Bildergalerie: Deutscher Buchpreis

Die 20 Nominierten

Jedes Jahr nominiert die Jury des Deutschen Buchpreises 20 Titel, die auf die Longlist kommen. Diese erste Auswahl bietet Lesestoff vom Feinsten, aktuell und preisverdächtig. »Die Nominierten 2018. Leseproben« gibt es für Buchhändler bei der <a href="https://www.mvb-online.de/microsites/deutscher-buchpreis/das-buch-zur-longlist/">MVB</a>, für Kunden in vielen Buchhandlungen. In welcher, ist der großen <a href="https://www.buchhandlung-finden.de/">Karte</a> zu entnehmen.

Jedes Jahr nominiert die Jury des Deutschen Buchpreises 20 Titel, die auf die Longlist kommen. Diese erste Auswahl bietet Lesestoff vom Feinsten, aktuell und preisverdächtig. »Die Nominierten 2018. Leseproben« gibt es für Buchhändler bei der MVB, für Kunden in vielen Buchhandlungen. In welcher, ist der großen Karte zu entnehmen.

»Lebt wohl, Ihr Genossen und  Geliebten! Tod eines Patrioten« überrascht durch die ungewöhnliche Form – es handelt sich um ein Requiem in reimlosen Versen, das eine bedrückende Vatergestalt beschwört. 
Carmen-Francesca Banciu: »Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!«, PalmArtPress, 376 S., 25 €

»Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten! Tod eines Patrioten« überrascht durch die ungewöhnliche Form – es handelt sich um ein Requiem in reimlosen Versen, das eine bedrückende Vatergestalt beschwört. Carmen-Francesca Banciu: »Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!«, PalmArtPress, 376 S., 25 €

© Marijuana Gheorghiu

In ihrem Roman »Nachtleuchten«, der zurückführt in das Buenos Aires ihrer Kindheit, bleibt María Cecilia Barbetta thematisch und stilistisch ihrer alten Heimat treu.

María Cecilia Barbetta: »Nachtleuchten«, 
S. Fischer, 528 S., 24 €

In ihrem Roman »Nachtleuchten«, der zurückführt in das Buenos Aires ihrer Kindheit, bleibt María Cecilia Barbetta thematisch und stilistisch ihrer alten Heimat treu. María Cecilia Barbetta: »Nachtleuchten«, S. Fischer, 528 S., 24 €

© Marcus Hoehn

In »Sechs Koffer« geht es um eine jüdische Familiengeschichte, auch um den Kalten Krieg und den sowjetischen Geheimdienst und die Zerrissenheit einer Welt, in der kaum jemand noch da zu Hause ist, wo er geboren wurde. Im Zentrum des Ganzen steht ein dunkles Familiengeheimnis.

Maxim Biller: »Sechs Koffer«, 
Kiepenheuer & Witsch, September, 198 S., 19 €

In »Sechs Koffer« geht es um eine jüdische Familiengeschichte, auch um den Kalten Krieg und den sowjetischen Geheimdienst und die Zerrissenheit einer Welt, in der kaum jemand noch da zu Hause ist, wo er geboren wurde. Im Zentrum des Ganzen steht ein dunkles Familiengeheimnis. Maxim Biller: »Sechs Koffer«, Kiepenheuer & Witsch, September, 198 S., 19 €

© Christian Werner

Eine schmerzliche Spurensuche in der Nazizeit: Susanne Fritz spürt der Gefangenschaft ihrer Mutter nach. 

Susanne Fritz: »Wie kommt der Krieg ins Kind«, 
Wallstein, 266 S., 20 €

Eine schmerzliche Spurensuche in der Nazizeit: Susanne Fritz spürt der Gefangenschaft ihrer Mutter nach. Susanne Fritz: »Wie kommt der Krieg ins Kind«, Wallstein, 266 S., 20 €

© Burkhard Riegels

Arno Geiger widmet sich einem historischen Stoff: »Ich kann versuchen, nachvollziehbar zu machen, wie es sich anfühlt, im sechsten Kriegsjahr zu leben.«

Arno Geiger: »Unter der Drachenwand«, 
Hanser, 480 S., 26 €

Arno Geiger widmet sich einem historischen Stoff: »Ich kann versuchen, nachvollziehbar zu machen, wie es sich anfühlt, im sechsten Kriegsjahr zu leben.« Arno Geiger: »Unter der Drachenwand«, Hanser, 480 S., 26 €

© Heribort Corn

Nino Haratischwili interessiert sich dafür, wie das Erbe der zerfallenen Sowjetunion fortwirkt. Ihr nominierter Roman führt nach Tschetschenien und Georgien – mitten hinein in grausame Kriege. Es ist eine überwältigende Erzählung über Schuld und Sühne.

