Buchhandels-Azubis bauen Krimihaus

Essen in der Pathologie

Eine Veranstaltung vorzubereiten, die Aufmerksamkeit schafft und den Leuten unter die Haut geht: Das funktioniert nicht von heute auf morgen. Die Buchhändler-Azubis der Landesberufsschule Bad Malente haben sich für ihr Projekt Krimihaus fast ein halbes Jahr genommen. Buchhandlungen und Verlage unterstützten sie dabei.

Anna Beuge

Detektiv für einen Tag: Im Krimihaus der Landesberufsschule Bad Malente

Das Krimihaus war kein Haus und hatte trotzdem den richtigen Namen: 14 Auszubildende des Berufszweigs Buchhändler/-in der Landesberufsschule Bad Malente (Außenstelle der Beruflichen Schule Ostholstein in Eutin) nannten îhr Abschlussprojekt so, weil sie mehrere Räume der Schule dafür nutzen wollten.

Anna Beuge

Befragung der Zeugen, im Krimihaus der Nachwuchsbuchhändler in der Landesberufsschule Bad Malente

Ihre Aufgabe: Sie sollten im Auftrag ihrer Klassenlehrerin Berit Schmidt eine Veranstaltung organisieren, die für das Kulturgut Buch und den Buchhandel wirbt, entschieden sich für das Segment Krimi und ein Kriminalrollenspiel – und überzeugten offenbar: Nach Angaben des Börsenvereins Landesverband (LV) Nord waren ihre Mitschüler aus den anderen Berufszweigen – sie hatten sich als Testkunden zur Verfügung gestellt – begeistert. Auch selbst hätten sie viel Spaß gehabt. "Die angehenden Buchhändler nahmen mit, wie viel Arbeit die Organisation einer gelungenen Veranstaltung bereitet und können die neugewonnenen Erfahrungen nun auch mit in ihre Betriebe nehmenW", heißt es in einer Pressemitteilung des LV Nord. 

Das Konzept "Krimihaus" - die wichtigsten Bausteine 

  • In mehreren Räumen der Berufschule waren im Rahmen des Kriminalrollenspiels Mordfälle zu klären – jeweils in Gruppen. Die Teilnehmer des Rollenspiels mussten dafür jeweils Indizien suchen, Rätsel lösen und möglichst geschickt Zeugen befragen.
  • Inspirieren ließen sich die Buchhandels-Azubi bei der Planung von Kriminalromanen, konkreten Handlungsorten aus der Literatur: So ging es u.a. durch das gruselige London bei Nacht, nach Skandinavien und schließlich in die USA. 
  • Außerdem gab es noch eine "Pathologie" – wo sich die Hobby-Detektive stärken und sich anhand von Infotafeln und Ansichtsexemplaren über Kriminalliteratur informieren konnten. 
  • Wer alle Täter überführt hatte und die Merkmale verschiedener Krimikategorien zuordnen konnte, gewann am Ende als Belohnung ein Paket aus aktuellen Krimineuheiten – gestiftet wurden sie von den Verlagen btbGoldmann und S. Fischer sowie den Buchhandlungen Ton & Text (Oldenburg in Holstein), Scheller Boyens (Heide), Stories! (Hamburg) und Voss (Westerland/Sylt).
  • Insgesamt bereiteten sich die angehenden Buchhändler fast ein halbes Jahr auf die Veranstaltung vor. "Diese Zeit benötigten sie, um schlüssige Kriminalfälle für die einzelnen Räume zu erfinden, Requisiten zu basteln und Tatorte zu gestalten", so der LV Nord. Stattgefunden hat das Krimihaus Anfang April.

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