libreka!-Blog

30.07.2010

Wie monopolistisch wird der E-Book-Markt?

Einer der größten Vorzüge des Internets ist die Transparenz und die Informationsfülle, die es in nahezu allen Lebensbereichen schafft. Mittels des Internet kann man sich umfassend über Bücher informieren, sie zum großen Teil probelesen und die Bewertungen vieler anderer Leser begutachten. Da stellt sich natürlich schnell die Frage: Warum nicht auch die Bücher direkt vom Autor beziehen?

Autoren könnten die Bücher direkt bei Amazon im elektronischen Format einstellen und so dem Kunden nahezu unmittelbar anbieten. Dann, so könnte man meinen, wären durch die Ausschaltung von Mittlern wie den Verlagen deutlich niedrigere Preise möglich und Autoren würden v ... [ weiter... ] 5 Kommentare

28.05.2010

Die Untiefen des Agency Models

Seit einigen Wochen rumort es gewaltig im E-Book-Markt. Die Ursache: das von Apple favorisierte ‘Agency Model’ für den Verkauf von E-Books.

Worum geht es? Klassischerweise erwirbt der Händler eine Lizenz, mit der er das E-Book in eigenem Namen und auf eigene Rechnung verkaufen darf (‘Wholesale oder Retail Model’). Sofern es keine Buchpreisbindung gibt, obliegt dem Händler auch die Festsetzung des Verkaufspreises. D ... [ weiter... ] 1 Kommentar

07.05.2010

DRM – die richtige Methode oder das reine Missverständnis?

Ich geb’s ja zu: Auch wenn ich den Einstieg ins eBook-Geschäft betreibe, kann ich doch nicht von mir behaupten, Besitzer eines Readers zu sein. Die Preise sind mir zu hoch und durch den ständigen und ungehinderten Zugang zu Druckwerk aller Art hat sich, außer zu Demonstrationszwecken, keine Notwendigkeit für mich ergeben. Dennoch habe ich mir nun schon zum zweiten Mal ein eBook aus libreka! heruntergeladen, um im Selbstversuch die viel diskutierte libreka!-Usability zu testen und zu erfahren, was wir unseren Kunden da eigentlich so zumuten.

Die schöne Aktion „E-Tüpfelchen“ vor Ostern war da eine willkommene Gelegenheit. Natürlich habe ich mir ein Dokument mit hartem DRM ausgesucht, um das volle Programm durchzuziehen. Dieses Mal habe ich mein Notebook verwendet, so musste ich alle Schritte vollziehen, um mein ... [ weiter... ] 1 Kommentar

03.05.2010

Das iPad im Test

Als das iPad Ostern auf dem Markt kam, haben wir eine kleine Umfrage gestartet und die Leser von boersenblatt.net gefragt: Ist das iPad Hype oder Heilsbringer für das digitale Lesen? Die Meinung der Leser ist eindeutig: Das iPad ist vor allem ein schönes Spielzeug für Apple-Fans.

Seit einer Woche habe ich mich (und das iPad) einem ausgiebigen und völlig subjektiven Selbsttest unterzogen. Meine Einschätzung variiert sehr deutlich von der anderer iPad-Besitzer. Während letztere bereits das Ende des PC voraussagen, geht mein Urteil eher in die Richtung interessan ... [ weiter... ] 2 Kommentare

14.04.2010

Wie lässt sich mit E-Books Geld verdienen?

Vor kurzem haben wir in Frankfurt einen Digitalisierungs-Workshop für Verlage veranstaltet. Ziel der Veranstaltung war es, mit einer Mischung aus Impulsvorträgen verschiedener Referenten und Workshops den Teilnehmern das Thema Digitalisierung in seinen verschiedenen Facetten näher zu bringen.

Wie lässt sich mit E-Books Geld verdienen? Wie finden Verlage ihre individuelle E-Book-Strategie? Was ist Sinn und Unsinn von DRM? Wie wird ein qualitativ hochwertiges E-Book erstellt und professionell vermarktet? Es ging uns darum, einen Austausch zwischen den Verlagen zu organisieren, Best-Pr ... [ weiter... ] 1 Kommentar

08.04.2010

Das goldene Kalb

Seit dem Verkaufsstart in den USA am Samstag ist das iPad in aller Munde. Die Berichterstattung und Testergebnisse mancher Medien machen glauben, dass mit dem iPad zu Ostern ein neues goldenes Kalb den Markt erobert.

