Pressesprecher tagten in Düsseldorf

Austausch über Blogger

Am 12. und 13. Februar haben sich in der Europäischen Medien- und Business-Akademie in Düsseldorf mehr als 130 Pressesprecher von avj (Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen) und AVP (Arbeitskreis Verlags-Pressesprecherinnen und -Pressesprecher) getroffen: Auf dem Programm standen netzwerken, weiterbilden, den Nachwuchs fördern und über Arbeitstechniken austauschen. Der AVP-Vorstand wurde im Amt bestätigt.

Die Pressesprecher im Uerig

Die Pressesprecher im Uerig © avp

Diskussion im Workshop Kommunikationstraining

Diskussion im Workshop Kommunikationstraining © Wehnekamp

In zehn sehr unterschiedlichen Workshops ging es bei der AVP-Tagung um Themen von "Corporate Blogs" und juristischen Grenzen der PR bis zu "Medienwandel 2.0". Bei der Abendveranstaltung in der Traditionsbrauerei Uerige stand das Netzwerken im Vordergrund − und der AVP-Vorsitzende Johannes Kambylis gab die Gewinnerinnen der London Book Fair-Tickets bekannt: Gisela Graf (Freiburg) und Susanne Meinel (Köln) werden auf Einladung der London Book Fair im April für drei Tage nach London reisen und dort u.a. auf Kollegen des Publishers Publicity Circle treffen.

Im Rahmen der AVP-Mitgliederversammlung im Vorfeld der Tagung berichteten Andrea Wolf und Johannes Kambylis über die neuen Aktivitäten des Netzwerks in Sachen Nachwuchsförderung: Der Verein vergab zum ersten Mal eine Wildcard für die kostenlose Tagungsteilnahme an Hanser-Volontärin Ronja Kokott sowie eine weitere kostenlose Teilnahme an Volontärin Nele Große Deters (Verlag Barbara Budrich, Leverkusen-Opladen). Eine in Leipzig studierende Buchwissenschaftlerin arbeitet derzeit an ihrer Masterarbeit über Pressearbeit in Buchverlagen, die sowohl finanziell als auch inhaltlich vom AVP und einigen auskunftsbereiten Mitgliedern unterstützt wurde; die Ergebnisse werden im März vorliegen.

Im Amt bestätigt: der AVP-Vorstand

Im Amt bestätigt: der AVP-Vorstand © Wehnekamp

Ein kleines Jubiläum feierten die Mitglieder mit Anja Wehnekamp, die seit zehn Jahren als Servicebüro des AVP das Rückgrat des Vereins ist. Zum Abschluss der Versammlung wurde der amtierende Vorstand bestätigt: Johannes Kambylis, Meiner Verlag (1. Vorsitzender), Andrea Wolf, Herder (2. Vorsitzende), Susanne Ziegler, utb (Kassenwartin), Susanne Meinel, Köln (Pressesprecherin) und Stefanie Endres, Politycki & Partner (Schriftführerin).

Leander Wattig

Leander Wattig © Grubert

Blogs werden inzwischen genauer evaluiert

Bevor die AVP-Pressesprecher tagten, trafen sich 30 Pressesprecher der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen avj zu ihrer alljährlichen Tagung − insgesamt zum 14. Mal. Sie diskutierten über das Schwerpunkthema "Blogger"; Hauptreferent war Kommunikationsfachmann Leander Wattig, der die Teilnehmer "Per Anhalter durch die Bloggergalaxis" begleitete. Sebastian Menacher (cbj/cbt) stellte das Random House-Bloggerportal als "die große Lösung" vor, Carolin Mandel (mixtvision), Viola Ahles (Magellan) und Katrin Hogrebe (Carlsen) berichteten aus der Praxis und alltäglichen Arbeit mit Bloggern in ihren Häusern. Blogger aller Altersklassen interessieren sich hauptsächlich für Jugendbücher vor allem aus den Genres Fantasy und Romantik, stellten die Pressesprecher fest. Diese Blogger widmeten sich mit großer Leidenschaft dem Thema Buch, suchten Kontakt zu Verlag und Autoren und nicht nur zu den großen Namen. "Es ist eine Community, die untereinander gut vernetzt ist und sich intensiv austauscht", beschreibt Thienemann-Sprecherin Svea Unbehaun. "Darüber hinaus sind die sogenannten Mum-Blogs, die neben allen möglichen Produkten für Kinder vornehmlich Bilder- und Kinderbücher empfehlen, eine relevante Zielgruppe."

Über die Jahre ist die Zahl der Anfragen enorm gestiegen, was für die Presseabteilungen einen hohen administrativen Aufwand bedeutet. Darüber hinaus erreichen die Pressestellen tagtäglich Anfragen von neu gegründeten Blogs; weshalb bei weitem nicht jede Anfrage nach einem kostenlosen Leseexemplar positiv entschieden werden kann. Ebenfalls in Düsseldorf diskutiert: Den meisten Literaturbloggern fehlt es im Vergleich zu anderen Bloggerszenen wie Mode/Food/Beauty zu einem großen Teil an Professionalität und einer für die Verlage relevanten Reichweite. "Inzwischen werden Blogs genauestens evaluiert, nach bestimmten Kriterien (wie Reichweite und Interaktion, Qualität der Rezensionen, Gestaltung der Seite) wird entschieden, ob eine Zusammenarbeit denkbar ist oder eben nicht", so Unbehaun. Auch Leander Wattig plädierte dafür, die sogenannten "Influencer" herauszufinden und klare Spielregeln für die Zusammenarbeit zwischen Verlagen und Bloggern aufzustellen.

Insbesondere die Best Practice-Beispiele aus dem Verlagsalltag schärften den Blick aufs Thema. "Wir gehen mit einem kompakten Wissenspaket und vielen neuen Denkansätzen nachhause", zog Renate Grubert, Leiterin der AGKomm in der avj, Bilanz: "Es hat sich gelohnt!"

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