Literaturfest München & Münchner Bücherschau

Im Zeichen der Literatur


Das dritte Literaturfest München (14. November – 2. Dezember) möchte die Vielfalt der internationalen Gegenwartsliteratur präsentieren, wie die Veranstalter heute ankündigen. Und in der parallelen 53. Münchner Bücherschau werden rund 300 Verlage vertreten sein.

Mit ihrem Programm setzt Thea Dorn, die Kuratorin des "forum:autoren" in den ersten zehn Tagen des Festivals literarische und philosophische Akzente, so die Ankündigung der Veranstalter. Nachdem Matthias Politycki 2011 "die Welt auf Deutsch" erkundet hat, lenkt Thea Dorn den Blick 2012 auf Themen der Romantik: "Hinaus ins Ungewisse!" heißt das Motto ihres Programms, das sich mit der Auflösung von Gewissheiten und der Notwendigkeit transzendentaler Hoffnung beschäftigt.

Internationale Autoren wie A.L. Kennedy und Vladimir Sorokin, deutschsprachige Schriftsteller wie Karen Duve, Jenny Erpenbeck, Felicitas Hoppe, Christian Kracht, Christoph Ransmayr und Martin Walser, Philosophen wie Kurt Flasch, Rüdiger Safranski und Peter Sloterdijk, der Komponist Wolfgang Rihm und viele andere lesen aus ihren Werken und sprechen über moderne Formen romantischer Kunst. Eine "lange Nacht der Nacht", Überraschungslesungen sowie ein Symposium, das danach fragt, was uns "jenseits der Sicherheit" und "jenseits der Wirklichkeit" erwartet, werden die Lesungen und Diskussionen abrunden.


Die 53. Münchner Bücherschau (15. November – 2. Dezember) präsentiert im Gasteig traditionell ein Programm für Leser aller Generationen. Auf der Bücherschau zeigen rund 300 Verlage über 20.000 Neuerscheinungen. Zahlreiche Sonderausstellungen kommen hinzu – etwa "Die 100 Besten" und "Deutscher Jugendliteraturpreis – Auswahl 2012". Lesungen gibt es mit unter anderem John Lancaster, Jean Echenoz, David Albahari, David Foenkinos, Michail Schischkin und Anna Enquist. Weitere Schwerpunkte sind Klassiker-Lesungen, Regionalkrimis sowie ein literarisches Rockkonzert mit dem Fantasy-Autor Wolfgang Holbein und der Band Vanden Plas.


Das Festivalprogramm des Literaturhauses München wartet mit Lesungen von Martin Suter und Saul Friedländer auf. Zudem ist eine Lesung des Deutschen Buchpreisträgers (dbp) geplant. Der Markt der unabhängigen Verlage "Andere Bücher braucht das Land" (30. November – 2. Dezember) zeigt die Produktionen von rund 30 Kleinverlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – inklusive Rahmenprogramm.

Das komplette Festival-Programm wird Ende September veröffentlicht.


Das Literaturfest München wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern und dem Literaturhaus München in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München veranstaltet. Mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Medienpartner sind Bayern 2 und das Buchjournal.

Weitere Informationen und Programmpunkte.

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1 Kommentar/e

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  • H. Kraft

    H. Kraft

    Es wäre sicher von großem Vorteil, wenn sich beim Literaturfest in München auch Buchhandlungen und Bibliotheken beteiligen würden.
    Ich denke da, z. B. an diverse Lesungen und gemeinsame Aktionen, die mehr auch auf Bücher als haptische Erlebnisse hinweisen. Bücher können vor allem bei so einem Literaturfest von manchen Lesern/Leserinnen wieder entdeckt werden. Und so ein Fest bietet ja auch Kommunikation zwischen Autoren, Buchhändlern, Veranstaltern, Bibliotheken und Bücherfreunden auf verschiedenen Ebenen. Besonders der Austausch über Bücher und Meinungen zu Neuerscheinungen, so in der 53. Münchner Bücherschau, sind bei einem Literaturfest ein Gewinn für alle, die sich am Fest beteiligen. Und darauf kommt es sicher auch an, dass Bücher wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen gestellt werden.
    Ich wünsche den Veranstaltern schon jetzt tolle Ideen und Überlegungen zur Durchführung des Literaturfestes und dann ein gutes Gelingen in München.
    H. Kraft

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