»Lesen!«

Quotenknick im Internet

Das »Lesen!«-Publikum ist Elke Heidenreich offenbar nicht ins Internet gefolgt. Mehr Publicity soll das nun ändern: litcolony.de kooperiert künftig mit stern.de und Verlagen. VON TW

Werner Köhler

Werner Köhler © Stefan Worring

Die ZDF-Sendung »Lesen!« wollten durchschnittlich rund eine Million Menschen sehen – im Internet klinkt sich bisher nur ein Bruchteil davon bei Elke Heidenreich ein. Während die erste Sendung, online seit dem 28. November, bis heute etwa 160.000 mal aufgerufen wurde, fand die Dezember-Sendung nicht einmal halb so viel Zuspruch (seit 16. Dezember rund 65.000 Aufrufe). Trotzdem sei »Weiterlesen!« alles andere als ein Flop, meint litcolony.de-Macher Werner Köhler. »Egal was andere sagen: Wir sind vollauf zufrieden und sogar besser gestartet als erwartet – mit insgesamt zwei Millionen Nutzern.« Der Buchverkauf (Partner: libri.de) komme zwar nur schleppend in Gang, so Köhler: »Aber das stand für uns auch nie im Vordergrund.« Online-Marketing soll künftig für neue Aufmerksamkeit sorgen: Die Kölner arbeiten ab sofort mit dem Portal stern.de zusammen. Elke Heidenreich werde dort zeitgleich mit jeder neuen Sendung eine Kolumne veröffentlichen, die auch auf litcolony.de verweise, erklärt Köhler. Zudem will er die Verlage stärker einbinden, »zum Beispiel indem sie in ihren Newslettern und auf ihren Internetseiten auf uns hinweisen.« Die nächste Sendung (Gast: Stefan Aust) soll laut Köhler am 12. Januar online gehen. Hier die Titel: Anna Gavalda – »Alles Glück kommt nie« (Hanser) Alison Lurie – »Paare« (Diogenes) John Le Carré – »Marionetten« (Ullstein) Margaret Atwood – »Payback« (Berlin Verlag) Alexander Gorkow – »Draussen scheint die Sonne« (KiWi) Die vierte Sendung soll im Februar online gehen (Gast: Charlotte Roche).

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3 Kommentar/e

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  • Herbert Huber

    Herbert Huber

    Das »Lesen!«-Publikum konnte Elke Heidenreich nicht ins Internet folgen, weil es nichts davon wusste. Ich bin nun wirklich an Literatur und Literatur in den Medien interessiert und erfuhr erst vor wenigen Tagen, dass es da was uaf litColony gibt. Geht man auf http://litcolony.de/ erfährt man, dass ab Januar was online ist. Wenn man hartnäckig ist, findet man "16.12.2008 Aktuelle Sendung Standart" [sic], ah und man kann's tatsächlich anschauen. Also: Werbung und Info für "Lesen" ist mangelhaft.

  • Leander Wattig

    Leander Wattig

    Guter Beitrag zum Thema bei "Indiskretion Ehrensache":

    http://tinyurl.com/85pw46

  • Michael Petrikowski

    Michael Petrikowski

    LitCologne präsentiert »(weiter)lesen!« mit Elke Heidenreich exklusiv im Netz und erreicht damit nur wenig Zuschauer. Das die Einbettung des Videos in Blogs oder Literatur Webseiten via sevenload möglich ist, wird auf litcolony.de verheimlicht.

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