Deutscher Buchhandlungspreis

Liste: Die 108 besten Buchhandlungen Deutschlands

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat im Februar dieses Jahres den Deutschen Buchhandlungspreis ausgelobt. Unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen mit einem Jahresumsatz unter der Millionengrenze konnten sich für diese Auszeichnung bewerben. Die Jury hat unter den 614 eingereichten Bewerbungen diese 108 Buchhandlungen für die erste Preisverleihung nominiert. In welcher Kategorie die Buchhandlungen ausgezeichnet werden, bleibt bis September geheim.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters betonte: „Mit dem Deutschen Buchhandlungspreis setzt die Bundesregierung ein Zeichen für den Erhalt eines flächendeckenden Netzes an Buchhandlungen in Deutschland. Wir wollen diesen geistigen Refugien Aufmerksamkeit verschaffen und ihre Bedeutung für unsere Kulturlandschaft unterstreichen. Sie sind unverzichtbar für die Vielfalt unserer Buchkultur und Orte der kulturellen Begegnung und des Gesprächs über Literatur - ein Reichtum, der Online-Käufern vorenthalten bleibt.“

Der Jury gehören Vertreterinnen und Vertreter aus dem Verlagswesen, der Medien, der Kurt Wolff Stiftung, des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels sowie Schriftsteller und Literaturexperten an. Der Preis wird am 17. September in Frankfurt  erstmals verliehen. Die Nominierten können sich auf Prämien in Höhe von 25.000 Euro, 15.000 oder 7.000 Euro freuen.

Im Einzelnen sind folgende Buchhandlungen nominiert:

BADEN-WÜRTTEMBERG

  • artes liberales – Buchladen; Heidelberg
  • Hassbeckers Galerie & Buchhandlung; Heidelberg
  • Bücherstube an der Tiefburg; Heidelberg
  • Botnanger Buchladen; Stuttgart
  • Buch im Süden; Stuttgart
  • Bücher-Lack GmbH; Fellbach
  • Halder Buchhandlung; Winnenden
  • Buchhandlung Gastl; Tübingen
  • Buchhandlung Schmidt; Schwäbisch Gmünd
  • Buchhandlung Akzente; Offenburg
  • Buchhandlung Schwarz; Freiburg
  • Buchhandlung Müller; Weil am Rhein
  • Lesebar; Ochsenhausen
  • Buchhandlung Wälischmiller; Markdorf
  • Buchhandlung Mahr; Langenau

BAYERN

  • Literatur Moths; München
  • Lillemors Frauenbuchladen; München
  • Buchpalast; München
  • Bücherjolle Starnberg; Starnberg
  • Peissenbuch; Peißenberg
  • Barbaras Bücherstube; Moosburg
  • Gerblinger; Wertingen
  • Ilse Wierny Literarische Buchhandlung; Erlangen
  • Dorn; Neustadt an der Aisch
  • Buchhandlung Ulrich Dombrowsky; Regensburg
  • Bücher Lang; Freyung

BERLIN

  • Tucholsky Buchhandlung; Berlin
  • Pro qm thematische Buchhandlung; Berlin
  • Georg Büchner Buchladen; Berlin
  • Buchladen zur schwankenden Weltkugel; Berlin
  • Anakoluth; Berlin
  • Autorenbuchhandlung Berlin; Berlin
  • Bücherbogen am Savignyplatz; Berlin
  • Marga Schoeller Bücherstube; Berlin
  • Prinz Eisenherz Buchladen; Berlin
  • Buchladen Bayerischer Platz; Berlin
  • Krumulus; Berlin
  • Buchhandlung Dante Connection; Berlin
  • Buchhandlung Stadtlichter; Berlin
  • BuchSegler - Der Kinderbuchladen; Berlin
  • Buchhandlung Braun & Hassenpflug; Berlin
  • Starick Buchhandlung in Schmargendorf; Berlin

 

BRANDENBURG

  • Wist - Der Literaturladen; Potsdam
  • Verlagsbuchhandlung Ehm Welk; Angermünde

