Dankesrede zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

KD Wolff sucht Käufer für seinen Verlag

KD Wolff will seinen Stroemfeld Verlag gern verkaufen. Das sagte er heute in seiner Dankesrede zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. „Wenn Sie große Verlage kennen, die sich Stroemfeld an den Hut stecken wollen, dann sagen Sie es uns. Wenn Sie Beteiligungen ins Augen fassen möchten, dann sagen Sie es uns“, wandte sich Wolff direkt an die im Frankfurter Römer Versammelten.

KD Wolff mit Orden im Römer

KD Wolff mit Orden im Römer © Stefanie Wehr

„Wir brauchen Hilfe“, erklärte er zudem. Die Editionsprojekte des Verlags, unter anderem Werkausgaben von Hölderlin und Kafka, seien hart erkämpft. Wolff rügte Stiftungen und Ministerien für ihre Zurückhaltung bei der Förderung.

 

Zuvor hatte der Verleger mit bewegter politischer Vergangenheit darauf bestanden, dass die Entgegennahme der Auszeichnung, die er immer abgelehnt hatte, keinen Sinneswandel bedeute. Tatsächlich könne solch ein Orden von praktischem Nutzen sein. In Frankreich, erzählte Wolff, genüge es, sich als Träger des  Légion d'honneur zu erkennen zu geben, um Streitigkeiten selbst mit der Staatsgewalt lässig zu beheben.

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4 Kommentar/e

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  • Dr. Andreas Selling

    Dr. Andreas Selling

    Eine lieblose Kurzmeldung, die der Tatsache, dass hier ein bedeutendes und mutiges verlegerisches Werk gewürdigt wird, in keinster Weise gerecht wird! Da hätte man sich insbesondere von einem Branchenjournalisten etwas mehr Sorgfalt gewünscht. Noch einmal: Glückwunsch, KD Wolff!

  • Frohmut Menze

    Frohmut Menze

    Lieber K.D., lieber Dottore Selling,
    so wird das nichts. Schon gar nicht in diesen schwarz-gelben Schwindelzeiten, in denen die Gastronomie Millionen geschenkt bekommt, die dann den Verlagen fehlen. Wie wäre es, wir machen aus dem Verlag eine Genossenschaft wie bei der taz - und sammeln kluge Köpfe um uns herum?
    In Gefahr und höchster Not, bringt der Mittelweg den Tod.
    Grüße,
    Frohmut Menze

  • KD Wolff

    KD Wolff

    Lieber Frohmut
    Aber wo sind die Genossen für eine Genossenschaft?
    Neugierig
    KD Wolff

  • ben turbin

    ben turbin

    Internet ist der Weg ... man müsste sowas wie spreeblick.com für die Idee gewinnen, da ist ein Haufen guter Leute unterwegs ... eine durchdachte, transparente Geschichte könnte in den richtigen Zirkeln einen tollen Schwarmeffekt auslösen ... bon succès!

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