Antiquariat

"Who owned this?"

3. März 2019
von Börsenblatt Online
"Libraries and the Rare Book Trade consider issues surrounding Provenance, Theft and Forgery". Im Vorfeld der New Yorker Antiquariatsmesse findet am 5. März in den Räumen des Grolier Club eine Konferenz zu zentralen Branchenthemen statt.

Themen wie "Provenienz" und Bibliotheksdiebstähle nehmen im internationalen Kunst- und Antiquariatshandel eine immer größere Bedeutung ein, nicht nur im Zusammenhang des Bücherraubs während des "Dritten Reichs", sondern auch im Rahmen aktueller Kulturgutschutzgesetzgebung. Welche Fragen ergeben sich daraus für den Handel? Welche Informationen benötigen Bibliotheken heute, um Ankäufe vorbereiten zu können? Können sich Vertreterinnen und Vertreter aus den Bibliotheken und aus dem Antiquariatshandel auf gemeinsame Standards einigen? Und ist der "Code of Ethics" der ILAB noch zeitgemäß oder bedarf er der grundlegenden Überarbeitung? Diesen und anderen Themen widmet sich die New Yorker Tagung (vollständiges Programm siehe hier).

Vorträge halten unter anderem David Zeidberg, Margaret Ford, Rob Rulon Miller und Pom Harrington. Besonderes Interesse aus deutscher Sicht darf etwa auch der Tagungsbeitrag des New Yorker Antiquars Jonathan A. Hill über "This could happen to you. Misadventures in Germany" für sich beanspruchen ("Jonathan Hill, based in New York, will talk about his experience of buying several items at auction in Germany which he later learned did not have clear title at the time of the sale. He will discuss the complications of the laws regarding stolen material in Germany, Sweden, Switzerland, Qatar, and the United States.").

Veranstalter der in dieser Form sehr innovativen Konferenz ist die International League of Antiquarian Booksellers (ILAB), "co-sponsors" sind der amerikanische Antiquariatsverband ABAA und der Grolier Club.

Geplant ist eine Dokumentation der seit längerer Zeit ausgebuchten Konferenz über den Video Channel des Grolier Club (siehe hier).