Den Hype, der fast messianische Züge annimmt, bringen die Blogger von www.fakesteve.net in ihrer Persiflage schön auf den Punkt.Wie ist Ihre Meinung? Ist das iPad Hype oder Heilsbringer? Wir haben auf boersenblatt.net eine kleine Umfrage gestartet: Hier können Sie Ihre Stimme abgeben! [ weiter... ] kommentieren

05.03.2010

Digitalisierungs-Offensive bei De Gruyter

De Gruyter hat eine Digitalisierungsoffensive angekündigt: Der Verlag, der über seine Plattform reference-global.com bereits Zeitschriftentitel online anbietet, geht jetzt noch einen Schritt weiter. Ab Mitte März wird er seine gesamte Backlist, das sind 60.000 Titel, auf Nachfrage scannen und dann als E-Book oder PoD-Buch ausliefern.

Endkunden und Bibliotheken können die E-Books auf Wunsch einzeln, individuell zusammengestellt oder als „Best of“-Pakete beziehen. Mit diesem Modell hat De Gruyter hat einen guten und betriebswirtschaftlich sinnvollen Weg gefunden, seine Titel digital anzubieten. Mit der Digitalisie ... [ weiter... ] 1 Kommentar

02.03.2010

"libreka! ist eine super Buch-Suche"

Für gewöhnlich zeige ich nur wenig Zurückhaltung, wenn es darum geht, über die Erfolge von libreka! zu sprechen. Ganz so vollmundig, wie es die Überschrift vermuten lässt, würde ich es allerdings doch nicht formulieren.

Das tun aber die Redakteure von chip.de, die auf ihrem Online-Portal 20 überzeugende Alternativen zu Google präsentieren: „Libreka ist eine super Buch-Suche, die bessere deutschsprachige Ergebnisse liefert als Google Books.“ Schauen Sie doch mal vorbei:  [ weiter... ] kommentieren

17.02.2010

Der Literaturskandal

Deutschland hat einen neuen Literaturskandal. Das zeigt der Trubel, für den der Fall Helene Hegemann seit letzter Woche sorgt. Die junge begabte Autorin hat Teile ihres Romans "Axolotl Roadkill" von einem Berliner Blogger abgeschrieben.

In der Diskussion (unter anderem): Das Urheberrecht in Zeiten des Internets. Die Autorin fordert in ihrer Rechtfertigung zum Plagiatsvorwurf die Anerkennung des "Rechts zum Kopieren" als eine "übliche Vorgehensweise dieses Jahrzehnts". Wie viel Verantwortung eine junge Autor ... [ weiter... ] 2 Kommentare

16.02.2010

Tagesprophet – nicht mehr weit

Irgendwie bin ich ja doch ein Technifreak: Fand ich schon den Werbefilm auf der amazon.com-Seite fürs neue Kindle faszinierend, bin ich von dem, was Apple auf seiner Seite über das iPad zeigt, schon wieder völlig aus dem Häuschen.

Jetzt also das Ganze auch noch in Farbe, und man kann nicht nur Texte lesen, sondern auch Töne hören, Bilder speichern und verwalten und auf dem, sorry, geilen Touchpad hin und her und groß und klein ziehen. Das Teil übt eine deutliche Anziehungskraft auf mich aus. Und, wie Stev ... [ weiter... ] 1 Kommentar

Ronald Schild Ronald Schild© Nicole Hoehne

01.02.2010

Zur Marktmacht der Monopolisten: Apple’s iPad und die Kapitulation von Amazon

Die letzte Woche war eine gute für die Buchbranche. Und ein großer Triumph für Holtzbrinck; herzlichen Glückwunsch dazu an dieser Stelle. Was ist passiert? Dass das iPad (eine der unsäglichsten Namenskreationen der jüngeren Marketinggeschichte) mit großen TamTam eingeführt wurde, bedarf keiner Erwähnung und noch weniger einer weiteren Kommentierung. Ob das iPad die hohen Erwartungen erfüllen wird, werden die nächsten Monate zeigen. Die Auswirkungen auf die Verlagswelt zeichnen sich aber schon heute ab.

