Tarifbindung

Verdi: Hugendubel prüft Ausstieg aus dem Arbeitgeberverband

Die Geschäftsleitung von Hugendubel überlege, aus dem Arbeitgeberverband auszutreten, schreibt der Hugendubel Verdi Blog. Für die Gewerkschaft würde das Tarifflucht bedeuten. Update: Stellungnahme von Hugendubel.

Hugendubel will die Gehälter der Mitarbeiter – bisher in Tarifbindung durch Entgelttarifvertrag und Manteltarifvertrag – deutlich absenken, heißt es in dem Hugendubel Verdi Blog. Deshalb wolle die Geschäftsleitung von Hugendubel aus dem Arbeitgeberverband austreten, um so der Tarifbindung zu entkommen – also: um "Tarifflucht zu begehen". Dies sei aus "üblicherweise gut unterrichteten Kreisen" zu vernehmen.

"Das hat schon eine Pikanterie", kommentierte Stefan Kraft, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi für den Buchhandel/Verlage in Bayern, gegenüber boersenblatt.net. "Wir haben am 17. Oktober Gehaltstarifverhandlungen und Hugendubel-Geschäftsführer Thomas Nitz ist Verhandlungsführer der Arbeitgeber". Ein Sprecher von Hugendubel sagte, dass an den "Gerüchten nichts dran" ist.

Wenn ein Arbeitgeber ankündige, eventuell aus dem Arbeitgeberverband auszusteigen, heißt es im Verdi-Blog weiter, wolle er mit dieser Drohung vor allem Angst machen und so von den Beschäftigten Zugeständnisse einfordern und durchsetzen. Die Konsequenzen aus diesen Drohungen seien unter anderem "massive Gehaltskürzungen", die Streichung von Zuschlägen und Urlaubs-/Weihnachtsgeld, längere und "fremdbestimmte" Arbeitszeiten.

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35 Kommentar/e

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  • branchenkenner

    branchenkenner

    Hugendubel hat diesbezüglich ja bereits einschlägige Erfahrungen aus der Übernahme der Buchhandlung Schmorl und von Seefeld in Hannover. Ich halte es auch durchaus für möglich, dass es sich keineswegs nur um eine Drohung handelt.

    Auch bei Thalia liegt eine ähnliche Vorgehensweise in absehbarer Zeit im Bereich des Möglichen. Hier beruhen die entsprechenden Erfahrungen auf der eingegliederten Buchhandelskette Grüttefien, deren Belegschaft schon seit Jahren erfolgreich mit Löhnen abgespeist wird, die nur knapp oberhalb der Grenze für den Anspruch auf Sozialleistungen liegen.

    Traurig ist dies alles aber keineswegs nur wegen der aktuell betroffenen Arbeitnehmer. Vielmehr sollte man auch bedauern, was dem Berufsbild des Buchhändlers im Allgemeinen angetan wird. Auch wenn sicherlich einige unabhängige Sortimenter tapfer dagegenhalten, wird sich unterm Strich in unmittelbarer Zukunft folgendes Bild abzeichnen:

    Ausbildungsplätze? Mangelware.
    Chance auf Übernahme? Kaum.
    Zukunftsperspektive? Zweifelhaft.
    Tarifliche Bezahlung? Guter Witz.

    Das ist keine populistische Schwarzmalerei, sondern die sich in diesen Tagen vollziehende bittere Realität.

  • Chisum ist davongeritten...

    Chisum ist davongeritten...

    Es gibt genug Unternehmen, die in Arbeitgeberverbänden Mitglied sind, und trotzdem nicht den ausgeübten Tätigkeiten entsprechend bezahlen!
    Das ist ein Bundesland übergreifender Kavaliersdelikt im gesamten Einzelhandel!

    Ich selbst habe das in über 20 Jahren im Buchhandel bei fast jedem Arbeitgeber, egal, ob kleines oder größeres Unternehmen, erlebt:

    Gerade als Jungbuchhändler wird man gerne finanziell ausgenutzt.

