E-Books

Weitere Details zu "Google Editions"

Dass Google auf seinen Buchsuche-Seiten E-Books verkaufen will, war schon seit längerem bekannt. Nun nennt Google in einem Support-Dokument für Verlage weitere Details zu den "Google Editions".

Zugriff auf die Bücher: "Online lesen" ist hier das Stichwort. Der Nutzer kauft nicht das E-Book selbst, sondern die Zugangsrechte zum vollständigen E-Book. Die Datei liegt in der persönlichen Bibliothek, die sich der Käufer sich bei Google einrichtet. Mit internetfähigen Endgeräten sowie mit "von Google unterstützten Partnergeräten" kann der Nutzer auf seine Bücher in der Google-Bibliothek zugreifen. Um welche Partnergeräte es sich handelt, will Google bei Start der Google Editions bekanntgeben.

Verkauf von Zugriffsrechten: Verlage, sich bereits das Partner-Programm von Google nutzen, müssen eine Zusatzvereinbarung unterschreiben, wenn sie den Zugang auf ihre E-Books über "Google Editions" anbieten wollen. Der Verlag kann festlegen, in welchen Gebieten und zu welchem Preis der E-Book-Zugang verkauft werden soll.

Wenn vom Verlag kein Preis festgesetzt wird, nimmt Google einen Standard-Preis. Dieser liegt bei 80% des niedrigsten Listenpreises der gedruckten Ausgabe (unabhängig vom Format), auf dem die Google-Edition basiert.

Die jeweils niedrigsten Preise will Google selbst recherchieren und jeweils aktualisieren. Der Verlag hat die Möglichkeit, diesen "Listenpreis" zu überprüfen. Explizit nennt Google die Möglichkeit, alle Titel eines Verlags zu einem Standardpreis anzubieten. Amazon mit seinem 9,99-Dollar-Standardpreis lässt grüßen.

Discount-Preise: Google behält sich das Recht vor, ein Buch unter Listenpreis anzubieten. Als Berechung für die Marge, die dem Verlag zustehen, soll aber der Listenpreis hergenommen werden. Google könnte Bücher also auch kostenlos anbieten, solange dem Verlag die reguläre Marge gezahlt wird. Damit schafft sich Google Spielraum, um die eigene Marktmacht gegen Amazon auszuweiten. Solche Discount-Preise wären jedoch nur in Ländern ohne Preisbindung denkbar. 

Bundle: Der Verlag kann seine Bücher einzeln oder als gebündelt mit der Print-Ausgabe verkaufen. In seinen Partner-Einstellungen kann der Verlag wählen, wie sich der E-Book-Preis verändern soll, wenn E-und P-Book zusammen verkauft werden.

Kopierschutz: Google erlaubt zwar DRM, empfliehlt Verlagen aber, sich aus Usability-Gründen dagegen zu entscheiden. Verlage können auch bestimmen, wie viel Text ein Nutzer kopieren, einfügen oder drucken darf. Standardmäßig soll das Kopieren von bis zu 20 Prozent des Inhalts über einen Zeitraum von 60 Tagen erlaubt sein. Darüber hinaus soll das gesamte Buch gedruckt werden können, jedoch nur häppchenweise: Mit einem Druckbefehl lassen sich höchstens 20 Seiten drucken.

Der Verkauf der "Google Editions" soll 2010 starten. Googles Support-Seite für Verlage finden Sie hier

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