BREMEN

  • Logbuch Literatur & Design; Bremen

HAMBURG

  • Lesesaal Buchhandlung; Hamburg
  • cohen+dobernigg BUCHHANDEL; Hamburg
  • Büchereck Niendorf Nord; Hamburg

HESSEN

  • Büchereck am Rathaus; Vellmar
  • Land in Sicht Buchladen ; Frankfurt/ Main
  • Ypsilon Buchladen & Café; Frankfurt/ Main
  • Autorenbuchhandlung marx & co; Frankfurt/ Main
  • TFM - Centro do Livro e do Disco de Lingua Portuguesa; Frankfurt/ Main
  • Buchhandlung Bollinger; Oberursel
  • Buchhandlung litera; Langen
  • Buchladen am Freiheitsplatz; Hanau
  • Literaturhandlung Paperback; Bad König
  • Buchhandlung Eulenspiegel; Hochheim am Main

MECKLENBURG-VORPOMMERN

  • Buchhaus Lange; Pasewalk
  • Friedrich-Wagner-Buchhandlung; Ueckermünde
  • Andere Buchhandlung ; Rostock

NIEDERSACHSEN

  • Friedrich Schaumburg Buchhandlung; Stade
  • Die Schatulle; Osterholz-Scharmbeck
  • Buch- und Schreibwaren Patz; Bienenbüttel
  • Buchhandlung Viola Taube; Nordhorn
  • Buchhandlung zur Heide e.K.; Osnabrück

NORDRHEIN-WESTFALEN

  • Buchhandlung "Kafka & Co." ; Detmold
  • Buchhandlung Blume; Oerlinghausen
  • Text Bergmann; Borgholzhausen
  • Müller & Böhm Literaturhandlung im Heine Haus; Düsseldorf
  • Buchhandlung BiBaBuZe; Düsseldorf
  • Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter; Meerbusch Osterath
  • Buchhandlung Weber; Erkrath
  • Petra Esser Buchhandlung; Kaarst
  • transfer.bücher und medien; Dortmund
  • Proust Wörter + Töne GmbH; Essen
  • Bücherträume OHG; Mühlheim a. d. Ruhr
  • Buchhandlung Hilberath & Lange; Mühlheim a. d. Ruhr
  • Buchhandlung Scheuermann; Duisburg
  • Der andere Buchladen GmbH; Krefeld
  • Lengfeld'sche Buchhandlung; Köln
  • Agnes-Buchhandlung; Köln
  • Mobiler Buchsalon; Bergisch-Gladbach
  • Hansen & Kroeger; Wiehl
  • Buchhandlung Backhaus; Aachen
  • Buchhandlung Böttger; Bonn
  • buchLaden 46; Bonn
  • UNSERE BUCHHANDLUNG am Paulusplatz; Bonn
  • Parkbuchhandlung; Bad Godesberg
  • Buchhandlung Akzente; Hamm

RHEINLAND-PFALZ

  • Nimmerland Kinderbuchhandlung; Mainz
  • Herr Holgersson lesen & leben; Gau-Algesheim

SAARLAND

  • der buchladen; Saarbrücken
  • Buchhandlung Rote Zora Merzig; Merzig

SACHSEN

  • Büchers Best; Dresden
  • BuchHaus Loschwitz; Dresden
  • Buchhandlung Radeberg; Radeberg
  • Buchhandlung Findus; Tharandt
  • Connewitzer Verlagsbuchhandlung; Leipzig
  • Buchhandlung drift; Leipzig
  • Buchhandlung Engler; Delitzsch
  • Lessing und Kompanie Buchhandlung; Chemnitz
  • Taschenbuchladen; Freiberg

SACHSEN-ANHALT

  • Buchhandlung "Am Bodetal"; Thale

SCHLESWIG-HOLSTEIN

  • BUCHSTABE; Neustadt i. Holstein

THÜRINGEN

  • Buchhandlung Herold & Krahmer; Hermsdorf
  • Jenaer Bücherstube; Jena
  • LESEZEICHEN - Die Buchhandlung -; Schmalkalden

Mit dem Deutschen Buchhandlungspreis werden kleinere, inhabergeführte Buchhandlungen mit Sitz in Deutschland ausgezeichnet, die ein anspruchsvolles und vielseitiges literarisches Sortiment und / oder ein kulturelles Veranstaltungsprogramm anbieten, innovative Geschäftsmodelle verfolgen bzw. sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung für Kinder und Jugendliche engagieren.

