Literaturkritik

Elke Heidenreich will ihre Büchersendung zurück

Die Autorin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich (68) sieht die Belletristik wegen Fehlens der "Mitte" zerstört am Boden liegen - und würde ihr durchaus gern wieder aufhelfen.

Elke Heidenreich

Elke Heidenreich © Bettina Flitner

„Vampire, Trolle, Elfen, Morde. Es ist entsetzlich“, kommentierte Heidenreich im "Focus" die Bestsellerlisten.   Nach Heidenreichs Ansicht fehlt „die Mitte“ in der Literatur. „Auf der einen Seite die von den Feuilletonisten gepflegte Hochliteratur, oft unlesbar, auf der anderen Seite der totale Schund.“

Die Literaturkritikerin hätte gern ihre Büchersendung „Lesen!“ zurück, die das ZDF im Herbst 2008 nach dem Eklat beim Deutschen Fernsehpreis - Marcel Reich-Ranicki hatte seinen Preis abgelehnt; Elke Heidenreich hatte ihm dazu öffentlich gratuliert und das ZDF heftig kritisiert - abgesetzt hat. Verleger, Buchhändler und Leser würden ihr nun signalisieren, dass sie die Sendung gern zurück haben würden, "nur das ZDF nicht", sagte Heidenreich dem "Focus".

Wie auf boersenblatt.net berichtet, arbeitet das ZDF derzeit unter Federführung von Wolfgang Herles, dem Leiter der neuen ZDF-Redaktion Literatur, an einem Konzept für eine neue Literatursendung im Zweiten; Herles soll das neue Format leiten und moderieren und darüber hinaus für die Sondersendungen von den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig verantwortlich sein.

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23 Kommentar/e

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  • Schelm

    Schelm

    Memo an mich: Nachlesen, was die Begriffe "Arroganz" und "Ignoranz" bedeuten.

  • nikkisuddenly

    nikkisuddenly

    Frau Heidenreich hat recht - mir geht es natuerlich genauso, wenn ich die Bestsellerlisten sehe (und so sehen auch die Bestellungen aus, die Kundinnen bei mir taetigen). Der Buchhandel muss sich eingestehen, dass er sich seit einigen Jahren ueber Wasser haelt mit Dingen, die absolut nicht Literatur sind, sondern Erguesse von selbstgemachten Superstars.
    Frau Heidenreich (und auch Reich-Ranicki) hat dem immer ganz gut entgegen gesteuert, es gibt auch weiterhin gute Literatursendungen im TV, aber Elke Heidenreich war immer eine gute Mittlerin zu denjenigen, die sich jetzt (voellig alleingelassen) an der Bestsellerliste orientieren. Um das zu verkaufen, braucht es keine Buchhaendler, da ist es eher hinderlich, wenn mann eigene Qualitaetsansprueche hat.
    Was meinen Vorredner betrifft, der Ignoranz und Arroganz erst nachschlagen muss, um die Bedeutung zu verstehen: das meine ich ja, das meint Elke Heidenreich ja mit dem gesunkenen Niveau. Es ist also allerhoechste Zeit.

  • Leser

    Leser

    Schelm hat auch recht!

  • Martina Bergmann

    Martina Bergmann

    Bloß nicht! Bloß nicht wieder die alte Scharteke!

  • nochn Leser

    nochn Leser

    tja, da hätt sie das Hirn anschalten sollen, bevor sie den ZDF-Bossen via Presseartikel "Schmeißt mich raus!" entgegenschrie. Und nun seit Jahren das Rumgejammer: Gebt mir meine Sendung wieder. Peinlich hoch 5!

  • Lilly

    Lilly

    Was sagt so eine Bestseller-Liste aus? Dass eine kaufstarke Zielgruppe Bücher kauft, die andere als "Schund" bezeichnen.
    Ist das denn nicht "die Mitte"? Das, was die meisten kaufen? Ich muss Schelm zustimmen, sich herauszunehmen, entscheiden zu können, was ganz "oben" steht und was ganz "unten".

    Aber mal ehrlich: Geschmäcker sind so unterschiedlich und man kann ja ein Blick darauf werfen, was so die große Masse kauft, aber letztenendes GIBT es gute Bücher, die jedoch schon oft so spezifisch sind, dass sie gegen die Massen-bücher nicht ankommen. Aber nur weil es im Moment nun mal eher Fantasylastige Jugend (oder sog All-Age) Bücher sind, finde ich es dreist, das als Schund zu bezeichnen. Immerhin sind es solche Bestseller, von naiven, den Strom mitschwimmenden Jugendlichen gekauft, die den Buchhandel über Wasser halten.

