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Die schönsten Schaufenster zur Türkei

Beim Schaufenster-Wettbewerb der Frankfurter Buchmesse zum Gastland Türkei sind soeben die Sieger verkündet worden: Den ersten Preis hat die Berliner Buchhandlung Bücher am Nonnendamm gewonnen, den zweiten Preis die Buchhandlung Bindernagel in Friedberg.

Bücher am Nonnendamm

Bücher am Nonnendamm © privat

Buchhandlung Bindernagel in Friedberg

Buchhandlung Bindernagel in Friedberg © privat

"Ich freue mich über das Interesse der Buchhandlungen und hoffe, dass es für viele deutsche Leser erst der Startschuss gewesen ist, um ab jetzt näher mit der türkischen Literatur bekannt zu werden", meinte Hüseyin Gazi Cosan, der Vertreter der des Kulturattachees der Türkei. Er stiftete die Gewinne: je eine Reise für zwei Personen nach Istanbul oder nach Antalya. Der Gewinner des ersten Preises durfte sich den Zielort aussuchen und wählte Istanbul, so dass zwei Personen der Buchhandlung Bindernagel nun nach Antalya fahren. Die Geschäftsführerin des Sortimenter-Ausschusses des Börsenvereins, Kyra Dreher, war mit dem Wettbewerb vollauf zufrieden. Die Buchmesse hatte mehr als 600 Dekopakete abgefordert, die restlos abgefordert worden waren. Mehr als 40 Sortimente hatten Fotos ihrer Schaufenster eingereicht. "Sinn dieser Aktion ist es, das Gastland in den Buchhandel zu holen, und eben auch außerhalb von Frankfurt", meinte Dreher. Was die dekorierten Schaufenster, die über den Beamer zu sehen waren, vollauf bewiesen.

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3 Kommentar/e

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  • Dieter Dausien

    Dieter Dausien

    Ich sag's gleich: Auch wir haben uns mit unserem Türkei-Fenster an diesem Wettbewerb beteiligt, wie schon im Vorjahr zum Thema Katalonien. Die Kollegin, von der das Fenster gestaltet wurde, hat natürlich begierig auf das Ergebnis des Wettbewerbs gewartet. Als sie dies jedoch gesehen hat (s.o.), war sie nicht nur enttäuscht, sondern hat beschlossen, an diesem Wettbewerb künftig nicht mehr teilzunehmen. Und ich kann das gut verstehen. Ein professioneller Schaufenstergestalter oder Werbegrafiker scheint nicht in der Jury gewesen zu sein. Ich will nicht belehrend sein, und da wir uns selbst beteiligt haben, klingt das vielleicht nach schlechtem Verlierer. Aber, ohne den Kollegen aus Berlin und Friedberg zu nahe treten zu wollen, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das dies die besten Fenster sein sollen, widersprechen Sie doch fast sämtlichen gängigen Grundsätzen der Schaufenstergestaltung, mal von der unvollständigen Ansicht auf die Fenster abgesehen.
    Derart hohe Preise wie zwei Flugreisen für je zwei Personen auszuloben, finde ich ohnehin völlig überzogen. Und wenn die auch noch an Bewerber gehen, die qualitativ wenig überzeugen, dann ist die Frustration natürlich besonders groß. Den Kollegen gönne ich ihren Gewinn, würde aber für kommende Wettbewerbe vorschlagen:
    1. Mehr Prämierungen, dafür bescheidenere Preise
    2. Fachkundige in die Jury zur Unterstützung unkundiger Botschaftsangehöriger. Dann kann man auch
    3. mehr Werbung für den Wettbewerb machen und
    4. mehr als gut 40 Bewerbungen erwarten.

  • Sarah Reul

    Sarah Reul

    Hallo,

    Auch ich, als die ausführende Kollegin die das Fenster gestaltet hat, möchte mich zu Wort melden. Man steckt ja doch sehr viel persönliches und Arbeit in so ein Schaufenster, möchte einen Anreiz für die Menschen die draußen vorbeilaufen geben, den Laden zu betreten.

