Buchcharts - die aktuellen Bestsellerlisten

Mit Kurs auf Weihnachten

Unter den Bestsellern finden sich in dieser Woche viele Titel mit Geschenkpotenzial – und solche, die auf die bevorstehende Weihnachtszeit einstimmen. Außerdem schließt John le Carré seine Spionageroman-Reihe um George Smiley ab. Auf der Sachbuch-Bestsellerliste feiert Richard David Precht mit seiner dreibändigen Philosophiegeschichte Erfolge. LAURA FRANZ

© Rowohlt

Belletristik-Bestseller (Hardcover, Verkaufszahlen vom 16. Oktober bis 22. Oktober)

Alle Jahre wieder: „Ich seh den Baum noch fallen“ (Rowohlt) ist bereits das dritte Weihnachtsbuch von Renate Bergmann; ein Pseudonym des humoristischen Schriftstellers Torsten Rohde. Mit reichlich Witz erzählt der Autor von den Weihnachtstraditionen im Hause Bergmann – und schafft es damit zwei Monate vor den Festtagen auf Platz 10 der Belletristik-Charts. Lektorin Diana Stübs sagt zum Erfolg des Titels: „Das Gefühl, zwei Stunden nach dem letzten Gang schon wieder vor einer Buttercremetorte zu sitzen, kann so warmherzig, lustig und süß nur eine beschreiben: Renate Bergmann.“ Wer die charmante Online-Omi einmal live erleben möchte: Sie befindet sich zurzeit auf großer Lesetour.

© Rowohlt

Als Weihnachtsgeschenk für alle Jojo-Moyes-Fans bietet sich „Kleine Fluchten“ (Rowohlt, Platz 11) an. In dem 144 Seiten umfassenden Bändlein enthalten sind neun Kurzgeschichten, die zum Wünschen und Träumen anregen. Künstlerin Daniela Terrazzini hat zu den Erzählungen detailreiche Illustrationen angefertigt. Im Januar erscheint ein neuer Roman von Moyes, der mit „Mein Herz in zwei Welten“ betitelt ist. Im Zuge dessen wird die Autorin für einige Lesungstermine nach Deutschland kommen.

© Ullstein

Zum Jahresausklang passend erscheint wiederum für die Leserschaft von John le Carré „Das Vermächtnis der Spione“ (Ullstein, Platz 22). Der neunte Band der „George Smiley“-Reihe stimmt nämlich ebenfalls einen Ausklang an – es ist der letzte Fall für den charismatischen Geheimagenten. Die Idee zu der Figur, durch die er international bekannt wurde, kam le Carré in den 50er Jahren, als er selbst für den britischen Geheimdienst arbeitete.

© Kein & Aber

Den größten Sprung unter den Belletristik-Titeln macht in dieser Woche Takis Würgers Debütroman „Der Club“ (Kein & Aber). Der Titel ist innerhalb von einer Woche um 31 Plätze aufgestiegen. Auslöser war laut Verlag die im September unternommene Lesereise des Autors. Erschienen ist das Werk, das als Liebesgeschichte, Krimi oder Entwicklungsroman gelesen werden kann, bereits im Februar. Damals wurde der Titel von den Kritikern gefeiert, etwa als raffiniert und gekonnt choreografiert beschrieben ("Die Zeit").

© DK

Ratgeber-Bestseller (Hardcover, Verkaufszahlen vom 16. Oktober bis 22. Oktober)

Ein Longseller unter den Ratgebern: „Jerusalem – Das Kochbuch“ (DK) von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. Die Autoren veröffentlichten die Rezepte und Geschichten aus ihrer Heimat Jerusalem bereits im Januar 2013. Für den aktuellen Wiedereinstieg auf Platz 17 der Ratgeber-Charts gibt der Verlag mehrere Gründe an. Zum einen sei das Kochbuch hervorragend als Weihnachtsgeschenk geeignet, zum anderen begünstige die Neuerscheinung des aktuellen Rezeptbuchs von Ottolenghi („Sweet“), das am 26. September erschienen ist, die erneute Nachfrage.

