Kommentar zu E-Books und Büchern

Hochfliegende Prognosen

Die Zahl der E-Book-Käufer sinkt. Börsenblatt-Redakteuer Michael Roesler-Graichen kommentiert die abgesagte Revolution im Gutenberg-Universum.

Börsenblatt-Redakteur Michael Roesler-Graichen

Börsenblatt-Redakteur Michael Roesler-Graichen © Werner Gabriel

Knapp zehn Jahre liegt es zurück, dass das E-Book mit lauten Medien-Fanfaren als das revolutionäre Trägermedium für Buchinhalte begrüßt wurde, mit dem ein neues, ­digitales Lesezeitalter anbricht. Auch das Börsenblatt konnte sich diesem Hype nicht entziehen. Im Sommer 2017 muss man feststellen: Alle hochfliegenden Prognosen, die elektronischen Büchern in Deutschland einen Marktanteil von 15 Prozent und mehr voraussagten, sind nicht eingetroffen. Der Umsatzanteil von E-Books am Publikumsmarkt stagniert derzeit bei 5,4 Prozent, und die Zahl der deutschen E-Book-Käufer – das ist der fast schon alarmierende Befund – beträgt nur noch 2,5 Millionen. Im Gesamtjahr 2015 waren es noch 3,9 Millionen!

"Alle hochfliegenden Prognosen für E-Books sind nicht eingetroffen."

Was ist passiert? Offenbar haben sich mehrere sehr unterschiedliche Lesemilieus herausgebildet: eine kleinere Gruppe von Viellesern, die das elektronische Lesegerät wegen seiner Praktikabilität schätzen und bei sinkenden Durchschnitts­preisen mehr E-Books als zuvor kaufen. Hybridleser, die je nach Lesesituation analog oder digital lesen. Smartphone-Nutzer, die zwar ständig Texte – etwa in Blogs oder Onlineportalen – lesen, aber keinen Cent für ein E-Book ausgeben würden. Und schließlich die »klassischen« Printleser, die das gedruckte Medium wegen seiner sinnlichen und emotionalen Qualitäten lieben. Die Stärke der über ein halbes Jahrtausend alten Kulturtechnologie Kodex liegt wahrscheinlich gerade darin: in der Synthese kognitiver, psychomotorischer und emotionaler Prozesse, die das Lesen zu einem, Verzeihung, ganzheitlichen Erlebnis machen. Dafür nehmen, wie eine Studie von YouGov gerade ergeben hat, 76 Prozent aller Urlauber schwereres Reisegepäck in Kauf. Ist das E-Book damit erledigt? Nein, sicher nicht. Aber die »Gutenberg-Elegien«, die Sven ­Birkerts vor 20 Jahren anstimmte, waren vielleicht doch verfrüht. 

Schlagworte:

12 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Frank Krings

    Frank Krings

    Kann das in Deutschland vielleicht auch etwas mit den - im Vergleich zu anderen Ländern - hohen Preisen für E-Books zu tun haben? Dieser Aspekt fehlt im Artikel.

  • if

    if

    Die Infrastruktur lädt auch nicht gerade zum Erwerb von eBooks ein. Der Tolino ist nach meiner persönlichen Erfahrung allenfalls befriedigend, der ebook-Kauf über den Onlineshop unnötig kompliziert (so er denn überhaupt vom Tolino aus aufrufbar ist, was oft genug nicht der Fall ist). Im stationären Handel fristet das ebook-Angebot ein Schattendasein und - da gebe ich dem Vorschreiber recht - erscheinen die Preise deutlich zu hoch.

    Noch dazu sagt der ebook-Absatz nicht unbedingt etwas zur Nutzung aus. Das ein oder andere Buch dürfte auch ohne Kauf gelesen werden. Insgesamt glaube ich, dass sich niemand einen Gefallen damit tut zu glauben, auf dem Buchmarkt bleibe alles so schön wie es ist. Spätestens die heranwachsende Kundengeneration dürfte sich in Sachen Buch anders verhalten als die derzeitige Zielgruppe.