Nachdem der CEO des US-Verlages McGraw Hill versehentlich (?) auf CNBC über das iPad geplaudert hat (http://www.youtube.com/watch?v=2dlomgcIz8s), und das noch vor der Ankündigung von Steve Jobs, war der Verlag bei ebendiesem Event nicht mehr dabei. Seitdem wird intensiv darüber gemutm ... [ weiter... ] 3 Kommentare

Ronald Schild Ronald Schild© Nicole Hoehne

27.01.2010

Verwirrung um die US E-Book-Zahlen

Größer könnte die Diskrepanz der veröffentlichen/suggerierten Verkaufszahlen zu E-Books in den USA kaum sein: Während Langendorfs Dienst unter Berufung auf die IDPF (International Digital Publishing Forum) von E-Book-Umsätzen in Höhe von weniger als 1 % berichtet, lanciert Amazon Meldungen, zu Weihnachten habe man mehr E-Books verkauft als gedruckte Bücher (oder auf Neudeutsch: P-Books).

Als dann Dr. Frank Sambeth von Random House auf der AG Publikumsverlage letzte Woche von einem Umsatzanteil von 3 bis 4 % sprach, den seine US-Kollegen mit E-Books erzielen, war die Verwirrung perfekt. Hier nun einige Fakten, um die verworrene Situation zu erhellen: Die scheinbar einfache Arithmetik ... [ weiter... ] 3 Kommentare

18.01.2010

Kritik an DRM

Der Prophet im eigenen Lande zählt bekanntermaßen nicht. Daher berufe ich mich in meiner Kritik am harten Kopierschutz (DRM) nach mehreren eigenen Beiträgen auf zwei Autoren, an deren Expertenstatus wenig Zweifel bestehen dürfte:

David Pogue, Kolumnist bei der New York Times, Buchautor und CBS Korrespondent schreibt in der Ausgabe vom 17.12.2009 der NYT über den Reiz und die Gefahr von DRM aus Sicht von Autoren und Verlagen. Wie schon viele vor ihm, dafür nicht weniger treffend, resümiert er die Erfahrungen de ... [ weiter... ] 2 Kommentare

15.01.2010

libreka! international

In manchen Dingen sind unsere französischen Nachbarn uns einen Schritt voraus. In Sachen Revolution zum Beispiel. Und auch, was die Bekämpfung der Online-Piraterie angeht.

Sie haben ein Warnsystem für die Nutzer illegaler Tauschbörsen eingerichtet, dessen letzte Instanz die Sperrung des Internetzugangs ist. Ob dies der Weißheit letzter Schluss ist, sei einmal dahingestellt; aber immerhin hat man sich auf der anderen Seite des Rheins gegen das Aussitzen ... [ weiter... ] 1 Kommentar

13.01.2010

Digitales Wasserzeichen bietet mehr Sicherheit als Kopierschutz

In einem meiner letzten Beiträge habe ich umfangreich argumentiert, warum ein technisches Digital Rights Management (DRM) nicht nur einen minderwertigen Schutz digitaler Inhalte, sondern vielmehr eine Gefahr für den legalen Verkauf darstellt. Das muss und sollte allerdings nicht auf die Empfehlung herauslaufen, Inhalte völlig ungeschützt im Internet anzubieten.

Vielmehr bietet sich mit dem digitalen Wasserzeichen (auch soft, social oder psychologisches DRM genannt) eine ideale Möglichkeit, das Schützbedürfnis von Autoren und Verlagen mit einem Maximum an Kundenfreundlichkeit zu verbinden. Das Wasserzeichen in seiner ursprünglichen, ding ... [ weiter... ] 8 Kommentare

12.01.2010

Mäzen oder Datenkrake? Google zunehmend in der Kritik

Anfangs wurde ich wahlweise müde belächelt oder heftig kritisiert, als ich in meinen Vorträgen vor der Monopolisierung des Zugangs zu Büchern durch Google warnte.

