Mehr als 120 Hausdurchsuchungen bundesweit wegen boerse.bz

Razzia in der Raubkopierer-Szene

Ein Großteil der illegalen Downloads von Medieninhalten läuft in Deutschland über boerse.bz und boerse.to – mehr als 120 Verantwortliche der Plattformen haben heute unerwarteten Besuch bekommen: Nach Angaben der Kanzlei Waldorf Frommer rückten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln 400 Polizeibeamte aus, um ihre Wohnungen zu durchsuchen und Beweismittel zu sichern. Den Verantwortlichen drohen im Falle einer Verurteilung hohe Geld- oder Haftstrafen.

Boerse.bz und boerse.to gehören nach Recherchen der Kanzlei zu den größten und populärsten illegalen Plattformen in Deutschland – mit jeweils rund 2,5 Millionen registrierten Nutzern und insgesamt 300.000 Besuchern jeden Tag. Die Zahl der über boerse.bz angebotenen Inhalte (Musik, Filme, Bücher) beläuft sich Waldorf Frommer zufolge auf ca. 200.000 urheberrechtlich geschützte Werke; bei boerse.to, einem Ableger der Seite, seien es rund 370.000.

Die Durchsuchungsmaßnahmen der Kölner Staatsanwaltschaft gehen auf einen Strafantrag der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen zurück (GVU). Mit der Ausführung wurde die Münchner Kanzlei Waldorf Frommer beauftragt, die die Interessen von Musik-, Film- und Verlagsunternehmen vertritt. "Wir freuen uns, dass es zu diesem branchenübergreifenden Strafverfahren gekommen ist", sagt deren Geschäftsführer Björn Frommer. 

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1 Kommentar/e

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  • Galbadon

    Galbadon

    Erfreulich. Hoffen wir, dass die Gerichte den Verantwortlichen ordentlich "Feueer unterm Arsch" machen.
    Hat jemand eigentlich schon den Spiegelbest gefasst?

    • ...

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