Lesetipp: Jörg Bong in der "FAZ"

Konzertierte Aktion für das Buch

Sorgen um den Fortbestand der Buchkultur macht sich Jörg Bong, verlegerischer Geschäftsführer der S. Fischer Verlage, in einem Beitrag für die "FAZ". Man müsse alles dafür tun, das Buch zu stärken – um so grundlegende Werte, Ideen und die kulturelle, gesellschaftliche Essenz zu verteidigen.

Von 2010 bis 2017 sei die Zahl der Buchkäufer in Deutschland um sieben Millionen zurückgegangen, so Jörg Bong in seinem Beitrag "Eine starke Waffe für die Demokratie", der am 2. Januar im Feuilleton der FAZ erschienen ist. Gesellschaftliche, kulturelle, technische und technologische Veränderungen machten es dem Buch schwer. Die Funktion der Unterhaltung verliere das Buch zunehmend an Streamingdienste wie Netflix.

Die Bedeutung des Buchs formelhaft zu beschwören, genüge nicht: Auch mächtige Kulturformen seien vergangen. Man müsse schon sehr genau bestimmen, "worin die Bedeutung von etwas besteht, das man bewahren will", so Bong.

Er schlägt eine konzertierte Aktion für das Buch vor, die Autoren, Übersetzer, den Buchhandel, die öffentlichen Bibliotheken, die Schulen und die Verlage einschließt. "Gerade letztere stehen in einer enormen Verantwortung, diese Aufgabe anzunehmen."

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1 Kommentar/e

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  • Frank Schmidtsdorff

    Frank Schmidtsdorff

    Herr Bong regt genau die formellhaft Beschwörung an, die er kritisiert, um die Bedeutung des Buchs zu verteidigen. Es geht um viel mehr und tatsächlich auch um die grundlegende Werte, Ideen und die kulturelle, gesellschaftliche Essenz - es geht vor allem um den Bestand an Bildung, um Verständnis, Auseinandersetzung, Austausch, um die Bewahrung der Vielfalt an Stimmen. Das Buch selbst ist letztlich nur ein Medium, es geht doch eigentlich ums Lesen, die Auseinandersetzung mit sich, uns und der mit Texten - und dann auch um das Lesen von Büchern.

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