Landesentscheide im Vorlesewettbewerb des Börsenvereins

Sie fahren zum Finale

Im Mai laufen die Landesentscheide zum Vorlesewettbewerb 2017/18 des Börsenvereins. Die Sieger dürfen im Juni zum Bundesfinale nach Berlin fahren − die ersten Finalisten stehen bereits fest. Update: Ergänzt um die Landesentscheide Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Die Teilnehmer des Landesentscheids in Nordrhein-Westfalen

Die Teilnehmer des Landesentscheids in Nordrhein-Westfalen © Regionalgeschäftsstelle NRW, Börsenverein

Die bisher gekürten Landessieger, die am Juni beim Bundesfinale in Berlin antreten, sind:

Bayern:

  • Bayerns beste Vorleserin ist Lilly-Mae Green aus Landau in Niederbayern. Sie gewann am 7. Mai den Landesentscheid in der Volksbücherei Fürth, setzte sich dabei gegen 15 andere Teilnehmer durch.

Baden-Württemberg:

  • Im Stuttgarter SpardaWelt Eventcenter wetteiferten am 16. Mai zwölf Bezirkssieger und den Landessieg. Durchsetzen konnte sich Emilie Huchler aus Aulendorf.

Berlin:

  • Am 9. Mai trafen sich zwölf Teilnehmer zum Landesentscheid in der Zentral- und Landesbibliothek (Berlin-Saal). Gewonnen hat Johnny Zimmermann von der Grundschule im Blumenviertel.

Brandenburg:

  • Der Landesentscheid wurde am 3. Mai im Gothischen Haus (Brandenburg/Havel) veranstaltet. Unter sechs Teilnehmern ging Hanna Gelmroth aus Michendorf (OT Wildenbruch), Grundschule am Kiefernwald, als Landessiegerin hervor.

Bremen:

  • Die Stadtbibliothek im Wallsaal war am 14. Mai der Ort des Landesentscheids. Siegerin wurde Mia Woraschk von der Johann-Gutenberg-Schule in Bremerhaven

Hamburg:

  • Hier fand der Landesentscheid am 3. Mai in den Hamburger Bücherhallen (Zentralbibliothek) statt. Landessiegerin wurde Lena Darcy Richter vom Heilwig-Gymnasium Alsterdorf.

Die Teilnehmer in Hessen: Zweite von links ist Emily Stromann

Die Teilnehmer in Hessen: Zweite von links ist Emily Stromann © LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Hessen:

  • Im Landesentscheid in der Sparda-Bank (Frankfurt Europaviertel) setzte sich Emily Stromann vom Goethe-Gymnasium in Frankfurt gegen sieben weitere Teilnehmer durch.

Mecklenburg-Vorpommern:

  • 15 Vorleser hatten sich für den Landesentscheid am 8. Mai im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin qualifiziert. Josefine May von der Evangelischen Schule "Peeneburg" Anklam hat sich dabei für den Bundesentscheid in Berlin qualifiziert.

Niedersachsen:

  • Am 16. Mai im BlueNote in Osnabrück. Es gewann Leni Fehlhauer vom Gymnasium Carolinum in Osnabrück.

Nordrhein-Westfalen:

  • Am 16. Mai traten im Gemeindezentrum St. Johannes in Bochum 18 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe sechs zum Landesentscheid an. Siegerin wurde Victoria Schaay aus Rheinbach.

Rheinland-Pfalz:

  • Der Landesentscheid wurde am 8. Mai im Mainzer Otto-Schott-Gymnasium abgehalten. Bester Vorleser wurde Leon Christen vom Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier (dort hat Karl Marx Abitur gemacht)

Die Teilnehmer des Landesentscheids Schleswig-Holstein

Die Teilnehmer des Landesentscheids Schleswig-Holstein © GEORGIEW photography, Hannover

Saarland:

  • Die Teilnehmer des Landesentscheids trafen sich am 18. Mai im Forum der Saarbrücker Zeitung (Saarbrücken). Landessieger wurde Leander Neudeck vom Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium in Völklingen. Er setzte sich gegen sieben Mitbewerber durch und las aus Michael Endes "Die unendliche Geschichte".

Die Teilnehmer des Landesentscheids Saarland, mit Landessieger Leander Neudeck (untere Reihe, 2.v.l.)

