Niedrige Einkommen seien im Kulturbereich überdurchschnittlich verbreitet, so das Statistische Bundesamt: Rund 33 Prozent der Erwerbstätigen in Kulturberufen erzielten 2024 ein monatliches Nettoeinkommen von unter 1.500 Euro, gegenüber rund 25 Prozent bei allen Erwerbstätigen in Deutschland. Ein höheres monatliches Nettoeinkommen von mindestens 2.500 Euro erzielten 34 Prozent der Erwerbstätigen in Kulturberufen, während es 39 Prozent bei allen Erwerbstätigen in Deutschland waren.
Besonders häufig lagen die Einkommen im unteren Bereich unter 1.500 Euro netto in den Berufen Kunsthandwerk und bildende Kunst (57 Prozent) sowie im Buch-, Kunst-, Antiquitäten- und Musikfachhandel (52 Prozent). Höhere Einkommen von über 2.500 Euro netto erzielten dagegen Beschäftigte im Produkt- und Industriedesign (54 Prozent) sowie in der Theater-, Film- und Fernsehproduktion (50 Prozent).
Die Einkommensangaben basieren auf dem im Mikrozensus erhobenen persönlichen Nettoeinkommen. Dieses umfasst laut Statistischem Bundesamt alle Einkunftsarten nach Abzug von Steuern und Sozialbeiträgen und wird in monatlichen Einkommensklassen erfasst. Unregelmäßige oder variable Einkommen werden dabei nur begrenzt abgebildet. Die Angaben beziehen sich auf Einzelpersonen, nicht auf Haushalte.