Die Gütesiegel werden in drei Kategorien vergeben:

• Gütesiegel verbunden mit einer Prämie in Höhe von jeweils 7.000 Euro für bis zu hundert hervorragende Buchhandlungen, die mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet werden.

• Gütesiegel verbunden mit einer Prämie in Höhe von jeweils 15.000 Euro für bis zu fünf Buchhandlungen, die aus den für den Deutschen Buchhandlungspreis nominierten Buchhandlungen besonders herausragen.

• Gütesiegel verbunden mit einer Prämie in Höhe von jeweils 25.000 Euro für die drei besten der für den Deutschen Buchhandlungspreis nominierten Buchhandlungen.

Partner des von der Kulturstaatsministerin vergebenen Deutschen Buchhandlungspreises sind die Kurt Wolff Stiftung und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

Weitere Informationen zum Deutschen Buchhandlungspreis unter: www.deutscher-buchhandlungspreis.de

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28 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Wolfgang Fröhlich

    Wolfgang Fröhlich

    Schade um eine Million Euro. Es bleibt schleierhaft, was genau die Bewertungskriterien waren. Wie gesagt ist die Jury nicht gerade durch "Buchhandels-Experten" geprägt, sondern eher durch "Literatur-Experten" - moderner, zukunftsgerichteter Buchhandel wird so nicht belohnt. Warum z.B. waren keine Vertreter vom Großhandel dabei, die den Buchhandel kennen und wissen was funktioniert und was nicht. Warum sind hier wieder die "üblichen Verdächtigen" dabei - zählen Beziehungen und Connections mehr?

    Auch fällt auf, dass einige der Buchhandlungen die Grundvoraussetzungen gar nicht erfüllen, z.B. "Inhabergeführter Buchhandel" - ein Verein wie bei der Chemnitzer Buchhandlung "Lessing un Kompanie" ist nicht gerade inhabergeführt - ein Schelm wer Böses denkt.

    Frau Grütters, da hätte ich mehr von Ihnen erwartet!

  • Ulrich Dombrowsky

    Ulrich Dombrowsky

    Ich rate den 108 Gewinnern (wenn ich darf) mit diesem Superlativ "beste Buchhandlung Deutschlands" sehr bescheiden umzugehen. Denn richtiger müsste die Börsenblatt-Überschrift heissen "Die besten Buchhandlungen unter der Millionen-Umsatz-Grenze". Viele Buchhandlungen in Deutschland gehören ebenfalls zu den Flaggschiffen, durften sich aber gar nicht bewerben. So viel Fairness sollte sein.

  • Finja

    Finja

    Wenn jetzt noch Mülheim richtig geschrieben wäre... Zudem dürfte diese Beurteilung äußerst subjektiv sein, da viele der aufgelisteten Städte noch um einiges bessere Buchhandlungen zu bieten haben, als die hier verzeichneten. Trotzdem interessant.

  • Glückwunsch....

    Glückwunsch....

    allen Kolleginnen und Kollegen!
    Aber es sind nicht die 108 besten Buchhandlungen Deutschlands. Es sind von einer Jury ausgewählte Buchhandlungen, deren durchschnittlicher Jahresumsatz in den vergangenen drei Jahren unter 1 Mio. Euro lag. Ich kenne viele Buchhandlungen, welche über 1 Mio. Umsatz machen, inhabergeführt und unabhängig sind und täglich einen ganz tollen Job machen.
    Bitte die Kriterien nicht ganz unter den Tisch kehren, damit kein falscher Eindruck entsteht.

  • Konrad Eickelbaum

    Konrad Eickelbaum

    Auf welchem Platz liegt eigentlich die R. E. Wenk GmbH?