Die Teilnehmer des Landesentscheids Saarland, mit Landessieger Leander Neudeck (untere Reihe, 2.v.l.) © LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland im Börsenverein

Sachsen:

  • Der Landesentscheid fand am 7. Mai in der Stadtbibliothek Leipzig statt. Gewinnen konnte Lina Mathilde Jerofsky aus Dresden.

Landesentscheids in Sachsen-Anhalt, vorn in der Mitte: Franziskus Wilkening

Landesentscheids in Sachsen-Anhalt, vorn in der Mitte: Franziskus Wilkening © LV Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Sachsen-Anhalt:

  • Austragungsort war am 25. Mai die Anhaltische Landesbücherei in Dessau. Franziskus Wilkening aus Haldensleben, Schüler des Internationalen Gymnasiums Pierre Trudeau in Barleben, wurde Landessieger.

Schleswig-Holstein:

  • Für den Landesentscheid am 16. Mai im Landeshaus in Kiel qualifizierten sich sechs Teilnehmer. Jona Tophinke, Schüler des Gymnasium und der Gemeinschaftsschule des Schulverbandes Amt Föhr-Amrum auf Wyk auf Föhr wurde von der Jury zum besten Vorleser Schleswig-Holstein gekürt.

Thüringen:

  • Das Stadttheater Hildburghausen war am 16. Mai der Veranstaltungsort des Landesentscheids, bei dem Sven Gabriel aus Erfurt als Landessieger gekürt wurde.

Finale im Juni in Berlin

Der Börsenverein lädt die Landessieger für drei Tage zum Finale nach Berlin ein − die Abschlussveranstaltung ist am 20. Juni. Für alle Teilnehmer gibt es Urkunden und Bücher als Preise. Die Bundessiegerin oder der Bundessieger erhält eine Medaille, einen Bücher-Scheck über 50 Euro und wird zum nächsten Finale in die Jury eingeladen. Für seine Schule gewinnt er oder sie einen Wanderpokal, den Besuch eines Autors und ein umfangreiches Buchpaket für die Schulbibliothek.

Zum Wettbewerb

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels findet bereits zum 59. Mal statt. Er wird jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und anderen kulturellen Einrichtungen durchgeführt. Der Vorlesewettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. 567.000 Sechstklässler aus 6.904 Schulen haben sich am Wettbewerb 2017/18 bundesweit beteiligt.

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2 Kommentar/e

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  • Dr. Tessa Debus

    Dr. Tessa Debus

    Ist es eigentlich immer noch so, dass es bei dem Vorlesewettbewerb keine Differenzierung gibt? Das Problem ist doch, dass Kinder und Jugendliche aus bildungsnahen Haushalten einen wesentlichen Vorteil haben. Aus meinem Landesverband habe ich diese Kritik bereits häufiger gehört, dass Schüler, aus bildungsschwacherem Umfeld (leseschwächeren) nicht "trauen" bzw. demotiviert sind. Klar, kann man sagen, das ist eben so, es geht ja um das Vorlesen. Aber die Schule beschäftigt sich mit Inklusion. Sollten wir auch den Vorlesewettbewerb nicht mal entsprechend überdenken? Wenn dies bereits berücksichtigt wird, dann mea culpa. Sonst bitte als Anregung verstehen.

  • Lesende

    Lesende

    Dann machen Sie doch mal einen Vorschlag, liebe Frau Dr. Debus, wie man den Bildungsstand bestimmen soll? Dass Gymnasiasten nicht generell besser lesen als Kinder aus anderen Schulformen, geschweige denn grundsätzlich bildungsnah sind und alle anderen bildungsfern, dürfte ja wohl klar sein. Danach kann man also nicht gehen.
    Und wenn man denn die Nahen von den Fernen differenziert hat (Gänsehaut-Vorstellung!), wie geht's dann weiter? Soll man zwei Preise einführen? Einen für den Besten der Schlechten und einen Preis für den Besten der Besten? Diese Idee mag ich gar nicht weiterdenken.
    Natürlich dient dieser Wettbewerb der Leseförderung und das Mitmachen ist alleine schon viel wert. Aber es ist doch eben auch ein Wettbewerb.
    Grundsätzlich bin ich auch dafür, Verfahrensweisen zu überdenken. In diesem Fall finde ich das allerdings unnötig. Denn das Prinzip ist doch ganz einfach:
    Lies vor, gib alles, stelle dich den anderen Vorlesern. Freude, Tränen, Geschenke für Alle.

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