re:publica 2016

Der digitalen Welt den Spiegel vorhalten

Auf einer Pressekonferenz stellten re:publica-Mitgründer und Geschäftsführer Andreas Gebhard sowie seine Hauptkuratorin Sandra Mamitzsch gestern vormittag das Konzept der zehnten re:publica vor. Die größte Digitalkonferenz Europas wächst in diesem Jahr um weitere 10.000 Quadratmeter, wird auf Themen und Schwerpunkte der vergangenen Jahre zurückblicken und Zukunftsvisionen entwickeln.

© Pressebild re:publica

Die erste re:publica in der Kalkscheune konnte 2007 etwa 700 Besucher begrüßen. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter über 7.000 Gäste. Andreas Gebhard betonte, dass diese Zahl »konservativ« gerechnet sei, also nicht Besuche sondern tatsächliche Besucher registriere.

Zu den prominenten Speakern auf der diesjährigen Veranstaltung zählen der US-Soziologe Richard Sennett, die deutsche publizistin Carolin Emcke, der US-Künstler Trevor Paglen und die Australierin Kate Crawford. Auf Nachfrage bestätigte Andreas Gebhard, dass Sascha Lobo mit einem Vortrag auf die re:publica zurückkehren wird.

Zu den neuen Flächen der re:publica gehört das auf dem Gelände liegende Kühlhaus, in dem an drei Tagen auf vier Etagen unter dem Namen »labore:tory« die Schwerpunkte »Musik und Digitales« sowie »Immersive Arts – Kunst erlebbar machen« gesetzt sind und die fünfte »#FASHIONTECH« veranstaltet wird. Die re:publica 2016 will »der digitalen Welt einen Spiegel vorhalten« und unter diesem Motto die aktuellen Netzdebatten inspirieren.

Sandra Mamitzsch betonte, dass es auf der re:publica 2016 im Vergleich zu den Vorjahren mehr Impulsvorträge und Workshops sowie Treffpunkte zur Vernetzung geben wird. Das Bühnenprogramm mit über zehn Subkonferenzen (auf inzwischen 16 Bühnen!) widmet sich u.a. den Themenschwerpunkten Flüchtlinge und Migration, Mobilität und Autoverkehr, Startup-Gründer und Coworking-Space-Betreiber, neue Arbeitswelt, Crowdworking und Unternehmenskultur (Town Hall Meeting: Andrea Nahles), Hate-Speech, Gesundheit, Recht, Barrierefreiheit, Podcast, Games und Snapchat. (Wie auf der re:publica des vergangenen Jahres werden offenbar Themen, die unsere Branche besonders interessieren, beispielsweise Urhebervertragsrecht, Selfpublishing und E-Books, wenn überhaupt, dann eine nur sehr untergeordnete Rolle spielen.) Viele Programmdetails der Konferenz sind bereits auf der Homepage der re:publica sichtbar.

media convention berlin

Vom 2.-3. Mai veranstalten das Medienboard Berlin-Brandenburg und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der re:publica am gleichen Ort die media convention berlin, in deren Programm digitale Visionen, informelle Grundrechte, Herausforderungen der Regulierung und Verteilungsfragen im Mittelpunkt stehen werden. Große Aufmerkksamkeit ist einem Podium mit Luciano Floridi und anderen Experten sicher, zu der Edward Snowdon live zugeschaltet wird.

Das sehr informative Statement von Andreas Gebhard auf der Pressekonferenz kann auf diesen Video (6 Minuten) angeschaut werden:

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3 Kommentar/e

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  • Andrea Kamphuis

    Andrea Kamphuis

    Danke für den Bericht; da kommt Vorfreude auf. Das Statement von Andreas Gebhard bekomme ich leider nicht zu sehen: "Dieses Video ist privat."

  • Sabine Schwietert

    Sabine Schwietert

    Sorry, Video läuft jetzt!

  • Steffen Meier

    Steffen Meier

    "Wie auf der re:publica des vergangenen Jahres werden offenbar Themen, die unsere Branche besonders interessieren, beispielsweise Urhebervertragsrecht, Selfpublishing und E-Books, wenn überhaupt, dann eine nur sehr untergeordnete Rolle spielen." Das ist ein Henne-Ei-Problem. Ich selbst habe den Veranstaltern einige Themen rund um E-Book vorgeschlagen, die abgelehnt wurden - was aber daran liegt (hier mache ich den Kollegen auch keine Vorwürfe), dass auch sehr wenige Teilnehmer aus diesen Umfeldern und konkret aus unserer Branche vor Ort sind. Auch gab es es einige Aktivitäten seitens des Börsenvereins, die aber ebenfalls nicht konsequent weiterverfolgt wurden. Hier kommen schlicht zwei Welten nicht zusammen.

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