  • Markus Unger

    Markus Unger

    Es gibt sicher auch noch andere Aspekte neben dem von Herrn Krings genannten: So ist die E-Book-Typografie noch immer gruselig schlecht, weil alle lese- und mikrotypografischen Erkenntnisse der letzten 500 Jahre nur unzureichend im E-Book umsetzbar sind (EPUB ist in der vorwiegend verbreiteten Version 2 ein einziger Krampf für Gestalter).
    Zudem fördern die gekapselten E-Book-Formate die Entstehung von Lesesilos bzw. spezialisierten Readern, sowohl hardware- wie softwareseitig. Ich denke, dass die Hemmschwelle zur Nutzung steigt, wenn man Bücher noch immer nicht im gewohnten digitalen Lese- und Nutzungsumfeld genießen kann.
    Zudem hat man sich bei den Prognosen oft am US-Markt orientiert, der aufgrund seines weit weniger engmaschigen Netzes an Buchhandlungen den Faktor Lieferzeit deutlich wichtiger werden lässt. Wer drei Tage auf ein Printbuch wartet, greift wohl irgendwann doch mal zum Sofortdownload der elektronischen Variante. In Deutschland hält man sein gedrucktes Buch fast immer am nächsten Tag in der Hand.
    Die emotionale Komponente spielt m.E. nur bei den Totalverweigern eine Rolle, die partout das elektronische Buch ablehnen. Viele Hybridleser werden aber aus den o.g. Gründen möglicherweise wieder zum Papier zurückgewechselt sein.
    (Kurze Anekdote: regelmäßig verbringe ich bei meinem Kindle Paperwhite der ersten Generation Zeit damit, die verschiedenen typografischen Optionen durchzuprobieren, nur um festzustellen, dass sie allesamt sehr leseunfreundlich sind – von Schriftart über Zeilenabstand bishin zur Silbentrennung).

  • Iris Madl

    Iris Madl

    Neben den genannten Gründen sollte man auch berücksichtigen, dass sehr viele Berufe heute in der Hauptsache über den Computermonitor ausgeübt werden. Da will man in der Freizeit nicht unbedingt auch wieder vor einem Screen sitzen, egal wie lesefreundlich er konzipiert ist.

  • Mark_S

    Mark_S

    Ich habe da noch zwei Fragen: 1.) Berücksichtigt die Statistik den wachsenden Markt der Selfpublisher, oder beruhen die Zahlen nur auf den Publikationen der klassischen Verlage? 2.) Werden Lese-Flatrates wie Kindle Unlimited zu den Verkäufen gezählt oder aus der Statistik ausgeklammert?
    Leider finde ich immer wieder nur verkürzt zusammengefasste Statitiken; mir scheint, das Ende des E-Books wird zu früh herbeigeschrieben.

  • Fabian Reinecke

    Fabian Reinecke

    - Dem Feld- und Marktgeschrei von Leuten, die an einem bestimmten Geschäftsmodell verdienen, und NUR an ihm, sollte man nie trauen.
    - Warten wir ab, was passiert, wenn die MwSt. auf E-Books gesenkt wird. Die Idee von Till Tolkemitt, das E-Book mit dem gedruckten Buch abzugeben, hatte ja durchaus etwas für sich. E-Book-Skeptiker wie mich hat sie abgeholt.
    - Die elektronische Tinte ist ein vorübergehendes Medium, das besonders die Senioren angesprochen hat. Mit dem Effekt, dass das Weihnachten angeschaffte Gerät schon Ostern nicht mehr benutzt wurde. Zu kompliziert, zu schlecht lesbar, zu fremdartig. Gerade die Senioren waren die Topkunden - in der Hoffnung auf leichte Geräte und gute Lesbarkeit.
    - Schauen wir mal, was die Jungen künftig machen, die mit elektronischen Geräten heranwachsen. Für die ist der Systemstreit vielleicht gar keiner.
    - Mein neues Smartphone hat ein Display in der Größe eines Reclam-Heftes. Ich finde, darauf ist gut lesen. Ein Tolino oder Kindle brauche ich nicht mehr.
    - Prognose: "Der Käs ist noch nicht gegessen", wie wir im Südwesten sagen. Die E-Books schwächeln gerade, auf mittlere Sicht können sie immer noch relevante Teile des Marktes übernehmen, vor allem im Fachbuch und im Genre-Taschenbuch. Schaun wir mal.