  • stefan weidle

    stefan weidle

    Außer dem Börsenblatt hat niemand behauptet, daß dies die 108 besten Buchhandlungen Deutschlands seien, ich denke, das war nur eine ungeschickte Überschrift. Was die Branchenkenntnis anlangt, waren durchaus kompetente Leute in der Jury: Hans Frieden als einer der erfahrensten Verlagsvertreter Deutschlands, Jochen Mende von Prolit, der mindestens so gut wie der Großhandel weiß, welche Bücher von welchen Buchhandlungen bestellt werden, und Manfred Metzner, der 10 Jahre lang Vorsitzender der Kurt Wolff Stiftung war, dazu noch Kyra Dreher vom Sortimenterausschuß des Börsenvereins. Viel mehr Kompetenz wird man kaum finden.
    Man sollte auch auf keinen Fall vergessen, daß es den Preis in den nächsten Jahren ebenfalls geben wird, es sich bei diesen 108 Buchhandlungen also nur um die handelt, die bereits im ersten Jahr ausgezeichnet worden sind.
    Also: cool beiben!

  • Michael Meier

    Michael Meier

    Als ehemaliger Verlagsvertreter kann ich die Auswahl der mir persönlich bekannten Buchhandlungen voll und ganz unterschreiben. Natürlich würden mir noch einige mehr einfallen.

  • Kleinstadtbuchhandlung

    Kleinstadtbuchhandlung

    Ich gehöre zu den Buchhandlungen, die eine Absage bekommen haben. Meine Buchhandlung ist 48 qm groß und hat einen Jahresumsatz von rund 330.000 €. Als Inhaberin mit einer Angestellten (33 Wochenstunden) arbeite ich fast ohne Urlaub jeden Wochentag. Trotzdem habe ich ab Juni 2013 (seitdem Inhaber) 11 kulturelle Veranstaltung und 31 Leseförderungsprojekte abends und am Wochenende vorbereitet, organisiert und durchgeführt. Allein. Ich bedauere, dass ich auch nur einen Moment an eine faire Beurteilung geglaubt habe. Ich dachte, die Größe der Buchhandlung und die Zahl der Angestellten wird zu den Veranstaltungen in ein Verhältnis gesetzt. Sollten nicht kleine inhabergeführte Buchhandlungen in ländlichen Gebieten für ihren Einsatz zur Leseförderung prämiert werden? Ich werde nie wieder bei dieser Farce mitmachen. Die zusätzliche Zeit und Arbeit hätte ich woanders gut gebrauchen können. Allein lediglich 3 nominierte Buchhandlungen in Thüringen, aber 16 in Berlin, das sagt doch alles ...

  • MikeA

    MikeA

    Da lobt die Staatsministerin einen Preis aus und kaum ist er vergeben, gibt es vom deutschen Michel wieder Kritik!
    Natürlich gibt es andere Buchhandlungen, die den gleichen guten Job machen und auch das Umsatzkriterium finde ich nicht schlau gewählt, denn wer einen guten Job macht, macht erstens guten Umsatz und verdient damit auch zweitens eine Auszeichnung.
    Als Jurymitglieder jedoch die Grossisten vorzuschlagen und gleichzeitig von Nepotismus zu schreiben, weil die üblichen Kandidaten auf der Liste sind, widerspricht sich in meinen Augen und würde den Bock zum Gärtner machen. Was wissen denn die Barsortimente über die Aktivitäten ihrer Kunden jenseits der Umsatzzahlen und wen wollen sie wertfrei (ohne Berücksichtigung merkantiler Kriterien) auszeichnen?
    Auch der Nobelpreis wird jedes Jahr von harscher Kritik begleitet. Es gibt immer einen der besser oder wahrhaftiger ist. Und objektiv betrachtet ist jede Preisvergabe eben eine subjektive Geschichte (Paul Heyse bekäme heute weder von Germanisten noch aufgrund seiner Verkaufszahlen den Nobelpreis).
    Der Deutsche Buchhandlungspreis wird dieses Jahr zum ersten Mal verliehen. Es verdient Hochachtung, dass die deutsche Politik erkannt hat, wie schützenswert Buchhandlungen sind, auch wenn man dem französischen Vorbild nacheifert.
    Frau Grütters hat eine Kommission berufen, in der nicht alle vom Fach sind, die aber damit auch mit einer unbestechlichen Außensicht das Ganze betrachtet. Im nächsten Jahr wird es andere Preisträger geben und andere Michel, die sich aufregen werden. Alles, was der Literatur nutzt und unsere Innenstädte vor Verödung bewahrt, ist gut; und damit ist dieser Preis es auch!

