Antiquariat

Antbo abgeschaltet?

Die Seite der Antiquariatsplattform Antbo, die seit Monaten in der Kritik steht, kann seit letzter Woche nicht mehr aufgerufen werden. Hintergrund unklar.

Die in den vergangenen Tagen mehrfach von Antiquaren an die Redaktion gerichtete Frage, ob dies nun die seit längerer Zeit erwartete endgültige Abschaltung der Seite ist, muss vorerst offen bleiben. Andreas Schnellbacher (Berlin), der Betreiber von Antbo, ist telefonisch nicht erreichbar und reagiert auch nicht auf eine E-Mail.

Bereits 2015 hatten Antiquare verschiedentlich ihren Unmut über Antbo geäußert, weil man längst über andere Kanäle verkaufte Bücher nicht aus der Antbo-Datenbank löschen konnte (siehe die boersenblatt.net-Nachricht vom 17. Oktober 2015 hier). Ein geplanter Verkauf der Seite an Thomas Benedix (Köln), zu diesem Zeitpunkt noch als Programmierer für die Genossenschaft der Internet-Antiquare (GIAQ) tätig, war zuvor gescheitert. 

Begründet wurde Antbo im Jahr 2000 von dem Berliner Antiquar Kurt-Georg Zeisig. Vor allem in den Anfangsjahren profitierte die Seite unter den Antiquaren von einem Sympathiebonus – Zeisig bot mit Antbo eine mögliche Alternative zum ZVAB an, galt als engagiert und berücksichtigte die Interessen und Anliegen der Anbieter.

Die Übergabe von Antbo an Andreas Schnellbacher erfolgte zum Jahresbeginn 2010. Ihre wirtschaftliche Bedeutung hatte die Plattform nach Aussage von Branchenteilnehmern zu diesem Zeitpunkt weitgehend verloren.

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