Stiftung Lesen und McDonald's setzen Kooperation fort

Happy Meal ein Jahr lang mit Büchern

Die Stiftung Lesen und McDonald’s Deutschland setzen ihre seit fünf Jahren bestehende Kooperation auch 2017 fort und bauen sie aus: Das ganze Jahr über kann nun anstatt eines Spielzeugs ein monatlich wechselndes Buch zum Happy Meal ausgewählt werden. Bisher gab es jeweils zwei Aktionsmonate pro Jahr.

Das Plakat für die Januar-Aktion © Stiftung Lesen

Das monatlich wechselnde Buchangebot als Alternative zu den aktuellen Spielzeugen ist neu, wie die Stiftung Lesen mitteilt. Bisher gab es zwei Aktionsmonate im Jahr, bei denen mehrere Titel zur Auswahl standen. Im Januar ist das Buch "Kritzel dich schlau – Verrückte Tierwelt" (DK; ab 6 Jahren) erhältlich, ab 3. Februar "Gefährliche Schatzsuche" (Klett) aus der Reihe "Bibi & Tina" von Matthias von Bornstädt (ab 3 Jahren). Die weiteren Titel werden im Laufe der Aktion bekannt gegeben, so die Stiftung Lesen auf Anfrage.

Auf allen Büchern findet sich ein Hinweis zur Bedeutung des (Vor-)Lesens sowie Tipps und Informationen auf stiftunglesen.de. Zu vielen Titeln bietet McDonald‘s Erweiterungen wie etwa Augmented Reality-Apps oder Hörbuchversionen als mp3.

Für den Januar kündigen die Partner zudem eine große "Happy Meal Bücher Aktion" an. Ab dem 9. Januar gibt es neben dem Monatstitel acht weitere Bücher zur Auswahl:

  • "Super Haie und andere Tiere der Ozeane" (DK)
  • "Pferde und Ponys" (Was ist was Junior) (Tessloff)
  • "Gregs Tagebuch: Die besten Survival-Tipps für jeden Tag" (Baumhaus)
  • "Mein Lotta-Leben" (Arena)
  • Tafiti (Loewe)
  • LEYO Mein Atlas (Carlsen)
  • "Findus zieht um" (Petterson und Findus) (Oetinger)
  • "Optische Illusionen − Kannst Du Deinen Augen trauen?" (DK)

Bei allen Büchern handelt es sich der Mitteilung zufolge um populäre Titel der Verlage als Happy Meal-Sonderausgabe. Die Buchaktion wird wie auch das laufende Buchangebot durch die Stiftung Lesen unterstützt.

"Die Grundlage von Lesekompetenz wird in der Familie gelegt: Lesefreude und der selbstverständliche Umgang mit Texten, Bildern und Geschichten", erklärt Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. "Aber ein Drittel der Eltern liest ihren Kindern nicht ausreichend vor. Viele davon erreichen wir bei McDonald’s, wo vier von fünf Familien essen. Unser Ziel: Alle Eltern lesen ihren Kindern vor, 15 Minuten jeden Tag."

Noch immer erreiche jeder fünfte Junge und jedes siebte Mädchen beim Lesen nur das niedrigste Kompetenzniveau (PISA 2015). 7,5 Millionen Deutsche im erwerbsfähigen Alter sind funktionale Analphabeten, können also maximal einzelne Wörter oder Sätze, aber keine längeren Texte verstehen (leo. – Level-One Studie), berichtet die Stiftung Lesen.

Die anfangs auch kritisierte Kooperation von Stiftung Lesen und McDonald’s Deutschland wurde 2013 evaluiert. Das Ergebnis: 86 Prozent aller Eltern von 3- bis 9-Jährigen in Deutschland waren von der Bücher-Aktion überzeugt. In jeder dritten Familie besaß schon damals ein Kind ein Buch aus der letzten Aktion. Alle Eltern, die mindestens ein Buch für ihr Kind gekauft hatten, berichteten, dass ihre Kinder sich die Bücher angeschaut haben; auch über 90 Prozent der Kinder bestätigten das. Die Studie findet sich hier.

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2 Kommentar/e

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  • Hilde Ansel

    Hilde Ansel

    Und wieder werden Buchlieber in zum Fastfoodlokal gelockt. Oder ist es vielleicht umgegekehrt? Kommen so bücherlose Haushalte endlich an Lesestoff?

  • Wilfried Albrecht

    Wilfried Albrecht

    Guten Morgen,

    grundsätzlich freue ich mich als Buchhändler über jegliche Kooperation. An dieser Stelle jedoch nicht. Die armen Kinder, die dann "Pappe" essen sollen.

    • ...

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