    Was ist ihrer Meinung nach gute Literatur? Tragische Freundschaftsgeschichten in einem postmodernen Roman gesteckt? Es gibt für alles Befürworter und Gegner. Nur weil sie einen etwas bekannteren Namen hat, ist ihre Meinung nicht das Maß aller Dinge. Bei ihrer Sendung, die ja angeblich so dringend gefordert ist, geht es für sie doch auch nur um eines: Geld verdienen. Meinung kund tun.

    Braucht kein Mensch, schon gar nicht Freitagabend um 22:45. Die einen Schlafen schon, die anderen sind schon unterwegs.

  • Vertriebsmensch

    Vertriebsmensch

    „Vampire, Trolle, Elfen, Morde. Es ist entsetzlich“
    Aber eigene Katzenbücher heben das Niveau, Frau Heidenreich? Aufs ZDF fixiert, hat sie wohl kaum realisiert, daß über 20 Jahre Privatfernsehen und Internetnutzung eben Auswirkungen auf die Bestsellerlisten hat. Wie oft muß denn noch diesebzüglich lamentiert und konstatiert werden. Sieht man sich Bestsellerlisten UND die aktuellen Herbstvorschauen auch der seriösesten, "literarischsten" Verlage an, sieht man doch ganz klar, das wir alle versuchen UMSATZ zu machen, um uns die Bücher die uns am Herzen liegen, (solange es noch Leser dafür gibt), leisten zu können.

  • Vertriebsmensch

    Vertriebsmensch

    „Vampire, Trolle, Elfen, Morde. Es ist entsetzlich“
    Aber eigene Katzenbücher heben das Niveau, Frau Heidenreich? Aufs ZDF fixiert, hat sie wohl kaum realisiert, daß über 20 Jahre Privatfernsehen und Internetnutzung eben Auswirkungen auf die Bestsellerlisten haben. Wie oft muß denn noch diesbezüglich lamentiert und konstatiert werden? Sieht man sich Bestsellerlisten UND die aktuellen Herbstvorschauen auch der seriösesten, "literarischsten" Verlage an, sieht man doch ganz klar, das wir alle versuchen UMSATZ zu machen, um uns die Bücher die uns am Herzen liegen, (solange es noch Leser dafür gibt), leisten zu können.

  • Leser

    Leser

    vielleicht macht man auch UMSATZ, um UMSATZ zu machen.
    So ganz ehrenrührig kann ich auch das nicht finden.
    Auch wenn wir im Grunde unseres Herzens alle Anhänger der Hochkultur sind...

  • Karin

    Karin

    Elke Heidenreich, die Rosamund Pilcher des Genres "Katzenbuch", regt sich über das Genre "Fantasy" auf. Das nenn ich Realsatire!


  • Literaturliebende

    Literaturliebende

    Die bisherigen Kommentare zeigen genau den Schnitt, der mitten durch die Leserschaft geht: auf der einen Seite Konsumenten von eher unterhaltsamen Büchern (früher nannte man das Trivialliteratur), die einfach mal abschalten wollen - von einem rasanten, vielleicht auch anstrengendem Alltag - und sich dazu eben u.a. der Fantasy-Geschichten bedienen. Aber: es ist schon wahr, dass man als an wirklich gut geschriebener, niveauvoller Literatur Interessierter wenig Chancen hat, sich anhand der Bestsellerlisten zu orientieren. Meines Erachtens soll jeder sich das herauspicken, was zu ihm passt. Ein Maurer wird wohl kaum zu einem medizinischen Fachbuch greifen, aber ich möchte Menschen nicht diskriminiert wissen, nur weil sie nicht Shakespeare lesen.
    Elke Heidenreich mag ich sehr gern gerade wegen ihrer mitunter nicht besonders diplomatischen Äußerungen. Welche verheerenden Auswirkungen "diplomatische Schachzüge" nach sich ziehen können, erleben wir doch alle weltweit in der politischen Arena.
    Damit auch die Liebhaber ausgewählter Literatur für ihre Zahlungen an die GEZ belohnt werden, würde ich sehr dafür plädieren, Elke Heidenreich in Sachen Literatur wieder zu Wort kommen zu lassen.

  • Karin

    Karin

    @Literaturliebende:
    Ich kenne viele Leser und Leserinnen (mich eingeschlossen), die beides lesen: Trivialliteratur UND Shakespeare. Arno Schmidt UND Donna Leon. Micky Maus UND Elfriede Jelinek.

