Buchtage: Case Study Innovationsstrategie

Fragen beantworten: 142 mal ehrlich sein

Wie innovationsfähig ist mein Unternehmen? Mit dem Selbstanalyse-Tool der Peer Group Innovation und Geschäftsmodelle der IG Digital lässt sich diese Frage beantworten. Franziska Schiebe (Beltz) und Katja Splichal (Eugen Ulmer) stellten das Tool in Berlin vor.

Franziska Schiebe (links) und Katja Splichal präsentierten das Tool mit pragmatischen Fragen

Franziska Schiebe (links) und Katja Splichal präsentierten das Tool mit pragmatischen Fragen © Tobias Bohm

Die ehemalige Kannwas-Gruppe aus digitalaffinen Branchenmitarbeitern hat für ihre Case study Innovationsmanagement einen komplexen Fragenkatalog für Unternehmer und Mitarbeiter erarbeitet, der insgesamt 142 Fragen zu den Bereichen Unternehmen, Personal, Markt und Produkt umfasst. „Das ist kein „Brigitte“- Schnelltest. Um die Fragen zu bearbeiten, sollte man sich in einen Prozess begeben und ernsthaft antworten“, erklärte Katja Splichal. „Leider kommt man dabei etwas ins Nachdenken“, ergänzte ihre Co-Referentin Franziska Schiebe. Das Procedere: Zu ausgewählten Fragen aus dem Katalog gab Katja Splichal Auskunft über den Stand der Dinge im Eugen Ulmer Verlag.

Katja Spichal erläutert an Beispielen aus dem Ulmer Verlag

Katja Spichal erläutert an Beispielen aus dem Ulmer Verlag © Tobias Bohm

Zum Beispiel auf die Frage nach einer Definition von Innovation oder einem Innovationsprojekt bei Ulmer und der Unternehmensstrategie, zu den Geschäftsmodellen und der Zukunftsfähigkeit dieser Modelle, der Kenntnis über die Prozesse im Unternehmen und der Standardisierung, der Unternehmens- und Fehlerkultur. Vieles ist bei Ulmer umgesetzt oder in Arbeit. Zur Fehlerkultur heißt es bei Ulmer etwa: „Jeder Fehler ist erlaubt, wenn er kommuniziert wird, man sich um seine Behebung bemüht und seine Ursache nicht Bequemlichkeit ist.“ Wenig ideal ist laut Splichal das Ideenmanagement, für das es im Verlag noch keinen Prozess gebe.

Eine schöne Idee zum Schluss - fragen Sie sich und Ihre Mitarbeiter: Was müssen wir tun, damit wir nie mehr innovativ sind?  Alles weitermachen wie bisher, das Internet abschalten oder sich auf einen Lorbeer-Thron setzen und sich freuen, das alles so gut läuft: Das waren Antworten vom Publikum der Buchtage. Katja Splichal: „Wenn man sich mit dieser Frage beschäftigt, kommt man schnell auf 60, 70 Antworten - und weiß dann ziemlich genau, was man tun muss, um innovativ zu sein.“

Wer sich als Betatester zur Verfügung stellen oder Feedback geben möchte, wendet sich an: kannwas.club@ml.boev.de

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