Jahresbilanz 6: Jörg Sundermeier, Verbrecher Verlag

"Seit meine Frau in der Geschäftsführung ist, wird präziser geplant"

Bis zum 31. Dezember kommt auf boersenblatt.net jeden Tag eine Branchenpersönlichkeit zu Wort. Unsere kleine Jahresbilanz, verbunden mit einem Ausblick auf 2017. Heute: Jörg Sundermeier über die Zuneigung seiner Autoren, die Schatten des VG Wort-Urteils und den Einstieg seiner Frau in die Geschäftsführung des Verbrecher Verlags.

Über dem Jahr liegt der Schatten des VG Wort-Urteils. Welche Auswirkungen hatte das auf Ihre Programmgestaltung?
Tatsächlich müssen wir unser Programm einschränken, einige Projekte wurden nun verschoben. Das ist schade, aber unvermeidlich. Und sehr ärgerlich. Dennoch versuchen wir, das Beste aus der Situation zu machen.

Was ist Ihnen in diesem Jahr misslungen?
Einige wenige unserer Bücher haben - das kann ich leider in jedem Jahr sagen - nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Wir müssen weiter daran arbeiten, dass sich das ändert. Auch ist bedauerlich, dass wir erst in den vergangene Monaten - etwa mit der Aktion #verlagebesuchen - begonnen haben, der Öffentlichkeit einen genaueren Einblick in die Verlagsarbeit zu geben. Da ist viel Zeit verlorengegangen.

Und worüber haben Sie sich gefreut?
Über die Zuneigung und solidarischen Aktionen unserer Autorinnen und Autoren - etwa anlässlich der drohenden VG-Wort-Rückforderungen. Und ganz besonders über die immer weiter ansteigende Beliebtheit unserer Bücher im Buchhandel. Viele Buchhändlerinnen und Buchhändler haben uns ins Herz geschlossen. Und wir sie! Und nur daher haben wir die Möglichkeit, kostspielige Projekte wie den mehrbändigen Großroman "Das Büro" von J.J. Voskuil weiter zu verfolgen.

Seit Juni ist Kristine Listau Mit-Gesellschafterin des Verlags. Wie hat sich die Zusammenarbeit seither verändert?
Meine Frau hat schon vorher die Geschäftsführung unseres Verlages übernommen. Ebenso war sie bereits bei der Programmplanung und im Lektorat mit dabei. Da war der Eintritt in die Verlagsverantwortung der konsequente Schritt. Und seither wird hier präziser geplant.

Bald gibt es Geschenke. Was wünschen Sie sich?
Der politische Jörg Sundermeier wünscht sich, dass alle Wählerinnen und Wähler verstehen, dass der Demokratie nicht geholfen ist, wenn sie Autokraten wählen, die die Demokratie verachten. Und dass alle verstehen, dass diese Autokraten abwählbar sind. Der Leser Jörg Sundermeier freut sich wie ein Kind auf "Didi & Stulle – Die Gesamtausgabe" von Fil.

Bisher erschienen:


Es folgt:

Jördis Beatrix Schulz, Tolino Publishing

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