  • Ladenhüter

    Ladenhüter

    Die Lust am Selbstbetrug kennt keine Grenzen: Börsenblatt ruft Entwarnung aus vor den Angriffen der E-Books auf Buchhandlungen und Verlage. Auch wenn viele Buchhändler und Verlage es leugnen, rollt die Revolution erschreckend effizient weiter. Doch wie es nun mal Eigenheit von solchen radikalen Umbrüchen ist, verlaufen sie anders als gedacht oder befürchtet.

    Die schönen Umsätze verlagern sich nicht einfach auf die E-Books. Wer hat schon den Siegeszug der kostenlosen Angebote und Billig-E-Books vorausgesehen, die teure Papierbücher und E-Books herkömmlicher Verlage vor allem bei einer jungen Zielgruppe verdrängen? Selfpublishing und moderne Dienste bei Amazon boomen, werden aber in den üblichen Statistiken nicht erfasst.

    Solche Entwicklungen markieren erst den Anfang vom Massensterben in der Papierwelt, selbst wenn durchaus die Bücher in traditioneller Gestalt zwischendurch erstaunliche Comebacks erleben. Sogar ältere Leser gehen mehr und mehr fremd, wenn sie die Scheu vor der Technik überwunden haben und die Verstellbarkeit der Schriftgrößen registrieren. Wenn zudem selbst meine skeptische Tante jubelt, dass sie tausend tolle Titel kostenlos für ihren Reader ergattert habe und das Gerät so herrlich leicht nach Spanien mitzunehmen sei – dann hat das Unheil für die Branche bereits zugeschlagen. Junge Leute wie mein Neffe verziehen ohnehin spöttisch das Gesicht, wenn jemand von der Sinnlichkeit des papierenen Lesens schwärmt und die Standhaftigkeit der klassischen Bücher für Jahrzehnte oder Jahrhunderte propagiert.

    Ganz verschwinden werden die uns vertrauten Formen der Bücher nicht: So besitzt Captain Picard vom Raumschiff Enterprise noch eine (!) schön gebundene Ausgabe seiner Lieblingswerke von William Shakespeare. Aber Jubelstatistiken über die Übererfüllung des Fünf-Jahres-Plans haben bereits in der DDR nicht zum unerschütterlichen Sieg des Sozialismus beigetragen. Jedenfalls lassen sich die radikalen Einschnitte nur mit geschlossenen Augen leugnen. Oder soll die einst blühende Landschaft individueller Antiquariate ihren Untergang vergessen? Oder spielt der unglaubliche Preisverfall bei Gebrauchtbüchern keine Rolle? Oder ist das Siechtum der Sortimentsbuchhandlungen bereits beendet? Oder kämpfen kleinere Verlage nicht mehr um ihre Existenz? Oder lässt sich die hilfreiche Buchpreisbindung angesichts des Gesellschaftswandels für die Ewigkeit rechtfertigen? Oder verzichten Studenten vielleicht nicht auf früher übliche Großmengen an gedruckter Fachliteratur? Ach ja, und Fortsetzungswerke sowie Gesetzestexte auf Papier dienen nach wie vor als Umsatzgarant?

    Der Aufstieg der E-Books kennzeichnet solche Veränderungen. Deutschland liegt dabei im Auge des Sturms: Angestammte Verhaltensweisen und das hohe Preisniveau bei E-Books dienen als Barrikaden vor all den Anfechtungen – sicher nicht für immer. Also bitte weniger Jubelmeldungen und stattdessen mehr sinnvolle Vorschläge für den Weg in die Zukunft!