Google sei doch ein Segen für Verleger, Autoren und Leser gleichermaßen. Seltene Bücher fänden durch die Suchmaschine erst ihre Leser, vergriffene Bücher würden durch die Buchsuche wieder zu Leben erweckt. Diese und viele weitere Argumente für die Google Buchsuche ... [ weiter... ] kommentieren

08.01.2010

E-Book-Reader-Showtime in Las Vegas

Wer sich im vergangenen Jahr noch über die vielen E-Book-Ankündigungen wunderte, der wird diese Woche eine echte Überraschung erleben. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas -  bisher eher weniger im Blickfeld der Buchbranche – wird ein E-Book-Reader nach dem anderen vorgestellt. Ein Teilnehmer des Online-Forums mobileread.com hat noch im vergangenen Jahr eine Liste mit relevanten Ausstellern verfasst – und ist bei der stolzen Anzahl von 64 Firmen angelangt!

http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=66268http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=66407http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=66647http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=67279 Die wichtigsten Geräte findet sich auch auf boersenblatt.net:http://www.bo ... [ weiter... ] kommentieren

11.12.2009

Sicherheit ist ein hohes Gut

Letzte Woche haben wir eine Sicherheitswarnung zum Adobe DRM herausgegeben, die sehr unterschiedliche Reaktionen in der Branche hervor gerufen hat. Da war von ‘Schnellmerkern’ die Rede, andere haben uns bezichtigt, Piraterie sogar zu unterstützen. Die Mehrzahl der Verlage aber war sehr dankbar dafür, dass endlich jemand Licht ins Dunkel einer in der Regel sehr technisch geführten Kopierschutzdiskussion bringt.

Sicher, Details zur Sicherheitslücke beim Adobe Kopierschutz kursierten schon seit einigen Monaten im Netz. Nun kann es aber nicht unsere Rolle sein, solchen Problemen sofort die große Bühne zu geben. Bei aller Kritik an DRM wäre es uns natürlich viel angenehmer gewesen, Ad ... [ weiter... ] 2 Kommentare

10.12.2009

Schnellere Pferde

Von Henry Ford ist, neben anderen Standardlosungen fürs Marketing-Repertoire, ein Satz überliefert, der das Zeug zu mehr als einer Phrase hat: „Wenn ich meine Kunden nach ihren Wünschen gefragt hätte, so hätten sie geantwortet: Schnellere Pferde.“
Ist der Kunde also doch nicht König? Oder hat er etwa doch nicht immer recht? Zweifellos doch – und erziehen lässt er sich auch nicht.

Allerdings hängt die Frage, womit der Kunde recht hat, sehr stark davon ab, was man ihm zur Entscheidung anbietet. Und da hat dieses störrische, unbequeme Wesen eine wunderbare Eigenschaft: Man kann es überraschen.   Um den fundamentalen Unterschied zwischen Autos und Pferden zu ... [ weiter... ] 1 Kommentar

09.10.2009

Das E-Book wird dominieren – Mit oder ohne Verlage

Die digitale Revolution hat das Buch erreicht. Die folgenden fünf Thesen zeigen  die  größten Herausforderungen auf, denen sich die Verlage stellen müssen, damit sie auf dem E-Book-Markt bestehen können – bevor die Content-Piraten es tun.

E-Books sind keine Nische sondern Kerngeschäft   500 Jahren nach Erfindung des Buchdrucks steht eine zweite Revolution bevor: das E-Book wird die Art und Weise wie wir lesen, dramatisch verändern – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Buchbranche: Mehr als die Hälfte der ... [ weiter... ] 8 Kommentare

08.10.2009

Das rüttelt sich

Manchmal braucht man ja gute Nerven. Und einen langen Atem noch dazu. So wie meine junge Bekannte, die in Hanau ehrenamtlich ein Amateurtheaterfestival organisiert und dabei weißgott alle Hände voll zu tun hat. Zwischen klingelnden Telefonen, Eintrittskarten wünschenden Besuchern und einlaufenden Meldungen über unvorhersehbare technische Probleme behält sie mal wieder in bewundernswerter Weise ihre Ruhe und lässt mit einem nonchalanten „Das rüttelt sich“ ihre ganze jugendliche Zuversicht über das Gelingen des Projektes erkennen.

