Berlin

Am Prenzlauer Berg wachsen Bücher an Bäumen

23. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
In Berlin Prenzlauer Berg ist vieles anders als andernorts. Da passt es, dass an Bäumen Bücher wachsen. Vier Stämme ragen dort, wo die Sredzki- und die Kollwitzstraße aufeinander treffen, vor dem Cafe Anna Blume aus der Erde. Sie sind da nicht wirklich allmählich in die Höhe gewachsen, sondern hingestellt worden. Jeder Stamm mit kleinen Fächern – als Platz für Bücher.
Jetzt zu Pfingsten konnte man ein kleines Inselbändchen von Hofmannsthal dort finden und ein Taschenbuch von Gabriele Wohmann. Darüber hinaus Bücher mit so schönen Titeln wie »Theorie und Praxis der Personalentwicklung«, manches auch nur als rasch zusammengeheftete DIN-A-4-Kopie.

Wie viele Menschen hier glücklich fündig werden, ist schwer zu sagen. Wie rasch das Sortiment wechselt, lässt sich zumindest in Augenschein nehmen. Als Bücherwald haben die handwerklich begabten Bookcrosser ihr öffentliches Buchregal tituliert. Das ist ein bisschen übertrieben. Aber schön ist es trotzdem.