    Man übernimmt erfolgreich eine Warengruppen- o. Abteilungsleitung, wird aber weiterhin in der niedrigsten Stufe bezahlt.
    Auch Personalverantwortung (z. B. als Ausbilder/in) wird in seltenen Fällen entsprechend vergütet.

    Im Laufe der Jahre habe ich gelernt meine finanziellen Interessen durchzusetzen.

    Entweder der Arbeitgeber war bereit, meine Aufgaben entsprechend dem Tarifvertrag zu vergüten, oder ich habe die Mehrarbeit, bzw. das Mehr an Verantwortung nicht übernommen, bzw. abgegeben.
    Es war nicht immer einfach, hat auch meistens nicht bei den ersten Personalgesprächen geklappt, aber ich habe nie locker gelassen.

    Speziell Hugendubel agiert sowieso schon längst, als wären sie nicht mehr im Arbeitgeberverband organisiert.

    Sie können bei Austritt halt nicht mehr auf Unterstützung oder Beratung der dortigen Juristen zählen, aber für Hugendubel ist dies das geringste Übel.

    Für die Beschäftigten bei Hugendubel wird das allerdings richtig übel, und die Arbeit der einzelnen Betriebsräte und des Gesamtbetriebsrates noch schwerer machen!

    Ich kann nur jedem Arbeitnehmer raten:
    Tretet entweder in die Gewerkschaft ein, damit Ihr dort ggf. rechtliche Unterstützung bekommt,
    oder legt Euch eine Rechtsschutzversicherung für Arbeitsrecht zu,
    damit Ihr Euch im Ernstfall professionell wehren könnt!!

  • A.Z.

    A.Z.

    Die Veröffentlichung der Hugendubel-Pläne, aus dem Tarifvertrag auszusteigen, hat nicht nur auf http://www.boersenblatt.de, sondern auch auf http://www.buchreport.de - und vor allem auf der ursprünglichen „Enthüllungsplattform“ http://www.hugendubel-verdi.de bereits heftige Diskussionen ausgelöst.

    Hier wichtige Leser-Beiträge aus den soeben genannten Foren:

    Die Drohung mit Tarifflucht kam direkt vom Hugendubel-Management: Sie wurde vergangene Woche von Personalleiter Philippe Drouet gegenüber den in Frankfurt versammelten Hugendubel-Betriebsräten ausgesprochen.

    Selbstverständlich würde die Hugendubel-Geschäftsleitung lieber klammheimlich und still aus dem Tarif aussteigen – das geht nun aber, nach der Veröffentlichung der intern ausgesprochenen Drohung, nicht mehr!

    Es handelt sich hierbei nicht um irgendeinen „Tarifpoker“, sondern tatsächlich um beabsichtigte Tarifflucht - und dies hätte für die Hugendubel-Beschäftigten fatale Konsequenzen.

    Denn Tarifflucht bedeutet für die Mitarbeiter die eventuelle Streichung aller tariflichen Leistungen!

    Hugendubel könnte dann also seine Mitarbeiter/innen nach den „rein gesetzlichen“ Basis-Ansprüchen des Arbeitsrecht arbeiten lassen – und diese sehen so aus:

    4 Wochen (24 Werktage bei der 6 Tage-Woche, also 20 Arbeitstage) Urlaub im Jahr;

    48-Stunden-Arbeitswoche;

    6-Tage Woche;

    "angemessenes Gehalt" (das bedeutet, laut Gerichtsentscheidungen, "mind. 5,00 € " die Stunde);

    Streichung aller Zuschläge;

    Streichung der Sondervergütungen;

    völlig freie Arbeitszeitgestaltung nach Arbeitgebervorgaben;

    usw.

    Und zu der Frage wer im Buchhandel überhaupt (noch) nach Tarif zahlt:
    z.B. teilweise Thalia (Einzelhandels-Tarif); Dussmann.
    Aber auch Hunderte von kleinen Buchhandlungen, welche im Arbeitgeberverband des Börsenvereins organisiert sind.