So ist das mit Vorgängen, die sich erst im Augenblick des Entstehens formieren, die unplanbar sind und derer man doch versucht, mit Planung Herr zu werden. Widersprüchlich ist oft das Neue, das Entstehende, wächst anarchisch hier- und dorthin, das Eine verbindet sich auf ungeahnte Wei ... [ weiter... ] kommentieren

29.09.2009

Die Zeit ist reif

Haben Sie heute schon vorbei geschaut, auf www.libreka.de? Nein? Dann aber schnell. Heute starten bei libreka! die Download-Days. Sie können sich heute den ganzen Tag Judith Maria Gillies "Unsere Nullerjahre“ von Eichborn kostenfrei herunterladen.

Bis in den November hinein gibt es jetzt jede Woche einen Titel kostenlos – für 24 Stunden. Und während der Buchmesse im Oktober sogar jeden Tag. Was wir mit dieser Aktion erreichen möchten? Gemeinsam mit den Verlagen in der breiten Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für da ... [ weiter... ] 1 Kommentar

21.09.2009

Die Zukunft der ISBN

Als Mitglied des Board of Directors der Internationalen ISBN-Agentur war ich letzte Woche bei der Jahrestagung der Agentur.
Die wesentliche Diskussion während dieser zweitägigen Veranstaltung hat sich an der Frage entzündet, wie ISBN für die digitale Welt verwendet werden.

Gerade in den USA wird bemängelt, dass die ISBN zu wenig Information transportiert, um ihre Rolle in der Handelskette wahrzunehmen. Dabei wird gerade von E-Book-Aggregatoren argumentiert, dass ein einzelnes E-Book viele verschiedene Publikationsformen darstellt, abhängig von Format, Digita ... [ weiter... ] 5 Kommentare

Matthias Ulmer Matthias Ulmer© Ferdinando Iannone

25.08.2009

65.000 E-Books im ersten Halbjahr verkauft!

In der vergangenen Woche kam die Pressemeldung der GfK, dass 65.000 E-Books im ersten Halbjahr in Deutschland verkauft worden sind. Die Meldung wurde beinahe überall abgedruckt. Und in vielen Blogs begann sofort eine wilde Diskussion. Da schreien die einen: "Gescheitert! Hab ich doch gleich gesagt!" Und für die anderen ist das ein hoffnungsvolles Zeichen. Manche folgern, dass der Preis für E-Books eben viel zu hoch sei. Und andere beklagen das viel zu
zögerliche Angebot der  Verlage.

Und ich frage mich, wie man aus dieser Zahl 65.000 denn überhaupt irgend etwas ablesen will? Die GfK ermittelt die Kaufgewohnheiten von 20.000 Endverbrauchern. Wenn wir mal grob schätzen, dass wir in Deutschland bei 80 Mio. Einwohnern 65 Mio. Endverbraucher haben, dann steht also einer ... [ weiter... ] 4 Kommentare

14.08.2009

ARROW – die Alternative zum Google Settlement

Noch immer bewegt das Google Settlement die Gemüter der Buchbranche und weit darüber hinaus. Dabei besteht weitgehend Einigkeit über die Notwendigkeit, vergriffene Bücher digital wieder verfügbar zu machen. Nur die Art und Weise, wie Google dies instrumentalisiert und dabei bestehende Rechtsnormen ignoriert, ruft immer mehr Kritiker auf den Plan.