    Die obige Meldung von Frau Heidenreich ist nicht undiplomatisch, sondern verlogen: Weil sie nämlich selber den Buchmarkt mit trivialster Literatur bedient: Ihre albernen Katzenbücher und Romane sind nämlich genau das: Trivialliteratur, oder um es mit ihren eigenen Worten zu sagen: Schund.

    Und was das ZDF betrifft: Zeigen Sie mir den Arbeitgeber, der sich von einer Arbeitnehmerin aufs Schlimmste öffentlich beflegeln lässt und NICHT die Konsequenzen zieht. Da dürfte sich Frau Heidenreich wohl gewaltig überschätzt haben. Auf Klugheit oder soziale Intelligenz lässt ihr Verhalten nicht schliessen.

  • Buchlesender

    Buchlesender

    Also ich muß gestehen, dass mich Frau Heidenreichs Literaturempfehlungen nicht interessieren! ich folge meinem eigenen Geschmack.....

  • Roswitha Schäfer-Neubauer

    Roswitha Schäfer-Neubauer

    Es ist leicht, „nach-zu-treten".

    Haben wir, die wir weitgefasst, im publizistischen Leben stehen oder standen, nicht immer wieder auch Fehler gemacht? Oder an einer bestimmten Stelle unseres Lebens einen entscheidenden Fehler, der die Wegkreuzung unseres Lebens entscheidend beeinflusst hat? Oft stellten sich vermeintliche Fehler auch später als genau richtig heraus, weil sie in jenem Augenblick authentisch waren, und alles andere eine Selbst-Verbiegung bedeutet hätte.

    Natürlich stockte einem der Atem, als Elke Heidenreich buchstäblich ja geschrieben hatte, war es nicht in der faz.net – „schmeißt mich raus!“
    Und so ungeschützt sich auf die Seite von MRR stellte. Zugleich ungemein naiv, denn MRR braucht keine Beschützer. Er würde sie sich verbieten. Und es war längst deutlich, er hatte daraus auf Veranstaltungen, auch einmal in Berlin, keinen Hehl gemacht, dass er Elkes Sendung „Lesen!“ nicht gut fand, gelinde jetzt hier formuliert, weil es keine wirkliche Diskussion um die Bücher oder Schriftsteller gab, sondern die Darstellung jeweils sehr subjektiv wirkte. Zugleich aber, und das wussten alle aus der Buch-Branche,
    Elke Heidenreichs Sendung unglaublich erfolgreich war – weil – und aus Gründen, die auch ich seinerzeit – und heute es anders sehend, teilweise angegriffen hatte, weil es mir teilweise zu „hemdsärmelig“ erschienen war, zu „einfach“ – aber dabei doch genau das beabsichtigend und verfolgend, was ich, als Kind der Provinz, in der halt eher die Lore-Romanheftchen gelesen wurde, als etwa ein Kafka, wo auch mir es später darum ging – „Kultur“ greifbar zu machen, die Barrieren und Hürden der ‚Angst davor’ abzubauen …aber dann wiederum Phasen später auch der Wunsch wuchs, das Verlangen und Bedürfnis, das erworbene Wissen nicht verschleudert sehen zu wollen, und „Wissen“ und „Verstehen“ als einen Prozess darzustellen, der zu würdigen ist, der etwas wert ist, den man nicht für noch so viel Geld mit der CreditCard erwerben kann, wie das Bild im Salon, von einer Kunst-Beraterin für das eigene Image gekauft : Die Abgrenzung in einer Zeit des Werteverfalls gegen „Geld ist alles“ – zu „Bildung aber kann man nicht kaufen“ – man muß sie sich erarbeiten, und es ist eine langwierige, lebenslange, aber zugleich auch ‚schöne’ Arbeit.

    Insofern sah ich denn Elke Heidenreichs Sendung zuweilen auch mit äußerst gemischten Gefühlen, aber, erst nachdem uns die "Vorleser" präsentiert worden waren, haben wir erkennen können, WIE VIEL uns von Elkes Sendungen in der Erinnerung geblieben war, und wie liebevoll sie letztlich waren.

    Dennoch, es ist einfach so - Literatur kann man nicht "vereinfachen" wollen.

    Ebensowenig wie erworbenes Wissen.

    Die Eleganz des Geistes und seines Reichtums, auch wenn die erwerb-baren Dinge des Lebens vielleicht gerade den Bach runtergespült worden sind – :

    Was bleibt, ist Dein Wissen, Deine Kultur.
    Du schlägst Deinen Tschechow auf oder Deine Duras oder..oder..oder…und der Rest der Welt in all ihrer Zerrissenheit, in all ihrer Verzweifeltheit, in all ihrer Grausamkeit – und auch in ihrer Niedertracht womöglich, bleibt hinter Dir zurück.
    Sie ..kann Dich mal.
    Oder auch…wenn du den Namen des Champagners richtig aussprechen kannst, den andere sich gerade leisten können, Du nicht, und sie herumstottern, ja, wie spricht man das denn aus, diese „Veuve“ ..