  • Der gute Ratschlag

    Der gute Ratschlag

    Mit dem Arbeitsvertrag ist es wie mit jedem anderen Vertrag auch. Das, was bezahlt wird, wird geleistet. Ist das Gehalt hoch, ist auch die Leistung hoch. Es ist wie mit Autos: Wer einen nagelneuen Porsche möchte, kann nicht mit einem Budget von 20.000,00 Euro ankommen. Für die Mitrbeiter bei Hugendubel heißt das: Locker machen, keinen Streß machen lassen, pünktlich gehen und nebenbei den Branchenwechsel planen.

  • Sasha

    Sasha

    Sehr geerhte Damen und Herren!

    Ich muss das jetzt einmal sagen: "ICH BIN SCHOCKIERT"

    Wie kann es sein, dass das Kulturgut Buch so wenig wert geworden ist? Klar, es lesen immer weniger Menschen, wir hören das seit Jahren und wenn ich mir die Jugendlichen (gehöre ja auch selbst noch dazu) ansehe, die in der Straßenbahn statt eines Buchess ein Telefon halten ... tja, da ist es schon logisch, dass das Kulturgut Buch abnimmt.

    Aber was mich echt schockiert: Jetzt sind die Buchhandlungen eh schon fast alle keine Buchhandlungen mehr, weil dieser ganze Non-Book-Kram dort aufliegt, um den Umsatzeinbrüchen entgegenzuwirken und trotzdem wird gejammert, was das Zeug hält.

    ZU @ 4!
    IHR RATSCHLAG IST SUPER! So sollten es die MitarbeiterINNEN von Hugendubel auch machen.

    Denn der Handel ist zukunftslos. Den ganzen Tag sollte man lachen, gut aufgelegt sein, damit der Kunde kauft, kauft, kauft und dann sollte man für seine Mühen, die man dem Unternehmen schenkt, auch gerecht entlohnt werden.

  • Hugendublerin

    Hugendublerin

    Ich glaube , dass die Gl durchaus den Austritt plant. Ich finde, wir sollten uns endlich wehren - die meisten Kollegen sind zu brav. Wir sollten uns ein Beispiel an den Weltbildkollegen nehmen!

    Ich finde es grauenhaft mitzuerleben, wie die Firma kaputtgespart wird und der Service zur Verärgerung der noch verbliebenden Kunden heruntergeschraubt wird. Doof zB jetzt im Schulbuchgeschäft - mit ein bissle mehr Personal könnte man bessere Zusatzgeschäfte machen, mit den Kunden, die unsere Läden vielleicht das erste Mal betreten.

    Schlimm finde ich auch, dass Vorschläge der Belegschaft ignoriert werden - auch wenn sie gut sind und nichts kosten würden.

    Dies ist die Meinung einer engagierten Buchhändlerin, die gerne auch viel arbeitet.

    Apropos Gehalt: Für ein gutes Leben in München reichts nicht mehr- ausser man hat noch andere Geldquellen - ich fände zB 1800Euro Netto plus Weihnachtsgeld ... etc angemessen für einen normalen buchhändlerischen Mitarbeiter und entsprechend mehr für Abteilungsleiter etc.

    Letzte Anmerkung: Aufhebungsverträge für Mütter, die aus der Elternzeit zurückkommen, sind das Letzte!!
    Vor allem mit der Begründung, der Lebensmittelpunkt habe sich ja verschoben, ob man da nicht einen Aufhebungsvertrag annehmen wolle? Leben wir den im 18.Jahrhundert?? Wovon soll man denn die Kinder ernähren? Von der Münchner Tafel? Die GL soll sich schämen!!!!!!!

  • Aus und vorbei...

    Aus und vorbei...

    Ich habe in einer der von Hugendubel übernommenen Firmen gearbeitet.