Dabei ist es doch sehr überraschend, wie wenig Beachtung ARROW, die Alternative zum Google Settlement findet. ARROW (Accessible Registries of Rights Information and Orphan Works) ist ein Gemeinschaftsprojekt von 27 europäischen Institutionen, die die gesamte Bandbreite des literarischen L ... [ weiter... ] kommentieren

04.08.2009

Operation gelungen, Patient tot oder Mehr Lust aufs E-Book

Zwei Hauptkritikpunkte sind es, die derzeit immer wiederkehren, wenn sich Kunden und solche, die es werden wollen, zum aktuellen E-Book-Angebot äußern (ganz gleich bei welchem Anbieter):

Das Thema DRM wird zunehmend als Zumutung empfunden und kann als klassisches Beispiel dafür angesehen werden, wie eine vermeintliche Notwendigkeit vom Kunden nicht nur nicht verstanden, sondern auch zunehmend nicht akzeptiert wird. Nachdem das Thema DRM an dieser Stelle bereits in verschiedenen ... [ weiter... ] 16 Kommentare

30.07.2009

Hausmittel gegen Piraterie: viele, viele E-Books

Die alte Regel, dass der beste Produkttest das direkte Gespräch mit dem Kunden ist, gilt im Internet-Zeitalter mehr denn je: Vor einigen Wochen habe ich einen E-Book-Reader an einen Bekannten weiter gegeben, der das Leseverhalten testen wollte. Gestern erreichte mich dann eine frustrierte E-Mail, dass mein Bekannter auf dem Weg in den Urlaub sei und sich noch schnell mehrere Romane von Martin Walser auf sein Lesegerät laden wollte – aber keinen einzigen auf libreka! gefunden habe. Natürlich hat er viele interessante E-Books zu Martin Walser gefunden: Biografien, Aufsätze, Briefe und die Friedenspreisbroschüre. Aber eben keinen einzigen Roman!

Eigentlich nicht verwunderlich, denn von Martin Walser wurde noch kein einziges E-Book veröffentlicht. Schade, könnte ich sagen und meinem Bekannten empfehlen, doch einen anderen Autor zu lesen. Doch wird eine solche Antwort einen Kunden zufrieden stellen. Auch wenn bei libreka! mittlerwe ... [ weiter... ] 5 Kommentare

10.07.2009

Piraten und die Psychologie von DRM

In meinem letzten Blog-Beitrag (Piraten lieben DRM) habe ich dargestellt, warum eine ‚hartes’ Digital Rights Management (DRM) Raubkopieren eher fördert als verhindert. Welche Optionen haben nun Verleger? Den Content komplett ungeschützt ins Netz stellen und somit ein ziemlich gewagte Wette auf ihren Verlagsumsatz eingehen? Oder erst einmal abwarten und weiterhin nur P-(Print)-Books verkaufen?

Natürlich kann es keine Lösung sein, naiv auf das Gute im Menschen (es sei mir verziehen, dass ich das ‚Gute’ in diesem Zusammenhang auf die Zahlungsbereitschaft für Geistiges Eigentum einenge) zu vertrauen und E-Books ohne jeglichen Schutz ins Internet zu stellen. Genau a ... [ weiter... ] 5 Kommentare

09.07.2009

libreka! zwitschert bei Twitter

Aktuelle Informationen, spannende E-Books und wichtige Hintergrundinfos: all dies erhalten Sie seit kurzem noch schneller und aktueller über Twitter.

http://www.twitter.com/libreka bringt Ihnen das neueste rund um die führende deutschsprachige E-Book-Plattform direkt in Ihren Twitter-Account.Bei http://www.twitter.com/rschild berichtet Ronald Schild über die aktuellsten Entwicklungen der Digitalisierung und des E-Book-Marktes.Wir freuen ... [ weiter... ] kommentieren

07.07.2009

Mit oder ohne DRM

Die Ankündigung von libreka! in Zukunft auch hartes DRM anbieten zu können, hat wieder  einmal die üblichen Milchtöpfe zum Überschäumen gebracht. Warum nur?

Ganz nüchtern betrachtet ist es doch ein Vorteil, wenn es bei DRM ein "mit" und ein "ohne" gibt. Dass also der, der "mit" DRM sein möchte "mit" sein kann, und der, der "ohne" sein möchte, "ohne".Wenn der, der "ohne" ... [ weiter... ] 25 Kommentare