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    Als eine Arbeitsgruppe 2010 eine Prognose zur Branchenentwicklung erarbeitet hatte, hatte man für 2025 prognostiziert, dass der Marktanteil von Paid Content bei Belletristik/Sachbuch/Ratgeber/Jugendbuch/Reise an dem des gedruckten Buches vorbeiziehen würde. Das schien in den Diskussionen realistisch (die einen sagten, das ist viel zu optimistisch, die anderen nannten es zu pessimistisch). Seit dem haben wohl fast alle Verlage und Buchhandlungen sehr viel Geld in den Aufbau einer Vertriebsstruktur und die Digitalisierung des Katalogs gesteckt. Da jeder den Erfolg liebt, hätten wir gerne Jahr für Jahr neue Rekordzahlen gemeldet und uns daran erfreut. So aber ist angesichts der enttäuschenden Entwicklung doch Ernüchterung eingekehrt.
    Ganz sicher gibt es eine Menge Faktoren, mit denen man die Zahlen noch verbessern kann, Typografie, Marketing, Preis, Reader-Technologie usw. Das wird aber nicht grundsätzlich etwas ändern.
    Wenn jetzt neue Zahlen gemeldet werden, dann geht ja immer das gleiche Schema ab: "Der Börsenverein verschleiert die wahren Zahlen um sich und die Mitglieder in Sicherheit zu wiegen und die Selfpublisher zu verleugnen". Welche Intentionen der BöV auch immer hat oder nicht, hier geht es doch um die Interpretation der GfK Zahlen, die der BöV überhaupt nicht beeinflust. Diese werden als Consumer-Panel telefonisch erhoben. Dabei speilt es nach meinem Wissen keine Rolle, ob ein E-Book 1 Euro oder 10 gekostet hat, ob es in der Buchhandlung oder bei Amazon erworben wurde oder ob es von einem Multi-Autoren-Verlag oder Einzel-Autoren-Verlag stammt. Das sind alles gekaufte E-Books. Anders dürfte es bei den Leihmodellen sein, diese sind nicht erworben, weshalb sie vermutlich in die Zählung nicht eingehen. Die Verschiebung vom Kauf- auf den Leihmarkt wäre also ebenfalls zu analysieren, der Leihmarkt dürfte inzwischen größer sein als der Kaufmarkt (gemessen in gekauften vs. entliehenen Exemplaren).
    Die Investitionen der Verlage und des Handels genau so wie die Aufmerksamkeit der Medien und Öffentlichkeit wenden sich seit einiger Zeit vom E-Book ab. Das halte ich für den Auslöser der eher rückläufigen Zahlen. Vermutlich ist es eine Marktberuhigung nach einem Hype, der vor allem durch den Wettbewerb der Geräte ausgelöst wurde. Nach der Bereinigung wird die Entwicklung vermutlich wieder ansteigen, langsam. Und dann werden wir uns über ein wachsendes Marktsegment freuen.

  • Romina

    Romina

    Die Aufmerksamkeit verschiebt sich allgemein zu anderen Medien, v.a. Bewegtbild bei YouTube, Netflix etc. Bevor ihr euch wieder gegenseitig zerfleischt und die Konkurrenz verteufelt, solltet ihr allgemein überlegen, wie das Medium Buch wieder relevant werden kann- egal ob auf Papier oder digital.

  • Statistikfreund

    Statistikfreund

    Bitte werfen Sie - wenn sie sich für die Zahlen wirklich interessieren - einen genaueren Blick auf die Methodik (auf Grund welcher Fragen werden Ergebnisse interpretiert) und vor allem auf die Fallzahlen (wieviele Menschen aus dem Consumer Panel haben wirklich die E-Book-relevanten Fragen beantwortet).

    Und dann erheben Sie spaßeshalber doch mal die E-Book-Quote für die einzelnen Print-Warengruppen. Bei Schulbuch werden Sie die 5% kaum erreichen, aber bei Belletristik wird es sicherlich interessant...

