Auszeichnung

Uwe Tellkamp gewinnt den Deutschen Buchpreis

Uwe Tellkamp gewinnt mit "Der Turm" (Suhrkamp) den Deutschen Buchpreis 2008. Was gestern sonst noch geschah - hier im Live-Ticker und in einer Bildergalerie .

Uwe Tellkamp

Uwe Tellkamp © Jürgen Bauer

18.58: Uhr Die Dankesrede von Tellkamp ist kurz und bündig, anders als sein Roman: "Ich küsse meine Frau. Ich danke dem Suhrkamp Verlag. Ich danke manchen Fußtritt. Außerdem wünsche ich mir, dass auch die anderen Bücher wahr genommen werden." Jetzt bittet er die anderen Shortlist-Autoren auf die Bühne: "Es ist mir peinlich alleine auf der Bühne zu stehen." 18.54: Der Preisträger wird verkündet: Es ist Uwe Tellkamp! 18.49: Uwe Tellkamp zeigt seine Ortskarten, der er für seinen 976-Seiten "Schinken" gezeichnet hat. Für Außenstehende nicht wirklich lesbar... 18.45 Uhr: Ingo Schulze zeigt sich beim Spaziergang und denkt laut über das Paradies nach. 18.41 Uhr: Rolf Lappert rettet im Film kleine Tiere aus dem Wasser und kniet dabei mutig auf einem Sprungbrett in einem Schwimmbad. Dabei denkt er sicherlich an seinen Romanheld Wilbur. 18.38 Uhr: Iris Harnika spricht ganz entspannt rauchend und herzhaft lachend in ihrem Lieblings-Café über die Liebe. 18.34 Uhr: Sherko Fatah erklärt im Film, dass sein Buch keinesfalls nur politisch zu sehen ist. Es sei viel mehr Stoff enthalten. 18.32 Uhr: Vorstellung der Autoren in einem Kurzfilm in alphabetischer Reihenfolge: Dietmar Dath berichtet, dass er stets viele Bücher gleichzeitig schreibt. Deshalb könner er auch so viele publizieren. 18.27 Uhr: "Lieratur ist kein Sport. Sport ist messbar, Literatur ist Ansichtsache", sagt Scobel provokant. Über Literatur könne man deshalb umso schöner diskutieren und ist deshalb deutlich spannender als ein Fußballspiel, kontert Rainer Moritz. Des Weiteren betont er, dass die Entscheidung schwer gefallen sei, aber die Jurymitglieder sich immer noch "lieb haben". 18.25: Gespräch zwischen Rainer Moritz und Gert Scobel zur Arbeit der Jury, außerdem über die Long- und Shortlist. 18.16 Uhr: Moderator Gert Scobel stellt die Jury um Sprecher Rainer Moritz vor: Christoph Bartmann, Martin Ebel, Meike Feßmann, Jens Jessen, Manfred Keiper und Michael Schmidt, die sich zweifellos alle sehr gut mit Literatur auskennen. 18.15 Uhr: Börsenvereinsvorsteher Gottfried Honnefelder begrüßt die Anwesenden. In seiner Rede bezieht er sich auf die Kritik, die in den vergangenen Wochen laut wurde. Literarische Qualität benötige ein Echo der Medien, so Honnefelder. Einen großen Dank lässt er den Verlegern zukommen, die die großartigen Werke immer wieder entdecken. Verlage sichern Inhalte der Autoren. "Wir sollten froh sein, dass der Deutsche Buchpreis innerhalb so kurzer Zeit ein großes Echo erlangt hat. Niemand sollte sich mehr freuen als die deutschen Autoren", erklärt der Vorsteher. 18.00 Uhr: Nachdem sich Autoren, Verleger und Journalisten begrüßt und Wetten abgeschlossen haben, wer den Deutschen Buchpreis gewinnt, tritt nun gespannte Stille ein. Oberbürgermeisterin Petra Roth spricht die ersten Worte: Dieser Preis erzeuge eine enorme mediale Aufmerksamkeit. Doch sie haben nicht das Gefühl, dass den Autoren der Medienrummel unangenehm sei. Die Entscheidung wird außerdem für Zündstoff sorgen, ist sich Petra Roth sicher. Ganz gleich wie die Entscheidung auch ausfallen wird.

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