Preisverleihung im Dezember im Literaturhaus Wien

Exil-Literaturpreis geht an Tamara Štajner

5. August 2026
Redaktion Börsenblatt

Für ihren Roman "Luft nach unten" (Zsolnay) erhält Tamara Štajner den Hauptpreis der diesjährigen Exil-Literaturpreise. Der Titel steht außerdem auf Platz 1 der ORF-Bestenliste für August. 

Tamara Štajner

Tamara Štajner 

Barbara Zwiefelhofer aus der Jury des Exil-Literaturpreises erklärt: "Schonungslos aber nicht ohne Empathie erzählt Tamara Štajner von transgenerationalen Traumata und einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Virtuos lässt sie mit wenigen, klug gesetzten Strichen so hochkomplexe Gebilde wie Lebensläufe und Beziehungsgewebe – mit all den Erwartungen und Plänen, den Enttäuschungen und Zurückweisungen – vor den Augen der Leser:innen erstehen, bevor die zuvor aufgebaute Spannung im letzten Akt dieses virtuosen Kammerspiels verglüht."

Über die Autorin

Tamara Štajner, geboren 1987 in Novo Mesto, Slowenien, ist Bratschistin und Schriftstellerin. Sie schreibt auf Slowenisch und Deutsch. 2024 gewann sie den Lyrikpreis Meran, beim Ingeborg-Bachmann-Preis wurde ein Auszug aus "Luft nach unten" mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet. 2023 erschien ihr Debütroman "Raupenfell". Sie lebt und arbeitet in Wien.

Über die Auszeichnung

Die Exil-Literaturpreise werden seit 1997 vom "verein exil" vergeben und von der Literaturabteilung der Stadt Wien/Kultur gefördert. Die Auszeichnung dient der Förderung von Autor:innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisverleihung findet am 11. Dezember um 19 Uhr im Literaturhaus Wien statt.