Die Jury – bestehend aus Carolin Callies, Irene Ferchl, Nancy Hünger, Walle Sayer und Wolfgang Tischer – begründet ihre einstimmige Entscheidung wie folgt: "In einem geschlossenen Gedichtzyklus bauen wir zunächst mit dem lyrischen Ich behutsam die Insel im Norden, die bei Jaqueline Isabell Grosser zum 'Eyes land' wird. Wir erleben eine Sammlerin von Eindrücken und Fundstücken. In herausstechenden und archaischen Bildern lässt sie die Natur des Landes selbst zu Wort kommen: In Vulkanen und Kratern bricht Sprache auf. 'Sprachbunker' ringen mit den technischen Geräten der Touristen, so wird das Eyesland lyrisch gekonnt in der Gegenwart verankert. Dabei wird die geologische Bildsprache zugleich zum Symbol für Nähe, Verletzung und Erinnerung – Gestein ist nicht nur Landschaft, sondern bildet poetisch ab, was zwischen Menschen geschieht."
Die öffentliche Preisverleihung findet am Montag, 19. Oktober um 18.30 Uhr in der Stadtbücherei Gerlingen statt. Die Laudatio auf Jaqueline Isabell Grosser hält Wolfgang Tischer.