AkS

Tausend Tipps für die Praxis

23. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Mehr als 90 Prozent aller Werbeinformationen werden nicht beachtet – weshalb Cornelsen-Autor Michael Böhm den 60 Buchhändlern, die sich am Wochenende zur Jahrestagung des Arbeitskreises unabhängiger Sortimente (AkS) in Homburg / Saar getroffen hatten, Mut machte, sich in ungewöhnlichen Aktionen zu versuchen. Guerilia-Marketing war aber nur eines von zahlreichen Themen der Tagung, die unter dem Motto »Erfolgreich werben mit schmalem Budget« stand.  

Allen gemeinsam war die Nähe zur Praxis. Und sie sollten die Sortimenter aufrütteln, alte Gleise zu verlassen und neue Wege zu gehen. Neue Rechnungskunden zu akquierieren ist für die meisten eher eine lästige Übung, viele fühlen sich in der Rolle des Klinkenputzers. Haufe-Vertriebsleiter Mirza Hayit gab zahlreiche Tipps, wie Buchhandlungen als C-Lieferanten in die Rolle eines Geschäftspartners kommen können. Der wohl wichtigste Schritt dabei: Herausbekommen, wo der aktuelle Bedarf des Kunden liegt und vor allem: Er muss im persönlichen Gespräch deutlich spüren, dass ihn der Buchhändler versteht.


Manfred Queißer, der selbst einige Jahre im AkS-Sprecherkreis vertreten war,  zeigte, wie kleinere Sortimente Marktlückenutzen können: Er stellt regionale Kalender für seine Kunden in kleinen Auflagen her und für jedes Werk eine eigene Website, etwa www.saarkalender.info.


Im digitalen Bereich zeigte AkS-Sprecherin Andrea Nunne Homepages, die vier Buchhandlungen im Rahmen eines AkS-Projekts mit Experte Reinhard Gloggengiesser erstellt hatten. Mit Unterstützung der Verlage Hanser und ArsEdition hatten sich die Buchhändler ein Baukastensystem erarbeitet, das auch für andere Buchhandlungen kostenlos zur Verfügung steht. Wer sich dafür interessiert, kann es übrigens unter www.aks-webprojekt.de herunterladen. Und sich unter www.buecherco.de, www.buecher-hoffmann.de und www.buechereck-vellmar.de schon einmal anschauen, wie es die Kollegen gemacht haben.