Preisentwicklung 2023
Bücherpreise steigen
13. Februar 2024
Der Durchschnittspreis für ein verkauftes Buch zieht seit 2019 kräftig an. Frische Zahlen von Media Control.
Der Durchschnittspreis für ein verkauftes Buch zieht seit 2019 kräftig an. Frische Zahlen von Media Control.
Die Preise kennen seit 2019 nur eine Richtung: nach oben. Kundinnen und Kunden haben 2023 durchschnittlich 15,07 Euro für ein gekauftes Buch gezahlt. Im Mehrjahresvergleich mit 2019 bedeutet das ein Plus von 10,9 Prozent. Gemessen am Vorjahr 2022 ergibt sich immerhin noch eine Verbesserung um 4,9 Prozent. Das zeigt eine Auswertung des Branchen-Monitors Buch des Börsenvereins, für den Media Control die Daten erhebt. Die Preissteigerungen ziehen sich dabei durch alle Hauptwarengruppen, was ausgesprochen erfreulich ist.
10,9% in vier Jahren einen "kräftigen Preisanstieg" zu nennen und mit "Bücherpreise steigen" zu titeln ist bei einer allgemeinen Steigerung des Verbraucherpreisindexes des Statistischen Bundesamts im gleichen Zeitraum um 16,7% wohl nicht mal mehr als Witz zu bezeichnen. Es handelt sich hier vielmehr um eine reale Preisminderung um 6,8%! Ich verstehe diese Berichterstattung nicht mehr. Es wird den unabhängigen Buchhandel in der Fläche nicht mehr lange geben, wenn die Situation so bleibt. Und damit entfällt dann auch ein wichtiges Argument für die Preisbindung. Kein Grund zum Jubeln, wie ich finde.
Veit Hoffmann
Buchhandlung Hoffmann, Achim und Buchhandlung Jost GmbH, Bonn
da kann ich Ihnen nur zustimmen!
Ich habe den Eindruck, dass man seitens des Börsenblatts um jeden Preis "gute Stimmung" verbreiten will, nur dass "think positiv" nichts daran ändert, dass die wirtschaftliche Situation für Buchhandlungen immer (noch und noch und noch) schwieriger wird.
Aber Hauptsache die Kapelle spielt weiter auf unserer Titanic - wir gehen dann zumindest mit netter Musik unter ;-<>