"Wir spüren eine Nachfrage nach unseren Dienstleistungen"
In der vergangenen Woche stellte Zeitfracht bei einem Rundgang die neuen, zusätzlichen Hallen in Erfurt vor. Die neue Fläche soll zu einem guten Teil kleinen und mittleren Verlagen zugute kommen. Was wurde außerdem inzwischen für verbesserte Abläufe im Finanzbereich getan? Börsenblatt-Chefredakteurin Christina Schulte sprach mit der Zeitfracht-Geschäftsführung, Thomas Raff und Wolfram Simon-Schröter, darüber.
Nicht an uns vorbeigegangen allerdings ist die problematische Zahlungsmoral seitens Zeitfracht VA bei Remissionen, über die ich bislang an dieser Stelle ebenfalls noch nichts erfahren habe. Die beträgt teils mehr als 4 Monate, ist empörend und wird in der Branche durchaus fleißig diskutiert – nur im Börsenblatt auch in diesem Beitrag nicht thematisiert.
Noch empörender ist allerdings die Kommunikation von Zeitfracht und den jeweiligen Verlagen, denn von beiden Seiten hört man in diese Richtung – na wat nu? NIX! Ich möchte dezent anmerken, dass weder Amazon und noch Thalia ähnlich lang auf Gutschriften warten dürften – noch Fragen?
Bei den Besuchen der Verlagsvertreter bekommt man inzwischen teilweise gesagt, dass die 4 Monate ja fast schon ein Glücksfall seien, bei anderen hätte es schon länger gedauert und man solle doch persönlich beim Vertreter selbst die ausstehende Gutschrift anmahnen, dann ginge es schneller.
Ein Umkehrschluss meinerseits: Von eingeübten und langjährigen Handelspartnern erwarte ich bei Problemen (von wem auch immer verursacht) eine offene, direkte und besonders eine proaktive Kommunikation uns Sortimenten gegenüber AUCH von den betroffenen Verlagen. Und ich erwarte im Zuge dessen so gar nicht, dass ich die Vertreter anfragen und als Inkassounternehmen gebrauchen muss, um schneller an mein Geld zu kommen, wenn dem Verlag die Problematik mit Zeitfracht schon länger bekannt ist und die eigene Handhabe angeblich komplett entgleitet. DAS ist EUER Job!!!
Hübsch hingegen anzusehen ist, dass Herr Raff in einem der Bilder des Beitrags den Bauhelm abgenommen hat und offensichtlich keine Angst mehr davor hat, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Nun ja, man nimmt alles, was auf eine Palette passt und nicht zappelt, das ist irgendwie logisch. Ob sich damit angesichts der KNV-Vorgeschichte groß Werbung in Richtung kleinerer und mittlerer Verlage machen lässt?
Jens Bartsch – Buchhandlung Goltsteinstraße in Köln