  • Büchermensch

    Büchermensch

    und alles Buchhandlungen, die sich selber vorgeschlagen haben. Um einen Preis bewirbt man sich nicht, den bekommt man von anderen verliehen.

  • Richtel

    Richtel

    Mir fällt auf, dass die Zahl der Nominierten aus den jeweiligen Bundesländers sehr schwankt, NRW ist wohl DAS Leseland. Eigentlich war ja der Ansatz, Buchhändlern auf dem flachen Land mit dem Preisgeld zu helfen, es sind aber sehr viele aus Großstädten und besonders viele aus Berlin.

  • Namesi

    Namesi

    Es sind die kleinen Buchhandlungen, die mich interessieren. Die Auslagen in der Buchhandlung selbst und im Schaufenster unterscheiden sich immer wieder von denen in den “Kettenbuchhandlungen“. Die persönlichen Vorlieben der Buchhändler werden hier deutlich. Es macht Spaß, in diesen Buchhandlungen zu stöbern und zu kaufen.

  • Küstenbuchhandlung

    Küstenbuchhandlung

    Wo wurde je behauptet, der Preis würde jährlich ausgeschrieben werden? Auch das Ministerium spricht im Konjunktiv davon. Besser nicht davon ausgehen.

  • hessler

    hessler

    @kleinstadtbuchhandlung vom 20.august 2015 19.38 Uhr

    ....was haben Sie sich eigentlich gedacht ? In Thüringen z.B. werden pro Kopf im Durchschnitt 1/10 des Umsatzes wie etwa in Hessen oder Berlin aus den verschiedensten Gründen, die der Buchhändler nicht beeinflussen kann, erwirtschaftet.Das hat natürlich auch Konsequenzen- siehe u.a. die Nominierungsliste. Sie müssen sich schon was anderes einfallen lassen, um den von Ihnen geschilderten Zustand abzuhelfen.Die von Herrn Stefan Weidle hochgeschätzte Jury hat diesen Aspekt sicher unberücksichtigt gelassen- oder war es Stiftungszweck, die buchhändlerische flächendeckende Infrastruktur in den strukturschwachen Regionen des Landes nicht zu unterstützen? MfG

  • Roswitha Buth-Heinemann

    Roswitha Buth-Heinemann

    Herzliche Glückwünsche an alle Preisträger.
    Zwar nicht ausgezeichnet von der Politik, aber täglich von meinen Kunden,
    habe ich die beste Buchhandlung in Köln-Zollstock!

  • Ulrich Dombrowsky

    Ulrich Dombrowsky

    Was für ein charmanter Blick auf die ganze Angelegenheit und welch souveräner Umgang mit den Fakten aus Köln-Zollstock! Chapeau!

  • Kleinstadtbuchhandlung

    Kleinstadtbuchhandlung

    Ich schlage vor, alle Buchhandlungen in kleinen Städten und in ländlichen Gebieten schließen ihre Geschäfte und ziehen um in Großstädte. Dort ist das kulturelle Angebot ja noch so gering, dass man da was tun muss. Wen interessieren die 25 Leute vom Dorf, die sich über eine Buchlesung freuen, die genausoviel Arbeit macht wie eine Lesung für 100 oder 200 Menschen in der großen Stadt. Gerade die kleinen Buchhandlungen in ländlichen Gebieten kämpfen ums tägliche Überleben und können jede Unterstützung gebrauchen. Uns fehlen Laufkunden und Studenten. Trotzdem kümmern wir uns vor Ort um Schulen und Kitas. Mit mehr Aufwand als Gewinn. Dachte, so etwas soll mit diesem Preis honoriert werden, anscheinend falsch gedacht!

