Welttag des Buches

Aktionsfeuerwerk zum 23. April

Zum zwanzigsten Mal feiern am 23. April Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte den "UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts" − in über 100 Ländern. In Deutschland koordinieren der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Stiftung Lesen zahlreiche Aktionen.

"Der Welttag des Buches erinnert daran, dass Büchern auch in Zeiten der digitalen Informationsflut besondere Bedeutung zukommt", lässt sich Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, in der Mitteilung des Börsenvereins zitieren. "Mit dem Lesen oder Hören eines Buches trainieren wir unsere kulturelle Fähigkeit, aufmerksam und ausdauernd ein Stück Welt in uns aufzunehmen. Diese Fähigkeit ist ein unschätzbares Gut für die persönliche und gesellschaftliche Entwicklung."

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins, ergänzt: "Wir freuen uns, dass Millionen von Lesebegeisterten mit uns seit zwanzig Jahren am 23. April das Buch und das Lesen feiern. Bücher sind in unserer Gesellschaft unersetzlich. Sie tragen zur Entwicklung des Einzelnen bei und regen wichtige Diskussionen an. Qualität und Vielfalt auf dem Buchmarkt bleiben nur erhalten, wenn Autoren und Verlage für ihre Arbeit angemessen entlohnt werden. Deshalb setzen wir uns für ein starkes Urheberrecht ein, das auch in der digitalen Welt Bestand hat."

Aktion "Ich schenk dir eine Geschichte"

"Zur Welttags-Tradition gehört es, dass sich Menschen gegenseitig Bücher schenken", erläutert Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Das Verschenken von Büchern stehe daher seit jeher im Mittelpunkt der Welttags-Aktionen der Stiftung. "Damit wollen wir insbesondere diejenigen für das Lesen begeistern, die bislang wenig oder gar nicht lesen." 

Eine Spitzenbeteiligung melden die Welttags-Partner im Jubiläumsjahr für die Buchgutschein-Aktion "Ich schenk dir eine Geschichte": Über 850.000 Schülerinnen und Schüler aus 33.000 Klassen erhalten von rund 3.700 Buchhandlungen in Deutschland das Welttags-Buch "Die Krokodilbande auf geheimer Mission" von Dirk Ahner.

Die Aktion wird organisiert von der Stiftung Lesen zusammen mit dem Bundesverband und den Landesverbänden des Börsenvereins und wird bundesweit von den Buchhändlern vor Ort, dem cbj Verlag, der Deutschen Post AG sowie dem ZDF unterstützt.

Achte Lese-Reise

Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen e.V. (avj) und der Sortimenter-Ausschuss im Börsenverein veranstalten außerdem zum achten Mal die Aktion "Lese-Reise" mit rund 90 Lesungen von Kinder- und Jugendbuchautoren in Buchhandlungen.

Virtuelle Welttagswand

Zudem haben der Börsenverein mit der Kampagne Vorsicht Buch! und die Stiftung Lesen zum Jubiläum unter www.meinherzbuch.de eine virtuelle Welttagswand eingerichtet. Lesebegeisterte jeden Alters sind dazu aufgerufen, ein Bild von sich mit einem ihrer Lieblingsbücher aus den letzten 20 Jahren sowie ein kurzes Statement zu posten und so Teil der Welttags-Bewegung zu werden.

Hintergrund

Die UNESCO-Generalkonferenz hat 1995 den 23. April zum "Welttag des Buches und des Urheberrechts" ausgerufen. Das Datum geht auf eine Tradition in Katalonien zurück: Zum Namenstag des Schutzheiligen St. Georg werden dort Rosen und Bücher verschenkt. Der 23. April ist zugleich der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

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1 Kommentar/e

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  • Heinz Mehrlich

    Heinz Mehrlich

    Eine wunderbare Idee, den Tag des Buches zu feiern. Ich möchte an die UN Konvention für die Rechte behinderter Menschen erinnern, die auch den Zugang zu Bildung besonders zu Büchern, Zeitungen und Zeitschriften vorsieht.
    Leider sind die e-Bock-Apps deutscher Anbieter kaum zugänglich, die von Apple iBooks in grossem Umfang und viel gescholtene Amazon-App immerhin noch ganz brauchbar. Stellen Sie sich vor Sie könnten je nach Behinderungart nur etwa 5 % der Bücher lesen. Darüber regt sich hierzulande kaum jemand auf. Dabei wäre es mit geringen Aufwand möglich ein gutes Leseerlebnis für sehbehinderte und blinde Menschen zu schaffen, und so würden noch viele andere Menschen die schon glauben durch eine Brille sehbehindert zu sein als Kunden gewonnen und und gebunden. Ich werde mich weiter im Rahmen des Deutschen Blinden-Sehbehinderten Verbandes für die kulturelle Inklusion auch anderer behinderter Menschen einsetzen.euxu

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