titel zeigten sich etwas träge und traten mit minus 0,1 Prozent nahezu auf der Stelle, während ihr Preis bei 12,12 Euro notierte.

© iStockphoto (M)

Und noch eine erfreuliche Entwicklung gibt es zu vermelden: Erstmals seit Mai 2017 ist die Menge der verkauften Bücher wieder angestiegen – um ein Prozent. Die Preise, abgesehen vom April 2017 schon seit Längerem monatlich im Aufwind, lagen mit 13,32 Euro ebenfalls ein Prozent höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Der stationäre Buchhandel für sich genommen schließt den Januar mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent ab und liegt damit leicht über der Entwicklung aller Vertriebskanäle zusammen. Für das Sortiment war die Durststrecke in Richtung Umsatzsteigerung übrigens noch länger, das letzte Plus von 4,5 Prozent datiert aus dem Mai 2017.

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Hard- und Softcover überstiegen ihren Vorjahreswert im Januar um 2,2 Prozent, der Durchschnittspreis lag im Sortiment bei 15,12 Euro. Der Taschenbuchumsatz kletterte um 3,1 Prozent, pro Titel wurden im Schnitt 10,35 Euro fällig. Die Belletristik zeigte sich im Sortiment ein wenig munterer als über alle Vertriebswege hinweg – das spiegelt sich im Zuwachs von 0,4 Prozent und einem Preis von 12,33 Euro wider. Übrigens rutschte im Januar keine Warengruppe ins Minus.

Bei der Absatzentwicklung können die Sortimenter dem Abwärtstrend ebenfalls ein Ende setzen. Nach sieben Monaten  im Rückwärtsgang legte die Zahl der verkauften Bücher jetzt leicht zu (um 0,8 Prozent). Der Durchschnittspreis bewegt sich bei 13,17 Euro – und damit um 1,5 Prozent über dem Vorjahr.

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