    Nun, vielleicht mag auch eine gewissen Hybris damals bei Elke Heidenreich eine Rolle gespielt haben.
    Sie war von verschiedenen Presse-Organen als damals einflussreichste, mächtigste Person im „Buch-Geschehen“ of this country hoch-gehypt worden. Und wer zuweilen ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert hatte, was in Berlin schon mal geschehen kann, und nicht nur in Berlin,
    wusste auch, welch großen Wert die Verlage darauf legten, dass „ihre Bücher“ in die Sendung kamen. Wobei vergessen wurde, dass auch im Hintergrund noch eine Redaktion stand.

    Wenn jetzt Elke Heidenreich offen zugibt, dass sie ihre Sendung zurückhaben möchte, dann zeigt das erneut die Offenheit einer Frau, einer klugen und sympathischen Frau, einer tollen und mutigen Frau,
    die in ihrem publizistischen Leben schon sehr viel geleistet hat, uns gegeben hat.
    Früher als SWF-III-Frau, dann auch als erfolgreiche TALK-Frau, die ungeschminkte Fragen stellte.

    Die Vereinnahmung durch einen dann immer höheren Bekanntheitsgrad, ist nicht immer ungefährlich.

    Aber- Menschen sind wir alle.

    Und wer wollte einen Stein werfen!
    Und warum.

    Zum Schluß – Elkes KATER CORLEONE-Bücher als „Katzenbücher“ abzutun, verrät eine Unkenntnis, die wir auch gerade mild übersehen wollen.

    Auch Doris Lessing hat übrigens ein KATZENBUCH geschrieben.

    Ja, gebt Elke die Sendung zurück – leicht modifiziert. Etwa –
    Lasst bitte Schauspieler Text-Passagen lesen.

    Roswitha Schäfer-Neubauer, Berlin.

  • Peter Kamper

    Peter Kamper

    Frau Schäfer-Neubauer, ich habe Ihren Schmonzes nur querlesen... wenn Sie Elke Heidenreich als "klug und sympathisch" empfinden, okay, Sie scheinen keine wirklich kluge Frau zu kennen, auch okay. Aber die Katerbücher der Heidenreich mit Doris Lessing zu vergleichen, ist Rufschädigung an Lessing. Und nicht mehr okay.

  • Karin

    Karin

    Ich kenne viele Leser und Leserinnen (mich eingeschlossen), die beides lesen: Trivialliteratur UND Shakespeare. Arno Schmidt UND Donna Leon. Micky Maus UND Elfriede Jelinek.

    Die obige Meldung von Frau Heidenreich ist nicht undiplomatisch, sondern verlogen: Weil sie nämlich selber den Buchmarkt mit trivialster Literatur bedient: Ihre albernen Katzenbücher und Romane sind nämlich genau das: Trivialliteratur, oder um es mit ihren eigenen Worten zu sagen: Schund.

    Und was das ZDF betrifft: Zeigen Sie mir den Arbeitgeber, der sich von einer Arbeitnehmerin aufs Schlimmste öffentlich beflegeln lässt und NICHT die Konsequenzen zieht. Da dürfte sich Frau Heidenreich wohl gewaltig überschätzt haben. Auf Klugheit oder soziale Intelligenz lässt ihr Verhalten nicht schliessen.

  • Ulf-Udo

    Ulf-Udo

    Zitat: "Verleger, Buchhändler und Leser würden ihr nun signalisieren, dass sie die Sendung gern zurück haben würden, nur das ZDF nicht, sagte Heidenreich...."
    ------------------
    Na, von mir kann Frau Heidenreich diese Signale nicht empfangen haben ;-)

  • Leser

    Leser

    es kriegt halt jeder so seine Signale.
    Selbst Lothar Matthäus glaubt, dass viele wollen, dass er Bundestrainer wird.

  • AllesLeser

    AllesLeser

    Zitat Frau Roswitha Schäfer-Neubauer:
    "Wenn jetzt Elke Heidenreich offen zugibt, dass sie ihre Sendung zurückhaben möchte, dann zeigt das erneut die Offenheit einer Frau, einer klugen und sympathischen Frau, einer tollen und mutigen Frau..."
    ––––––––––––––––––––––––– –––
    Diese "kluge, sympathische, tolle, mutige" Frau hat in einem Interview mit der Zeitschrift Cicero folgenden Satz gesagt:
    "Das ist eine ganz ekelhafte Altmännerliteratur, die wir da jetzt haben: Grass, Walser - diese eitlen, alten Männer, die den Mund nicht halten können!"
    Wahrscheinlich findet Schäfer-Neubauer auch solche Sätze klug und toll...