Nino Haratischwili: »Die Katze und der General«, 
Frankfurter Verlagsanstalt, 750 S., 30 €

Nino Haratischwili interessiert sich dafür, wie das Erbe der zerfallenen Sowjetunion fortwirkt. Ihr nominierter Roman führt nach Tschetschenien und Georgien – mitten hinein in grausame Kriege. Es ist eine überwältigende Erzählung über Schuld und Sühne. Nino Haratischwili: »Die Katze und der General«, Frankfurter Verlagsanstalt, 750 S., 30 €

© danny merz Sollsuchstelle

Franziska Hauser erzählt die Geschichte der Familie Hirsch über vier Generationen – ein deutsches Jahrhundert voller Wunden, eine Zeit der Verfolgungen und des Wiederaufbaueifers.

Franziska Hauser: »Die Gewitterschwimmerin«, 
Eichborn, 432 S., 22 €

Franziska Hauser erzählt die Geschichte der Familie Hirsch über vier Generationen – ein deutsches Jahrhundert voller Wunden, eine Zeit der Verfolgungen und des Wiederaufbaueifers. Franziska Hauser: »Die Gewitterschwimmerin«, Eichborn, 432 S., 22 €

© Olivier Favre

Der dritte Roman von Helene Hegemann beschreibt die zwölfjährige Charlie, die mit ihrer Säufer-Mutter in einer schäbigen Mietskaserne lebt und vom Balkon aus die Bungalowbewohner gegenüber beobachtet. Charlie lernt, dass es soziale Klassen gibt – dort der Wohlstand, hier die Verwahr­losung. 

Helene Hegemann: »Bungalow«, Hanser Berlin, 288 S., 23 €

Der dritte Roman von Helene Hegemann beschreibt die zwölfjährige Charlie, die mit ihrer Säufer-Mutter in einer schäbigen Mietskaserne lebt und vom Balkon aus die Bungalowbewohner gegenüber beobachtet. Charlie lernt, dass es soziale Klassen gibt – dort der Wohlstand, hier die Verwahr­losung. Helene Hegemann: »Bungalow«, Hanser Berlin, 288 S., 23 €

© Urban Zintel

Anja Kampmanns Debütroman führt in die raue Männerwelt einer Bohrinsel im Atlantik. Die Autorin selbst durfte zwar keine solche Plattform betreten, doch zahlreiche Interviews und ausgiebige Recherchen halfen, die klaustrophobische Atmosphäre eines derart isolierten Ortes einzufangen.

Anja Kampmann: »Wie hoch die Wasser steigen«, 
Hanser, 352 S., 23 €

Anja Kampmanns Debütroman führt in die raue Männerwelt einer Bohrinsel im Atlantik. Die Autorin selbst durfte zwar keine solche Plattform betreten, doch zahlreiche Interviews und ausgiebige Recherchen halfen, die klaustrophobische Atmosphäre eines derart isolierten Ortes einzufangen. Anja Kampmann: »Wie hoch die Wasser steigen«, Hanser, 352 S., 23 €

© Juliane Henrich

Die literarische Rekonstruktion der eigenen Biografie gelang Angelika Klüssendorf so überzeugend, dass mit "Jahre später" ein dritter autobiografisch grundierter Roman der Autorin die Buchpreis-Nominierungsliste erreicht.

Angelika Klüssendorf: »Jahre später«, Kiepenheuer & Witsch, 160 S., 17 €

Die literarische Rekonstruktion der eigenen Biografie gelang Angelika Klüssendorf so überzeugend, dass mit "Jahre später" ein dritter autobiografisch grundierter Roman der Autorin die Buchpreis-Nominierungsliste erreicht. Angelika Klüssendorf: »Jahre später«, Kiepenheuer & Witsch, 160 S., 17 €

© Glene Glover

Mit einer Recherche in der Familiengeschichte - über die Eltern die 1957 mit ihm aus der DDR flohen - steht der Roman Fest auf dem Boden der autobiografischen und politischen Realität – und ist doch voller Geheimnisse. 

Gert Loschütz: »Ein schönes Paar«, Schöffling & Co., 236 S., 22 €

Mit einer Recherche in der Familiengeschichte - über die Eltern die 1957 mit ihm aus der DDR flohen - steht der Roman Fest auf dem Boden der autobiografischen und politischen Realität – und ist doch voller Geheimnisse. Gert Loschütz: »Ein schönes Paar«, Schöffling & Co., 236 S., 22 €

© Bogenberger Autorenfotos

»Archipel« führt nach Teneriffa und erzählt von einer Familie inmitten eines Jahrhunderts der Umbrüche.

Inger-Maria Mahlke: »Archipel«, 
Rowohlt, 432 S., 20 €

»Archipel« führt nach Teneriffa und erzählt von einer Familie inmitten eines Jahrhunderts der Umbrüche. Inger-Maria Mahlke: »Archipel«, Rowohlt, 432 S., 20 €

© Dagmar Morath

Der Roman, in karger, poetischer Sprache geschrieben, ist eine Schule der niederschwelligen Wahrnehmung, der im Rückspiegel zugleich mit Ironie und Witz das Psychogramm seiner spröden Heldin entwickelt. 

