Verleihung beim Empfang der Deutschen Fachpresse auf der Frankfurter Buchmesse

Adrian Lobe gewinnt ersten Datenschutz-Journalistenpreis

In Anerkennung der besonders ausgewogenen Darstellung von Chancen und Risiken im Umgang mit Daten in einer digitalisierten Welt und der herausragenden journalistischen Qualität, erhält Adrian Lobe den Journalistenpreis der Stiftung Datenschutz, der in Kooperation mit der Deutschen Fachpresse erstmals vergeben wird.

Adrian Lobe

Adrian Lobe © Thomas Fedra

In seinem Essay "Wir haben sehr wohl etwas zu verbergen“ schildert Adrian Lobe (28) auf "ZEIT Online" das Spannungsfeld zwischen Datenschutz und technischen Innovationen. Im Beisein der ehemaligen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, des Stiftungsvorstands Frederick Richter und von Stefan Rühling, Sprecher der Deutschen Fachpresse, nahm der freie Journalist die Urkunde und das Preisgeld von 5.000 Euro beim Fachpresse-Empfang auf der Frankfurter Buchmesse entgegen.

Der Preis wird in diesem Jahr erstmalig verliehen und würdigt eine besonders differenzierte Darstellung des Umgangs mit persönlichen Daten in der digitalisierten Welt. Dabei galt es, ausgewogen auf die Chancen und Risiken der Datennutzung einzugehen und damit der gestiegenen Bedeutung des Themas in der Gesellschaft gerecht zu werden. Die Leistung des Preisträgers stellte auch Jurypräsident Lutz Frühbrodt, Medienprofessor der Uni Würzburg-Schweinfurt, in seiner Laudatio heraus: „Das ist ein Essay in bester Feuilleton-Tradition. Ganz im Geiste des Journalistenpreises der Stiftung Datenschutz setzt sich Adrian Lobe in intellektueller Manier sachlich und wertschätzend mit Argumenten und Gegenargumenten auseinander. Überzeugend ist auch das Design: Der Autor brilliert mit seiner dialektischen Überzeugungskraft, ohne auch nur an einer einzigen Stelle intellektuell abzuheben. Der Text ist vom ersten Buchstaben bis zum letzten Punkt klar wie ein Algorithmus durchstrukturiert. Der Stil ist elegant, aber von schnörkelloser Eleganz.“

Zusammen mit dem Sieger freute sich auch Stefan Rühling, Sprecher der Deutschen Fachpresse: „Datenschutz, Datenwirtschaft, Datenpotenziale – diese Begriffe stehen für ein hochsensibles und höchst bedeutsames Thema, das oft stark ideologisch aufgeladen ist. Damit sich eine demokratische Gesellschaft objektiv informieren kann, ist sachkundiger, ausgewogener und unabhängiger Journalismus unentbehrlich. Wir freuen uns deshalb ganz besonders, als Kooperationspartner des „Journalistenpreises der Stiftung Datenschutz“ eine differenzierte Betrachtung des Datenschutzes und der Datennutzung zu fördern. Ich gratuliere dem diesjährigen Gewinner, aber auch den beiden Shortlistern, und bedanke mich für die exzellenten Beiträge.“

Eingebettet war die Preisverleihung in den Empfang der Deutschen Fachpresse auf der Frankfurter Buchmesse. Frederick Richter, Vorstand der Stiftung Datenschutz, moderierte die Veranstaltung

Der Siegerbeitrag und die beiden Beiträge der Shortlist sind abrufbar unter:

Adrian Lobe / ZEIT Online: „Wir haben sehr wohl etwas zu verbergen!”
Josephine Pabst / IHK Magazin: „Virtuelle Welt, reale Gefahr“
Xifan Yang / Süddeutsche Zeitung Magazin: „Der Verdacht“

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