  • Horst Erwin

    Horst Erwin

    @ AllesLeser 10.06.2011 11:34h

    Diese "kluge, sympathische, tolle, mutige" Frau hat in einem Interview mit der Zeitschrift Cicero folgenden Satz gesagt: "Das ist eine ganz ekelhafte Altmännerliteratur, die wir da jetzt haben: Grass, Walser - diese eitlen, alten Männer, die den Mund nicht halten können!" Wahrscheinlich findet Schäfer-Neubauer auch solche Sätze klug und toll...
    --------------------------------
    Ich finde Frau Heidenreichs Wortwahl "Altmännerliteratur" schon unter dem Aspekt frech, da sie selbst mit 68 auch nicht mehr die Jüngste ist. Genauso könnte man sagen, der Leser möchte keine "Altfrauenliteratur"!

  • Thalia-Bärbel

    Thalia-Bärbel

    Kater Corleone rockt. Elke rockt. Das ZDF rockt. Frage an die Profis hier: gibts die Corleone-Bücher auch für meinen Oyo?

  • Roswitha Schäfer-Neubauer

    Roswitha Schäfer-Neubauer

    @Peter Kamper -

    Erst jetzt bin ich wieder über ..Google-Infos in diese Kommentar-Reihe eingestiegen, weil ich bei Google unter meinen Namen Ihren Comment fand.

    Man(n) muß schon sorgfältig lesen, ehe er austeilt.
    Ich habe Elke Heidenreichs Kater Corleone nicht mit Doris Lessings "KATZENBUCH" verglichen. Sondern, nur auf einen anderen Comment reagiert, in der die Katzenbuch-Stories der Elke Heidenreich ...mit ..so als seien Katzenbücher generell... - ich glaube der comment ging -
    "die Rosamunde Pilcher" der Katzenbücher - so ungefähr.

    Ich hatte dargelegt, dass auch Doris Lessing ein KATZENBUCH (als Gesamt-Titel) herausgegeben hatte.
    Um damit zu zeigen, dass Katzenbücher per se nicht unbedingt per se in die leichte Muse fallen müssen.

    Zu Ihrem Vorwurf - ich würde Doris Lessing wohl nicht kennen, ein kleiner Hinweis:

    Ich hatte die Ehre, vor über 20 Jahren ein Filmportrait von Doris Lessing für eine Sondersendung von ASPEKTE machen zu dürfen. In dieser Sondersendung wurde Doris Lessing in einer Reihe...Nachfolge...von Virginia Wolfe und Katherine Mansfield gesehen. Diese Sendung wurde am 1. Januar 1982 ausgestrahlt.
    Seinerzeit war Doris Lessing erstmals für den Literaturnobelpreis im Gespräch.

    Ich hatte in diesem Portrait auch ihr Werk
    "Memoiren einer Überlebenden" filmisch-szenisch umgesetzt.

    Und viele Jahre einen persönlichen Kontakt zu Doris Lessing. Zu ihrem 70. Geburtstag war ich in ihrem Haus in London. Zwecks eines Interviews zum Buch - "Das 5. Kind".

    In Sachen "Walser"...verweise ich übrigens auf den herrlichen Kommentar von Tilman Krause in der LITERARISCHEN WELT von diesem Wochenende, den ich begeistert auf facebook "geteilt" habe.
    Insofern hatte Elke Heidenreich ja wohl nicht ganz Unrecht, oder...?

    Doris Lessing war und ist für mich eine der am meisten von der Literaturkritik unterschätzten großen Ladies der modernen und zugleich zeitkritischen Literatur.

    Dass sie in hohem Alter mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde, beweist, wie engstirning hierzulande vieles abläuft, weil zu kurz gedacht wird.

  • peperoni

    peperoni

    Elke Heidenreich hatte ein Händchen für die Perlen innerhalb der Zigtausend Neuerscheinungen. Ihre Tipps haben mir immens geholfen mich zu orientieren, neue Buchideen zu bekommen. Und nicht nur das: die kleine feine Buchhandlung, in der ich jahrelang gearbeitet habe, hat durch ihre Sendung einen enormes Plus erwirtschaftet, indem sie alle vorgestellten Bücher am nächsten Tag bestellt hat.

    Mir fehlt "Lesen!" sehr. Und wer hier über Heidenreichs Katzenbücher lästert, hat das Thema verfehlt.

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