Neue Preisregeln für Wallonien geplant

Kulturministerin Greoli forciert einheitliche Bücherpreise

Belgien nimmt die nächste Hürde für einheitliche Bücherpreise – in der französischsprachigen Region Wallonien. "Darauf hat die Branche 30 Jahre gewartet", sagt Kulturministerin Alda Greoli. Stimmt das Parlament der Französischen Gemeinschaft den neuen Regeln zu, könnten sie 2018 in Kraft treten.

Tropismes-Buchhandlung in Brüssel

Tropismes-Buchhandlung in Brüssel © picture-alliance

Die Regierung der Französischen Gemeinschaft Belgiens hat vergangene Woche in vierter Lesung den Vorentwurf eines Erlasses verabschiedet, der einheitliche Bücherpreise für die Regionen Wallonien und Brüssel-Hauptstadt einführen will.  

Mit dem Erlass soll auch die sogenannte "Tabelle" beendet werden, eine Praxis, nach der die französischsprachigen Bücher in Belgien zehn bis 15 Prozent teurer sind als in Frankreich. Einheitliche Preise seien lebensnotwendig für die Branche, sowohl für die unabhängigen Buchhandlungen als auch für Buchhandelsketten, "insbesondere für die frankophonen Schriftsteller in unserem Land, die Verleger und natürlich auch die Leser", so Kulturministerin Alda Greoli von der Partei Centre Démocrate Humaniste, die auch Vizepräsidentin der Regierung der Französischen Gemeinschaft ist.

Im September soll der Entwurf dem Parlament der Französischen Gemeinschaft zur Abstimmung vorgelegt werden – bevor ihn die Gremien der Flämischen Gemeinschaft erhalten, damit die neuen Regelungen dann auch für die zweisprachigen Gebiete (Belgiens Hauptstadt Brüssel) gelten. Bekommt der Erlass grünes Licht, kann er voraussichtlich Anfang 2018 in Kraft treten. 

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