In ihrem literarischen Werk, das Prosa, Lyrik und Drama umfasst, setzt sich Kato Javakhishvili unter anderem mit politischer Gewalt, historischer Erinnerung und Macht auseinander. Daneben hat die für ihre proeuropäische Haltung bekannte Intellektuelle in Tiflis die NGO Art & Society gegründet. Auch hat sie Kulturprojekte organisiert, darunter das von der Friedrich-Ebert-Stiftung geförderte Georgiens europäischer Weg.
Spätestens 2024, mit Inkrafttreten des sogenannten Agentengesetzes, das Medien und NGOs in Georgien stark reguliert, geriet Kato Javakhishvili laut PEN Deutschland ins Visier staatlicher Organe. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits eine namhafte Autorin: eingeladen zur Frankfurter Buchmesse und zu internationalen Literaturfestivals; ihr Werke in acht Sprachen übersetzt. Nun hat PEN Deutschland sie in sein Stipendienprogramm Writers-in-Exile aufgenommen.
Javakhishvili möchte während ihres Stipendiats an einem autobiografischen Roman arbeiten. Mit dem Text will sie, wie sie sagt, "die psychologische und emotionale Erfahrung untersuchen, das eigene Land unter Druck verlassen zu müssen und in einer fremden Umgebung zu versuchen, ein Gefühl des Selbst wiederherzustellen".