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"Verhaltenes Interesse" für "Lesen!" im Netz

"Elke Heidenreichs einstiges TV-Format „Lesen!“ stößt auf allenfalls verhaltenes Interesse, seit es ins Internet umzog", so das Fazit der aktuellen Ausgabe des "Spiegel“.

Elke Heidenreich

Elke Heidenreich © Stephan Eppinger

Die erste Online-Ausgabe des Literaturratgebers mit Tote-Hosen-Sänger Campino als Gast sei noch von knapp 158.000 Zuschauern angeschaut worden, wogegen die zweite Ausgabe – mit dem Philosophen Richard David Precht – nur auf eine Zuschauerzahl von 63.000 gekommen sei. Nach Angaben von litcolony-Geschäftsführer Rainer Osnowski werde die Buchbestellfunktion auf der Seite der Heidenreich-Show wenig genutzt: „Wir sind den Leuten noch nicht so vertraut, dass sie uns gleich ihre Kreditkartennummer geben würden.“

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7 Kommentar/e

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  • Andi

    Andi

    Blinde Technikgläubigkeit gehört eben bestraft! Recht so!
    Viel Spaß, liebes e-Book...

  • Wolfgang Tischer

    Wolfgang Tischer

    Tatsächlich weisen die beiden Download-Zähler des Videos auf sevenload.de und vimeo (HD-Version) zusammen jedoch nur knapp über 20.000 Klicks aus.

    Klick bedeutet jedoch nicht, dass die Folge wirklich angesehen wurde.

    Geht man davon aus, dass maximal vielleicht ein Viertel der Abrufer die Sendung auch wirklich ganz ansehen, so kommt Elke Heidenreich mit der letzen Sendung auf lediglich 5.000 Zuschauer.

  • Fee

    Fee

    Die höheren Klickzahlen der ersten Folge hängen aber sicherlich auch mit der größeren Popularität von Campino und des daraus folgenden "Hereinstolperns" von Zuschauern, die das Video über Google gefunden haben, zusammen!

  • Daniela Möhrke

    Daniela Möhrke

    Zählen die Download-Zähler von sevenload.de und vimeo denn überhaupt die direkten Downloads auf http://litcolony.de ? Ich würde behaupten, dass dort nur die Downloads gezählt werden, die auch direkt von sevenload bzw. vimeo aus getätigt werden.

    Der Vergleich der zwei Augaben der Sendung hinkt m.E. auch. Schließlich kann man sich die erste Ausgabe auch schon länger ansehen und dementsprechend wurde sie natürlich öfter angeklickt. Hinzu kommt noch, dass die zweite Ausgabe bereits sehr nah an der Weihnachtszeit erschien und dort kann man ja eigentlich in bestimmten Bereichen einen allgemeinen Rückgang der Internetnutzung beobachten.

    Mir persönlich haben die zwei bisherigen Ausgaben zwar nicht sonderlich gut gefallen, weder von den Gästen, noch den vorgestellten Büchern her, aber ein neuer Internetauftritt muss sich ja auch erstmal rumsprechen.

  • Leander Wattig

    Leander Wattig

    Ist doch klasse, dass sie ein hochwertiges Format im Internet zu etablieren versucht. Ich drücke Ihr beide Daumen, dass es ein Erfolg wird - unabhängig von kurzfristigen Klickzahlen.

    Im Internet gelten natürlich andere Spielregeln. Diesbezüglich fällt negativ auf, dass auf der Website Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten momentan noch weitgehend fehlen. Diese sind aber notwendig, um eine Community aufzubauen und zu pflegen. Aber das kann ja noch kommen ...

  • krämer

    krämer

    Für solche Sendungen wird in Zukunft auch wichtig die Integration von Fernsehen und Internet, weniger das Fernsehen im Internet, sondern Internet übers Fernsehen. Wenn es soweit ist, daß ich auf meinem Zapp-Gerät bei den Extra-Tasten die Heidenreich einstellen kann, und schalt dann um vom Tatort zu Lesen! und das kommt über den Fernseher, und ich muß nicht aus dem Sofa raus, und nicht erstmal PC startup machen, und connect, www.-shit, ... dann, in Verbindung mit Werbung oder wenigstens Anzeige, wird es für viele Sendungen solcher Art die Chance geben, eine Quote zu erreichen, die sie verdient haben.

  • Prof.Dr. Lischen Müller

    Prof.Dr. Lischen Müller

    Schade für Frau Heidenreich, aber mit Literatursendungen zu so später Zeit und dann noch in etwas morbider Darstellung kann man, ob im TV oder im Internet, keinen Hund mehr vor den Ofen holen.
    Generell ist die Form, mit der damals wie heute, LIteratur im Fernsehen präsentiert wird, was für Möchtegernintellektuelle und Coachpotatoes, die sich gerne vor dem Fernseher räkeln. Schauen Sie sich die Blogs, Podcasts an, mit denen das gemeine Volk seine Literatur im Internet bekannt macht-das kommt von Herzen und ist grandios übersichtlich.
    Ade Frau Heidenreich und Konsorten!

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