    Bestimmt haben wir nicht alles falsch gemacht, im Gegenteil:
    In vielen Bereichen waren wir besser!!

    Hat Hugendubel null interessiert.

    Haben einfach alles beiseite gewischt und ihre Art des Buchhandels übergestülpt.

    Seitdem: Fsst alles scheiße.

    Und der Umgang mit den Beschäftigten ist gelinde gesagt:
    Unter aller Kritik!

    Ich hatte das große Glück mich beruflich neu orientieren zu können und habe das Unternehmen schon vor längerer Zeit verlassen können.
    Leider haben nicht alle die Möglichkeiten dies auch zu tun...

    Aber ich kann nur allen Kolleginnen und Kollegen raten:

    Macht einfach nur den Job, für den ihr bezahlt werdet.
    Einsatz darüber hinaus lohnt sich nicht.
    Das wird sich in diesem Unternehmen auch nicht ändern, im Gegenteil.

    Schaut Euch nach anderen Jobs um, und seid nicht nur auf den Buchhandel fokussiert.

    Buchhandel = Einzelhandel = Verkauf!
    Und verkaufen kann man auch andere schöne Dinge!

  • Erwin

    Erwin

    @ Aus und vorbei....

    Aber ich kann nur allen Kolleginnen und Kollegen raten:
    Macht einfach nur den Job, für den ihr bezahlt werdet.
    Einsatz darüber hinaus lohnt sich nicht.
    Das wird sich in diesem Unternehmen auch nicht ändern, im Gegenteil.Schaut Euch nach anderen Jobs um, und seid nicht nur auf den Buchhandel fokussiert.


    -> volle Zustimmung! jammern und heulen hilft nicht. Bei Hugendubel ist es, wie es ist. Daher muß jeder selbt die Konsequenzen ziehen bevor Huendubel es tut!

  • Hugendublerin

    Hugendublerin

    Hallo Erwin,

    bin nicht Deiner Meinung!

    Ich will versuchen, etwas zu verändern und möglichst noch lange Buchhändlerin bei Hugendubel sein. Die Arbeit an sich macht mir nämlich Spass!

    Liebe Grüsse.

  • jedermann

    jedermann

    Zu @6
    Zum Thema Gehalt: Da klafft aber eine Riesen-Lücke zwischen Wunsch und Realität! In einigen Thalia-Filialen ( "die Aufgekauften") gibt´s für Vollzeit mit Warengruppen noch nicht mal 1800€ BRUTTO!!

  • Hugendublerin

    Hugendublerin

    Ich weiss um die Lücke zwischen Realität und Wunsch bzgl
    des Buchhändlergehaltes. Man muss halt um angemessene Bezahlung kämpfen. Liebe Grüsse.

  • branchenkenner

    branchenkenner

    Es gibt viele, viele tausend Buchhändler da draußen, die mit 1200 - 900 € BRUTTO (!) auskommen müssen. Bei Grüttefien verdienen selbst die Filialleiter kaum mehr.

    Und Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und all sowas ist vielerorts schon längst kein Thema mehr.

    Übrigens sieht es so auch bei vielen, meist kleineren Verlagen aus.

    Mir liegen insofern insbesondere die potentiellen Neueinsteiger in unserer Branche am Herzen. Da muss massiv vor der Berufswahl aufgeklärt werden, worauf man sich da einlässt. Von Luft und Liebe kann man schließlich nicht leben.

    DESWEGEN: DIESER VERDAMMTE VERBAND NAMENS BÖRSENVEREIN MUSS ENDLICH AUFHÖREN, ALLES SCHÖNZUREDEN UND DEN FAKTEN INS AUGE SEHEN:

    - DIE GESAMTDEUTSCHEN BUCHHANDELSFLÄCHEN WERDEN BEREITS IN DEN NÄCHSTEN 3-5 JAHREN UM MINDESTENS EIN DRITTEL SCHRUMPFEN
    - TAUSENDE ARBEITSPLÄTZE SIND AKKUT BEDROHT
    - DIE BASIS DER BRANCHE VERDIENT ZU GROßEN TEILEN NUR HUNGERLÖHNE
    - AUSZUBILDENDEN DROHT FAST AUSNAHMSLOS DIE ARBEITSLOSIGKEIT NACH DER AUSBILDUNG

    ES IST ZEIT, AUFZUWACHEN!!!