  • 3imsinn

    3imsinn

    Die Zahlen führen sicher in dem Sinne in die Irre, als dass sie für die Branche insgesamt und die verlegerische Einschätzung des Marktes insbesondere kaum Mehrwert bilden - und ich würde sie auch etwas vorsichtiger analysieren, so wie es „Statistikfreund“ vorschlägt.
    Besonders, da die auf eine „Infografik“ heruntergedampften Zahlen lediglich die Überbleibsel einer ehemals groß angelegten eBook-Studie des Börsenvereins darstellen, die leider aus Kostengründen eingestellt worden ist. Und zudem wurde mit diesen Zahlen genau jener Teil weitergeführt, der die unsinnigsten Schlussfolgerungen begünstigt. Viel bedeutender wäre doch zu erfahren, welchen Anteil eBooks und „Paid Content“ mittlerweile am Gesamtumsatz der Verlage haben. Diese Kenngröße gäbe der Diskussion eine ganz andere Farbe… Ganz abgesehen davon welchen Erkenntnisgewinn Aussagen darüber brächten, welche Bedeutung (umsatzmäßig) eBooks für den Handel und Zwischenbuchhandel haben, wie viele Titel in den Markt geschoben werden und welche Preisstrategien damit verbunden sind etc. etc.
    Die Entscheidung lediglich auf das Consumer-Panel zurückzugreifen, das bei den großen eBook-Studien eine sehr untergeordnete Rolle gespielt hat, war (absehbar) zu kurz gesprungen, wenn nicht gar manipulativ. Schade. So fehlen uns heute die Mittel, uns genau diejenigen Marktschreier vom Halse zu halten, die jeden Trödel verkaufen möchten.
    Herrn Ulmers Hinweis darauf, dass die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sich vom eBook wegbewegt, möchte ich übrigens noch weiterspinnen und einen alten Hut hervorzaubern: Die Geräteindustrie ist der Impulsgeber. Wo keine neuen Geräte bzw. Geräteinnovationen, da keine Impulse für den Markt. Das war 2008 so und gilt auch jetzt. Derweil warten wir gemeinsam darauf, dass Amazon die Reader neu erfindet – während dort ins Bewegtbild investiert wird. Ob schlau oder nicht, am Ende werden wir wahrscheinlich tatsächlich auf smarteren Geräten lesen, als unseren klobigen Plastikreadern…

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    Das Consumer-Panel hat durchaus seine Bedeutung. Man darf die Zahlen nicht weit herunterbrechen, da werden sie zu ungenau. Aber die simple Frage nach der Zahl der gekauften E-Books bringt selbst bei nur 5% verwertbarer Antworten genau die Zahl an Antworten zustande, die auch bei allen Wählerbefragungen in Deutschland als repräsentativ bezeichnet werden. Auch da gibt es Ungenauigkeiten die sicher bei +-1% liegen. Der Trend ist eben nicht grundsätzlich falsch. Sie liegen vielleicht etwas zu hoch oder zu niedrig, aber auch damit wird aus einem Markt mit stagnierenden Zahlen kein Boom-Markt. Wer diese Zahlen grundsätzlich bezweifelt, jedoch keine andere, gleichwertige Statistik vorlegen kann, der hofft sich seinen Markt eher als dass er ihn findet.
    Das Buch hat nicht den radikalen Umbruch erlebt wie ihn die Musik hatte oder der Film. Vielleicht sind die Nutzungszusammenhänge bei gedruckten Medien sehr viel komplexer und vielfältiger als bei anderen, weshalb auch ein Wandel sehr viel differenzierter vor sich geht. Während bei wissenschaftlichen Zeitschriften der Wandel durch ist und bei Monografien der digitale Anteil ebenfalls sehr hoch, bei Lehr- und Schulbüchern auch mit einer Fortsetzung des Wandels gerechnet werden kann, scheint sich im populären Buchmarkt das Buch auch 500 Jahre nach seiner breiten gesellschaftlichen Durchsetzung gegenüber dem Digitalisat stark zu behaupten.

    • ...

      Informationen zum Kommentieren

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    • ...
      Mein Kommentar

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

      Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.

      (E-Mail wird nicht veröffentlicht)
      CAPTCHA image
      Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination.

      * Pflichtfeld

    nach oben