  • Klaus Kowalke

    Klaus Kowalke

    Da Sie uns, lieber Wolfgang Fröhlich, schon erwähnen, möchte ich auch antworten. In der Tat, unsere Buchhandlung Lessing und Kompanie firmiert als eingetragener und gemeinnütziger Verein. Das ist auf den ersten Blick nicht inhabergeführt. Aber, es gibt ein "aber" wenn man hinter die Kulissen schaut: Meine Frau und ich betreiben die Buchhandlung als wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs des Vereins allein. Die Buchhandlung hat alle Rechte und Pflichten wie gewöhnliche Unternehmen und keine Vorteile gegenüber anderen Buchhandlungen. Was der Wirtschaftsbetrieb "Buchhandlung" erwirtschaftet geht zu 100% in das Vereinsvermögen über, dieses ist zweckgebunden und muss zu 100% für satzungsgemäße Zwecke "z. B. Literatur- und Leseförderung" verwendet werden. Wir als Betreiber bekommen ein festes Gehalt und sind nicht am Erlös des Geschäftsbetriebs beteiligt. Da zum Verein nur Familienmitglieder (7) gehören, bleibt es in dieser Konstellation wie von Inhabern geführt, da Vorstand und Geschäftsführung in Personalunion tätig sind. Die gleiche Problematik tritt auf, wenn man auf Ein-Mann-GmbHs trifft. Übrigens, ich habe mich vorab erkundigt ob eine Bewerbung zum Buchandlungspreis unter der o. a. Rechtsform möglich ist. - So, und nun freuen wir uns über den Preis und sind froh dass wir mit unserem Konzept einer literarischen Buchhandlung und den Slogans "BuchPur" und "EinfachBücher" gewinnen konnten. Wir setzen auf den unabhängigen Buchhandel und auf unabhängige "Indieverlage". Die literarische Vielfalt zählt! Der Preis trägt zur Existenzsicherung maßgeblich bei. - Wir sagen DANKE und beglückwünschen alle anderen Kolleginnen und Kollegen die den Preis gewonnen haben. Schlußendlich bin ich mit Stefan Weidle einer Meinung: cool bleiben! Bei 614 Bewerbern haben sicher alle den Preis verdient. Jeder kommt mal dran.

  • Ulrich Dombrowsky

    Ulrich Dombrowsky

    Liebe Kleinstadtbuchhandlung,
    aus Ihren Zeilen klingt eine große Frustration. Dieser Frust, der aus einer gewissen Enttäuschung herrührt, nicht genug gesehen und gewürdigt zu werden, ständig am Existenzminimum zu leben, obwohl man sich täglich 24 Stunden den A... aufreisst, wird jetzt nochmal ins offenbar Unerträgliche gesteigert, wo noch nicht mal eine Jury mit Preisgeld-Potential sieht, was Sie tun, obwohl Sie es offenbar in aller Breite belegt haben. Das kann ich alles nachvollziehen.
    Was aber nicht geht, ist hier den/die Beleidigte/n raushängen zu lassen. Wenn Sie für sich privat in die Tischkante beissen, sich die Haare raufen, oder sich verzweifelt in den Schlaf weinen, ist das verständlich. Aber das Verfahren als Farce zu diffamieren, unfaires Verhalten zu unterstellen, ist unredlich. Sie haben sich freiwillig beteiligt. Eine Garantie für irgendwelche Gelder hat niemand gegeben. Vielmehr hat eine siebenköpfige Jury über 600 Bewerbungen entscheiden müssen. Was würden Sie sagen, wenn es mindestens 600 Buchhandlungen gab, die den Preis verdienen? Welche würden Sie beglücken?
    Ich finde es einen guten Hinweis von Herrn Weidle, sich doch unbedingt nächstes Jahr wieder zu beteiligen. Auch dann gibt es keine Sicherheit für Sie. Aber wenn Sie nicht mitmachen, haben Sie nicht mal eine Chance.