Gianna Molinari: »Hier ist noch alles möglich«, 
Aufbau, 192 S., 18 €

Der Roman, in karger, poetischer Sprache geschrieben, ist eine Schule der niederschwelligen Wahrnehmung, der im Rückspiegel zugleich mit Ironie und Witz das Psychogramm seiner spröden Heldin entwickelt. Gianna Molinari: »Hier ist noch alles möglich«, Aufbau, 192 S., 18 €

© Christoph Oeschger

Liebe in Zeiten der Verstrahlung – und dazu die Beschreibung blühender Landschaften, in denen verborgen der Tod lauert. Inspiriert sind diese Schilderungen nicht nur von Muschgs Reise ins Sperrgebiet von Fukushima, sondern auch von der spröden Erzählkunst Adalbert Stifters. Zusammen ergibt sich daraus ein ebenso eigenwilliges wie faszinierendes Alterswerk.

Adolf Muschg: »Heimkehr nach Fukushima«, 
C.H. Beck, 244 S., 22 €

Liebe in Zeiten der Verstrahlung – und dazu die Beschreibung blühender Landschaften, in denen verborgen der Tod lauert. Inspiriert sind diese Schilderungen nicht nur von Muschgs Reise ins Sperrgebiet von Fukushima, sondern auch von der spröden Erzählkunst Adalbert Stifters. Zusammen ergibt sich daraus ein ebenso eigenwilliges wie faszinierendes Alterswerk. Adolf Muschg: »Heimkehr nach Fukushima«, C.H. Beck, 244 S., 22 €

© Atsuko Muschg

Eckhart Nickels Buch »Hysteria« heißt nicht von ungefähr so: Ein übersensibler Mann geht darin unheimlichen Veränderungen nach. 

Eckhart Nickel: »Hysteria«, 
Piper, September, 240 S., 22 €

Eckhart Nickels Buch »Hysteria« heißt nicht von ungefähr so: Ein übersensibler Mann geht darin unheimlichen Veränderungen nach. Eckhart Nickel: »Hysteria«, Piper, September, 240 S., 22 €

© Jork Weismann

Die mäandernde Erinnerungsprosa eines Zimmermanns aus Südtirol ist gespickt mit mehr als 200 ausführlichen Fußnoten. 

Josef Oberhollenzer: »Sültzrather«, 
Folio Verlag, 184 S., 20 €

Die mäandernde Erinnerungsprosa eines Zimmermanns aus Südtirol ist gespickt mit mehr als 200 ausführlichen Fußnoten. Josef Oberhollenzer: »Sültzrather«, Folio Verlag, 184 S., 20 €

© Christoph MIttermüller

Die Bewohner einer abgelegenen Bergregion geraten in den Bann eines bedrohlichen, nach Aas stinkenden Riesengeiers. Soll man ihn jagen und ausstopfen oder kultisch verehren? Komische, parodistische Untertöne stehen im Kontrast zu den düsteren Mythisierungen.

Susanne Röckel: »Der Vogelgott«, Jung und Jung, 272 S., 22 €

Die Bewohner einer abgelegenen Bergregion geraten in den Bann eines bedrohlichen, nach Aas stinkenden Riesengeiers. Soll man ihn jagen und ausstopfen oder kultisch verehren? Komische, parodistische Untertöne stehen im Kontrast zu den düsteren Mythisierungen. Susanne Röckel: »Der Vogelgott«, Jung und Jung, 272 S., 22 €

© Gerald von Foris

In seinem zweiten Roman, der von einer Programmierer-Spartakiade 1985 in Moskau erzählt, liefert Matthias Senkel unterschiedliche Lektürewege gleich mit.

Matthias Senkel: »Dunkle Zahlen«, Matthes & Seitz Berlin, 484 S., 24 €

In seinem zweiten Roman, der von einer Programmierer-Spartakiade 1985 in Moskau erzählt, liefert Matthias Senkel unterschiedliche Lektürewege gleich mit. Matthias Senkel: »Dunkle Zahlen«, Matthes & Seitz Berlin, 484 S., 24 €

© Dietze

»Gott der Barbaren« führt in das China des 19. Jahrhunderts, verhandelt dabei aber zugleich einige drängende Fragen unserer Gegenwart. 


Stephan Thome: »Gott der Barbaren«, 
Suhrkamp, September, 720 S., 25 €

»Gott der Barbaren« führt in das China des 19. Jahrhunderts, verhandelt dabei aber zugleich einige drängende Fragen unserer Gegenwart. Stephan Thome: »Gott der Barbaren«, Suhrkamp, September, 720 S., 25 €

© Heike Steinweg

Eine Gruppe zusammengewürfelter Menschen erzählt reihum an gegen die Nacht und die Angst – es ist ein uraltes Setting in zeitgemäßer Form. Denn es handelt sich um Reisende eines Fluges von Bangkok nach Zürich. 

Christina Viragh: »Eine dieser Nächte«, 
Dörlemann, 496 S., 28 €

Eine Gruppe zusammengewürfelter Menschen erzählt reihum an gegen die Nacht und die Angst – es ist ein uraltes Setting in zeitgemäßer Form. Denn es handelt sich um Reisende eines Fluges von Bangkok nach Zürich. Christina Viragh: »Eine dieser Nächte«, Dörlemann, 496 S., 28 €

© Ayse Yavas

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