Übersetzerin aus dem Polnischen

Karin Wolff gestorben

Am 29. Juli ist in Frankfurt an der Oder die Übersetzerin Karin Wolff verstorben. Sie hat mehr als als 200 Werke aus dem Polnischen übertragen, viele davon selbst entdeckt und "unter hohem persönlichen Aufwand an deutschsprachige Verlage vermittelt", teilt die Friedenauer Presse mit.

Besonders die Literatur und Geschichte der polnischen Roma und Juden "lagen ihr am Herzen, für deren Erhalt kämpfte sie unermüdlich", so der Berliner Verlag. 15 Jahre nach der Veröffentlichung auf Polnisch erscheinen nächsten Monat die Erinnerungen des polnischen Rom Edward Dębicki bei der Friedenauer Presse. Karin Wolff hatte das Buch ihres Freundes und Weggefährten zuerst ohne Auftrag übersetzt und durch ihr Engagement das Erscheinen der deutschen Ausgabe, die den Titel "Totenvogel" trägt, ermöglicht. Unter dem Namen "Schwarze Katze" hatte Wolff auch Texte der polnischen Gewerkschaftsbewegung Solidarność ins Deutsche übertragen, wofür ihr der spätere Staatspräsident Lech Walesa mit einer Verdienstmedaille gedankt hatte. Die Übersetzerin hat auch die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

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