    Trotzdem ist es allein mit einigen Dekoelementen und Büchern zum Thema nicht getan. Einige Grundsätze der Gestaltung sollten vorhanden sein, um ein solches Fenster zum "Eyecatcher" zu machen.

    Da es sich leicht kritisieren lässt, wenn man kein eigenes Bild angibt, anbei einige Verlinkungen zu unserem gestalteten Schaufenster.

    http://www.zimtfisch.net/dateien/1222890517.JPG
    Das komplette Schaufenster

    http://www.zimtfisch.net/dateien/1222890352.JPG
    Die rechte Seite

    http://www.zimtfisch.net/dateien/1222890375.JPG
    Die Mitte

    http://www.zimtfisch.net/dateien/1222890409.JPG
    Die linke Seite

    http://www.zimtfisch.net/dateien/1222890494.JPG
    Detailansicht Tee Tablett

    Mit freundlichen Grüßen aus Hanau,

    Sarah Reul

  • SoA

    SoA

    Lieber Herr Dausien,

    wir bedauern, dass Sie die Mitteilung über die Gewinner des Wettbewerbs enttäuscht und verständnislos zur Kenntnis genommen haben. Ihr Groll rührt dabei ganz offensichtlich von einem Missverständnis Ihrerseits:

    Ziel dieses Schaufensterwettbewerbes, den der Sortimenter-Ausschuss gemeinsam mit der Frankfurter Buchmesse und Vertretern des Ehrengast-Landes ausrichtet, ist nicht ein nach werbegrafischen Gesichtspunkten professionell gestaltetes Schaufenster. Ziel ist vielmehr, einen zusätzlichen Anreiz für Buchhändler zu schaffen, die Literatur und Kultur des Gastlandes in ansprechender Weise so zu präsentieren, dass die Neugier und das Interesse der Kunden am Gastland geweckt werden. Einzig entscheidend ist dabei der Eindruck des Kunden.

    Weiteres zentrales Anliegen dieses Wettbewerbes ist es, die Literatur des Gastlandes nicht nur in Frankfurt selbst vorzustellen, sondern sie in noch mehr Schaufenstern im ganzen Bundesgebiet zu präsentieren. Das kostenlos an die Buchhandlungen abgegebene Dekorationspaket, das im Falle des diesjährigen Ehrengastes „Türkei“ in kürzester Zeit vergriffen war, bestätigt die Organisatoren in diesem Ansinnen.

    Was Ihre Kritik an den Gewinnern anbetrifft, setzen Sie sich selbst dem Eindruck des schlechten Verlierers aus und es sei die Anmerkung gestattet, dass es alles Andere als fair und kollegial ist, die Gewinner eines solchen Wettbewerbes so zu diskreditieren.

    Und es sei ein weiteres Missverständnis Ihrerseits ausgeräumt: Die Jury besteht keineswegs nur aus „unkundigen Botschaftsangehörigen“ (wir hoffen, dass die Mitorganisatoren diese Seite nicht aufrufen mögen und entschuldigen uns vorsichtshalber an dieser Stelle bei ihnen), sondern aus einem qualifizierten fünfköpfigen Gremium, dem selbstverständlich auch Buchhändler angehören.

    Die beiden großzügigen Preise stiftet dankenswerter Weise die Tourismusbehörde des jeweiligen Gastlandes und wir werden uns davor hüten, den Gewinnerkreis durch Mehrung der Prämien beliebig auszuweiten und damit den gesamten Wettbewerb zu verwässern.

    Verlieren ist kein Drama, lieber Herr Dausien, sondern es gehört bekanntlich zum Spiel. Es wäre außerordentlich schade, wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter sich allein deshalb entmutigen ließen, weil sie Ihre Schaufenstergestaltung für verkannt halten. Danke daher für Ihren offenen Beitrag, so lassen sich Missverständnisse ausräumen. Selbstverständlich stehen wir von der Geschäftsstelle Ihnen für ein persönliches Gespräch gerne zur Verfügung.

    Beste Grüße,
    Ihr
    Team von der SoA-Geschäftsstelle

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