Programm CONTENTshift

Der Startschuss ist gefallen

Gestern Abend fiel im Frankfurter English Theatre der Startschuss für das dreimonatige Programm CONTENTshift zur Förderung von Start-ups der Buch- und Medienbranche. Zu Wort kamen neben Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, und Dorothee Werner, Leiterin Unternehmensentwicklung,auch zwei Startups, die wissen, wie es geht.  VON KATHARINA GRöGER

Die Stimmung in James the Bar war gut, als Alexander Skipis die Gäste zum Kickoff begrüßte. In seiner Eröffnungsrede betonte Skipis die Bedeutung des digitalen Wandels für die Buch- und Medienbranche: "Ich denke, dass sich die Buchbranche bezüglich der Digitalisierung von einer ersten Schockstarre vor zehn Jahren nicht nur erholt hat, sondern die Digitalisierung als eine enorme Chance für die Branche erkannt hat." Eben diese Chance sehen auch zahlreiche Startups, die mit innovativen Ideen etwas in der Branche bewegen wollen und sich ab sofort für das EU-weite Programm CONTENTshift bewerben können. 

Wie man ein erfolgreiches Startup gründet und – noch viel wichtiger – am Leben erhält, erzählte John Ruhrmann, Mitgründer des digitalen Dienstleisters Bookwire. Seit der Gründung vor sechs Jahren ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile hat Bookwire 30 Mitarbeiter und über 1000 Verlagskunden. Für Ruhrmann ist klar, dass das Geheimnis eines erfolgreichen Startups in der Flexibilität liegt: "Startups haben eine Wandlungsfähigkeit, die großen Unternehmen häufig fehlt." 

Gleichzeitig forderte er die Platzhirsche der Branche auf, den Newcomern mit mehr Offenheit zu begegnen. Bei den Gästen der Veranstaltung rannte er mit seinem Wunsch offene Türen ein. Nicht umsonst bezeichnet die Börsenvereinsgruppe das Programm CONTENTshift als ersten "Accelerator" der Buchbranche. Das Ziel des Programms zwischen Unternehmern und Startups ist der gegenseitige Austausch: von innovativen Ideen bis hin zu branchenrelevantem Wissen. 

Wie wichtig Hintergrundwissen, Flexibilität, Erfahrungen und vor allem ehrlich Kritiker sind, musste Holger Heinze erfahren. Mit Bookarize hat Heinze bereits das zehnte Startup gegründet. Schonungslos ehrlich erzählte er Geschichten vom Scheitern und Lektionen vom Siegen, denn im Gegensatz zu vielen Mitstreitern hat Heinze die Gründe für seinen Misserfolg analysiert – nahezu seziert – und und kommt zu einem klaren Fazit: "Wir hätten mehr mit Kritikern reden müssen, die sind weitaus wichtiger als die Fans." Gleichzeitig machte Heinze aber deutlich, dass das Hinterfragen essentiell ist – seien es nun Kritiker oder zum Beispiel Investoren. Mit Bookarize setzt Heinze die eigenen Erfahrungen um – das Unternehmen setzt Inhalte aus Büchern und Zeitschriften grafisch um. 

Dorothee Werner, Leiterin Unternehmensentwicklung im Börsenverein, nutzte nach einer kurzen Unterbrechung des Kabarettisten Moritz Neumeier, der am Abend immer wieder für viel Gelächter unter den Gästen gesorgt hatte, die Aufmerksamkeit, um noch einmal das Programm CONTENTshift vorzustellen. Ab sofort haben Startups die Gelegenheit, sich für das EU-weite Programm zu bewerben. 

Die Bewerbungsphase läuft bis zum 30. Juni, das Finale wird am 20. Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse stattfinden. Mit jeweils 10.000 Euro unterstützen die Unternehmen Bonnier Deutschland, Holtzbrinck Digital, Thalia, die Thieme Gruppe und StoryDocks das Programm. Sie erhalten somit einen Platz in der Jury und direkten Kontakt zu den Startups. 

Website mit detailliertem Programm und Bewerbungsmöglichkeit:www.contentshift.de 
Twitter: @ShiftingContent
Hashtag: #cosh16

Aus dem Archiv: 
Programm CONTENTshift: Start-up-Accelerator für die Medienbranche

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