  • Katharina Eleonore Meyer

    Katharina Eleonore Meyer

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, Kritik ist immer gut und es gibt gewiss immer etwas zu verbessern, aber man kann sich schon ziemlich freuen, wenn eine gute Idee nach längerer (!) und sicher an mancher Tür auch hartnäckiger Vorarbeit Einzelner von der Politik aufgegriffen und umgesetzt wird! Das ist ja nun weiß Gott nicht täglich der Fall! Hier geht es um nicht mehr und nicht weniger als ein bundesweit gespanntes Netz von ausgezeichneten Buchhandlungen ... also bitte!!! - Und es liegt nun mal in der Natur solcher Preise, dass einer bzw. hier 108 den Anfang macht, machen müssen - Fortsetzung folgt: Positivity!

  • Namesi

    Namesi

    Oje, ein mit Eloquenz gefülltes Haifischbecken hier.

  • Heike Strecker

    Heike Strecker

    Herzliche Gratulation den Nominierten ! Natürlich hätten wir mit unserer kleinen Buch- u. Kunsthandlung auch gern auf der Liste gestanden, aber bei 614 Bewerbungen auf 108 Preise können nun einmal nicht alle prämiert werden.
    Ich finde die große Zahl der Bewerbungen sehr erfreulich und fühle mich nicht weniger wertgeschätzt.
    Und deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen - Preise und Prädikate hin oder her - weiter so !!!

  • Kleinstadtbuchhandlung

    Kleinstadtbuchhandlung

    Lieber Herr Dombrowsky,
    Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber ich bin gar nicht beleidigt und frustriert eigentlich auch nicht. Ich liebe nämlich meine Arbeit.
    Ich weiß bereits seit 2 Wochen, dass wir nicht nominiert sind. Das fand ich sehr schade, aber es war in Ordnung.
    Geschockt hat mich die Liste der nominierten Buchhandlungen: Die Preisträger kommen fast alle aus Großstädten und Ballungszentren. Das Verhältnis zu Buchhandlungen aus kleineren Orten ist gravierend. Uns wurde vermittelt, dass alle Teilnehmer und gerade Geschäfte aus kleineren Orten eine faire Chance haben. Dies ist aus der Liste jedoch nicht ersichtlich. Und die Frage, ob es sich für Buchhandlungen aus ländlichen Gebieten überhaupt lohnt mitzumachen, wurde auch schon bei der Diskussion über die Benachrichtigungen gestellt.
    Ich kann nicht glauben, dass es in Bundesländern wie Thüringen, Schleswig-Holstein oder Sachsen-Anhalt weniger engagierte Buchhandlungen geben soll als in einzelnen großen Städten, wie z.B. Berlin, Hamburg oder Frankfurt am Main.

  • Mstijohann

    Mstijohann

    Hallo, grundsätzlich mag man doch über die Kriterien und über das Auswahlverfahren streiten, aber unbestritten ist doch, dass dieser Preis genau das richtige Zeichen in Richtung Amazon und Gehilfen ist. Ein Denkanstoß an uns alle, um die Wichtigkeit der online Welt richtig einzuordnen! Ich bin für diesen Preis!