© EMF

Gemütlich durch die kalte Jahreszeit: Eine Vertreterin dieses Prinzips ist Claudia Holtgrefe, die unter dem Markennamen Ki-ba-doo Schnittmuster herausgibt. In ihrem aktuellen Buch „Alles Jersey – Soft and Cosy“ (Edition Michael Fischer, Platz 18) widmet sie sich Jogginghosen und Sweatshirts. Unter dem Pseudonym „Frau Liebstes“ ist sie auch als Bloggerin aktiv und erfolgreich – rund 50.000 Follower greifen auf ihre Muster und Modetipps zurück.

© Hölker

Noch ein Weihnachtstitel unter den Bestsellern: „White Christmas - Rezepte und Geschichten für eine entspannte Weihnachtszeit“ (Hölker) von Lisa Nieschlag, Lars Wentrup und Christin Geweke steigt neu auf Platz 22 ein. Das Weihnachtsbuch enthält  Rezepte, Bilder und Geschichten, die auf die schönste Zeit des Jahres einstimmen. Ein Buch für Weihnachtsnostalgiker.

© Arkana

Sachbuch-Bestseller (Hardcover, Verkaufszahlen vom 16. Oktober bis 22. Oktober)

Ist Demenz eine Folge unserer Lebensumstände? Diese Frage stellt sich der Neurobiologe und führende Demenzforscher Gerald Hüther. Er formuliert in seinem neuen Buch „Raus aus der Demenz-Falle“ (Arkana) die These, dass soziale Aspekte in der Alzheimer-Prävention eine fundamentale Rolle spielen. Mit seinem Sachbuch erzielt er in dieser Woche den höchsten Neueinstieg auf der Bestsellerliste – Platz 7. Die Startauflage von 20.000 Exemplaren ist fast abverkauft. Aufgrund der hohen Nachfrage wird laut Verlag zurzeit eine zweite und dritte Auflage vorbereitet.

© Goldmann

Deutschlands populärster Philosoph RichardDavid Precht steigt mit dem ersten Band seiner dreiteiligen Philosophiegeschichte „Erkenne die Welt“ (Goldmann) in dieser Woche um 34 Plätze auf und landet somit auf Platz 21 der Sachbuch-Charts. Das Erscheinen des zweiten Bandes „Erkenne dich selbst“  (23. Oktober) sei laut Verlag für die erhöhte Nachfrage verantwortlich. Auch der jüngste Titel schafft es in die Charts – Platz 9. Der dritte und letzte Teil der Precht'schen Philosophiegeschichte wird im Oktober 2018 erscheinen. Im November und Dezember geht der Autor erst einmal auf Vortragstour.

© C.H. Beck

Nach seinem Weltbestseller „Eine kurze Geschichte der Menschheit“, in dem Yuval Noah Harari beschreibt, wie die Spezies Mensch die Erde eroberte, legt er einen vielversprechenden Titel über die Zukunft unseres Planeten vor. In „Homo Deus“ (C.H. Beck, Platz 11) widmet er sich Fragen des technologischen Fortschritts und den damit einhergehenden Auswirkungen auf den Homo Sapiens, der laut Harari auf dem besten Wege sei, einen technikverstärkten Homo Deus zu erschaffen. Über 110.000 Exemplare sind bereits verkauft. Für seinen Titel erhielt der Autor zudem den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis.

© Rowohlt

Politikwissenschaftler Herfried Münkler hat sich 2002 durch sein Standardwerk „Die neuen Kriege“ einen Namen als Autor gemacht. Auch mit „Die neuen Deutschen“ (2016) gelang ihm ein Bestseller. An diesen Erfolg knüpft er nun mit einem Band über den Dreißigjährigen Krieg an, zu dem er im November auf Lesereise geht. In „Der Dreißigjährige Krieg“ (Rowohlt, Platz 19) schlägt er eine Brücke von dem Religionskrieg im 17. Jahrhundert zu den aktuellen Konflikten der Weltpolitik.

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