Buchtage Berlin: Bericht des Schatzmeisters bei der Hauptversammlung

Fundament der Verbandsarbeit

Jahresabschluss 2017, Status Quo 2018, Budget 2019: Schatzmeister Matthias Heinrich präsentierte den Mitgliedern in gewohnt souveräner Manier das Zahlenwerk des Verbands. 

Schatzmeister Matthias Heinrich erläutert die Voraussetzungen für die Beitragserhöhung

Schatzmeister Matthias Heinrich erläutert die Voraussetzungen für die Beitragserhöhung © Tobias Bohm

Heinrich betonte, dass er ein Schatzmeister mit Wirklichkeitssinn sei, wenngleich er auch über einen Möglichkeitssinn verfüge. Dieser erlaube einen größeren Raum verschiedener Denk- und Handlungsweisen und erweise sich langfristig erfolgreicher als nur der Wirklichkeitssinn. "Wir bleiben nur erfolgreich, wenn wir Visionen haben und uns weiterentwickeln", sagte Heinrich.

Für das abgeschlossene Geschäftsjahr verwies er auf ein Ergebnis von 147.000 Euro. Das Umfeld sei von "problematischen Einflüssen" geprägt gewesen. Exemplarisch nannte Heinrich den sich fortsetzenden Mitgliederrückgang. Ende 2018 würden dem Börsenverein voraussichtlich nur noch rund 4.500 Mitglieder angehören. Dadurch würden die Beitragseinnahmen weiter zurückgehen. Zudem mache dem Börsenverein die Zinspolitik der EZB zu schaffen, die sich unter anderem auf die Pensionsrückstellungen auswirken würden.

Eine große Abweichung von 222.000 Euro gab es 2017 bei den Rechts- und Beratungskosten zu verbuchen: Im vergangenen Jahr seien hier Sondereinflüsse wie VG Wort und Urheberrecht zum Tragen gekommen, so Heinrich. Weil immer nur ein Sockelbetrag eingestellt werde, der nun überschritten worden sei, ergebe sich das Minus.

Die Wirtschaftsbetriebe Frankfurter Buchmesse und MVB bewegten sich 2017 gemeinsam bei einem konstanten Umsatzvolumen von gut 51,8 Millionen Euro, die Ergebnisse der beiden Unternehmen lagen zusammen genommen bei 2,6 Millionen Euro.

Die liquiden Mittel der Börsenvereinsgruppe seien sehr stabil, "rund 14,5 Millionen Euro liegen auf der hohen Kante", rechnete Heinrich vor. Auch die Darlehenssituation präsentierte sich in einem guten Zustand. Effektiv schlügen 2,4 Millionen Euro Fremdkapital bei der Sparkasse Odenwaldkreis zu Buche. Zudem gebe es zwischen den Unternehmen der Börsenvereinsgruppe Darlehensbewegungen zu marktüblichen Zinsen. Der Jahresabschluss 2017 wurde von den Mitgliedern genehmigt.

Den Jahresbericht mit den Finanzen lesen Sie hier.

Budget für 2019

"Es ist uns gelungen, ein Budget zu erstellen, in dem sich einerseits die Sparzwänge wiederfinden, andererseits die Mitgliederinteressen vertretende Verbandsarbeit weiter zugelassen wird", betonte Heinrich. Der Schatzmeister legte ein ausgeglichenes Budget vor, das auf der Einnahmenseite erstmals unter acht Millionen Euro liegt. Knapp fünf Millionen Euro davon stammen aus Beitragseinahmen, die beschlossene Beitragserhöhung bereits eingerechnet. Entlastung gibt es 2019 im Vergleich zu 2017 und 2018 unter anderem bei den Rechts- und Beratungskosten, weil hohe Posten wie die Preisbindungsstudie nicht mehr eingestellt werden müssen. Auch das Budget 2019 wurde von den Mitgliedern genehmigt.

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