  • Ulrich Dombrowsky

    Ulrich Dombrowsky

    Liebe Kleinstadtbuchhandlung,
    sicher haben Sie recht mit Ihrer Vermutung, dass es weitaus mehr Buchhandlungen in der Provinz bzw. in den neuen Bundesländern gibt, die eine Auszeichnung verdient hätten. Lassen Sie mich Ihre Vermutung dahingehend erweitern, dass es auch viele Großstädte gibt, die erheblich mehr potentielle Gewinner haben, als die in der Liste aufgeführten. Es ist ja nicht so, dass der Überlebenskampf in der Großstädten einfacher ist. Es gibt mehr potentielle Kunden, aber es gibt auch mehr Mitbewerber. Sie müssen sich in der Großstadt mindestens genauso viel einfallen lassen, wie in der Provinz. Als kleine oder mittlere Buchhandlung verfügen Sie nicht über den Werbeetat der Großen, Sie haben umsatzbedingt schlechtere Konditonen als die Großfläche bei vielen Verlagen. Diese Nachteile gilt es zu kompensieren, indem man die eigenen Stärken erkennt, da aktiv wird, wo andere das Feld unbeackert lassen, und sich mehr von positiven Erlebnissen ermutigen lässt, als von Negativerfahrungen runterbringen zu lassen. Und das ist das wirklich Schwere. Ich weiss wovon ich spreche - meine Buchhandlung kommt jetzt ins 33. Jahr. Und erst seit zwei Jahren wird es einfacher. Ich würde Sie gerne ermutigen, sich im nächsten Jahr wieder um den Deutschen Buchhandlungspreis zu bewerben.

  • Ursula v. Gellhorn

    Ursula v. Gellhorn

    Gut, den Preis haben wir auch nicht bekommen - aber ich nutze diesen Disput, um einmal etwas Grundsätzliches anzumerken:
    Egal ob dieser Wettbewerb oder die "Buy Local"-Initiative - der Buchhandel wirbt gern "gesteuert" mit einer (hoffentlich) kompetenten Jury als letzte Entscheidungsinstanz. Dabei haben wir doch im Schnitt die intelligentesten Kunden des Einzelhandels - warum nicht diese fragen? Ganz ehrlich, "Schrot & Korn" mit der jährlichen Kundenbefragung macht es meiner Meinung nach besser - und ist in der Kundenbindung mindestens so nachhaltig, mit deutlich weniger Aufwand. Ich persönlich hätte auch kein Problem mit einem branchenübergreifenden Miteinander - denn natürlich wäre so eine Aktion geklaut...
    Das wollte ich schon längst mal anmerken - ansonsten:
    Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!
    Ursula v. Gellhorn

  • Bücher

    Bücher

    Herzliche (gönnende) Glückwünsche allen Nominierten,
    der Unmut entsteht sicherlich, da die konkreten Entscheidungskriterien nicht nicht nachvollziehbar sind.
    Der Vorgang der Entscheidung ist für mich sehr schwierig. Wie sollen 7 Jurymitglieder aus 614 Bewerbungen in faier Auswahl 108 Preisträger herausarbeiten? Zur Bewertung müssten klare und nachvollziehbare Fakten genutzt werden. Immerhin geht es hier, insbesondere für Inhabergeführte Buchhandlungen um viel Geld.

  • Ulrich Bergmann

    Ulrich Bergmann

    Was die 4 Bonner Buchhandlungen angeht (Godesberg gehört zu Bonn), so ist diese Auswahl vollkommen überzeugend - auch wenn ich die Region Köln bis Koblenz überschaue, sind diese vier Buchhandlungen, in je sehr unterschiedlicher Weise, wegen ihres Engagements und ihrer Buchauswahl in den Regalen, eine Wohltat im Vergleich zu den größten Bonner und Kölner Buchhandlungen.
    Natürlich wird auch in den großen Geschäften Gutes geleistet - aber eben immer im Rahmen der dort vorgesehenen Möglichkeiten. Die große Buchhandlung Bouvier z. B., die aus anderen als buchhändlerischen Gründen pleite ging, organisierte in den 60er bis 80er Jahren wunderbare Lesungen. Auch Witsch & Berend hatte Leseabende, und andere - aber das ist lange her.
    So manchen Kommentatoren dieser Diskussion hier merkt man an, dass sie enttäuscht sind, weil sie nicht nominiert wurden. Vielleicht aber kommen diese beim nächsten Mal zum Zuge, wenn sie sich entweder angemessener bewerben oder noch bessere Arbeit leisten. Natürlich ist jede Preisverleihung - vor allem in der Spitze - letztlich auch subjektiv. Dass NRW die meisten Preise bekommt, ist ja fast logisch, es hat die mit Abstand größte Einwohnerzahl.

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