Talente differenzierter benennen

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Was kann ich am besten?

Die eigenen Stärken zu erkennen und zu definieren, ist gar nicht so leicht. Dabei ist diese Fähigkeit aus Sicht der Karriereberaterin Svenja Hofert essenziell, um den richtigen Job zu ergreifen und erfolgreich auszuüben. MARCUS SCHUSTER

Es ist die Klassikerfrage im Vorstellungsgespräch: "Was sind Ihre Stärken?" Wer da nicht mehr zu bieten hat als "Empathie" oder "Zuverlässigkeit", bleibt unnötig blass. Denn das sagen vermutlich alle anderen Bewerber auch, sodass die vermeintliche Stärke schnell zu einem Allgemeinplatz wird.

Mit ihrem Buch "Was sind meine Stärken?" (Gabal, 224 S., 24,90 Euro) möchte die Karriereberaterin und Wirtschaftspsychologin Svenja Hofert ihre Leser dazu animieren, die eigenen Talente differenzierter zu benennen und sich konsequent an ihnen zu orientieren. "Wer seine Stärken kennt, kann ­diese leichter sehen und ergreifen", schreibt sie in ihrem Ratgeber, der bereits die dritte Auflage erreicht hat.

Svenja Hofert

Svenja Hofert © Gabal Verlag

Hofert entwirft ein Repertoire von 50 bildhaft beschriebenen Stärken aus fünf Bereichen: denken (Denker), steuern (Lenker), sprechen (Kommunikator), organisieren (Manager) und kreieren (Künstler). Sie nennt sie die fünf Leitstärken. Auf dieser Basis können sich die Leser mit Hoferts "StärkenNavi­gator-Test" (im Buch oder auf https://worklifestyle.net/) ihr individuelles Stärken-Profil erstellen. Theoretisch sind 2.500 Kombinationen möglich. "Der Test gibt Ihnen einen tieferen Einblick, auch in die Welt Ihrer Nicht-Stärken, die andere Schwächen nennen", schreibt Hofert.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: berufliche Neuorientierung, Bewerbung, Teamarbeit sowie Selbst- und Fremdbild. Selbst wer keinen kompletten Neuanfang anstrebt, kann mit dem Modell zumindest schlummernde Stärken herauskitzeln. "Oft reicht ein neuer Impuls", erklärt die Autorin. "Warum das Schreibtalent nicht neben­beruflich nutzen, weshalb die Komponisten-Stärke nicht privat anwenden?" Hofert möchte zum Querdenken anregen, bestimmte Stärken, die bisher nicht gefragt waren, im Job einzubringen.

Für die langfristige Potenzialentwicklung gilt es zunächst, die eigene Leitstärke zu bestimmen. Sobald ein berufliches Ziel festgelegt wurde, etwa die Übernahme einer Führungsposition, kommen die "Fokusstärken" ins Spiel – das sind Fähigkeiten, die jeder unterschiedlich ausgeprägt beherrscht und die in der aktuellen Situation gefragt sind, um das berufliche Ziel zu erreichen. Der Leser muss nun für sich definieren, in welchem Verhalten und ­welchen Situationen genau sich diese Stärken zeigen und durch welche Maßnahmen sie entwickelt werden können, etwa durch Coaching.

Ein aufwendiger Prozess, der sich am Ende lohnt. Hoferts Modell basiert auf der positiven Psychologie, die nicht von den Defiziten eines Menschen ausgeht, sondern von den Stärken, die sich ein jeder zunutze machen kann.

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