  • G.P.

    G.P.

    Hier sagt's mal einer, wie es tatsächlich ist!

    Danke an "branchenkenner"!

  • Brutalstmögliche Aufklärung

    Brutalstmögliche Aufklärung

    @ branchenkenner # 12

    Volle Zustimmung!
    Man kann nur jedem raten alles daran zu setzen, die Branche schnellstmöglich zu verlassen. Und potentiellen Buchhandels-Azubis und Interessenten sei geraten: FINGER WEG von diesem Beruf!

  • jedermann

    jedermann

    Ebenfalls volle Zustimmung!
    Der Nachwuchs wird von uns "alten Hasen" längst gewarnt - allein - es fehlt ihnen der Glaube.
    Sind sie doch angetreten mit viel Idealismus, Engagement und Liebe zum Buch - und jetzt soll es "nichts" sein?
    Wir ernten ungläubige und ratlose Gesichter.

  • Trauriger

    Trauriger

    Aber es tut ja keiner was!

  • Hugendubel-Verdi-Infoblog

    Hugendubel-Verdi-Infoblog

    Aktuell im Infoblog
    (Hintergründe - Diskussionen - Handlungsstrategien):

    Interview mit Hugendubel-Betriebsratsvorsitzenden Uwe Kramm

    "Statt Sozialtarifvertrag - Tarifflucht"
    http://hugendubelverdi.blogspot.de/2012/09/statt-s ozialtarifvertrag-tarifflucht.html

    Und am Dienstag 2. Oktober steht das Thema ganz oben - auf der Hugendubel-Betriebsversammlung in München:

    Dort wird es heiß her gehen.
    Ein "heißer Herbst/Winter" steht bevor!

  • Ex-Hugendublerin

    Ex-Hugendublerin

    Es ist halt der Lauf der Zeit, die Dinge ändern sich.
    Jammern hilft gar nichts. Schon vor 10-15 Jahren wurde bei Hugendubel vor allem eins: viel gejammert!
    Es wird doch niemand gewzungen dort zu arbeiten! Besser wird es sicherlich nicht mit der Bezahlung und den Sozialleistungen. In anderen Branchen oder bei anderen Arbeitgebern ist die Entwicklung auch nicht unbedingt besser, aber sein eigenes Glück kann wirklich nur jeder selbst in die Hand nehmen.
    Spaß gemacht hat mir das Bücherverkaufen auch, aber wenn sich Änderungen durch äußere Einflüsse wie Internet und eBooks ergeben, muss man vielleicht auch einfach mal umdenken.
    Stagnieren, nichts wagen, nur jammern - das hilft sicherlich nicht!
    Mich freut die Entwicklung, dass die kleinen, gut sortierten Buchhandlungen inzwsichen bessere Zukunftschancen haben als die großen Ketten. Denn die Beratung ist eine individuelle Dienstleistung, die Internethändler nur bedingt bieten können. Und diese Beratung basiert auf Können und Wissen, welches als Angestellter bei Hugendubel doch kaum noch gefragt und erforderlich ist.

    Was mir zudem noch auffällt: dass derzeit bei Hugendubel Überstunden zwar nicht ausgezahlt, aber als Urlaub abgegolten werden, steht hier in der Diskussion noch nirgends. Das halte ich für absoluten Luxus!!! Wo gibt es denn sowas noch heutzutage?
    Und dann jammern sie trotzdem...???

  • Streikender Jammerlappen

    Streikender Jammerlappen

    @Ex-Hugendublerin

    Liebe Ex, dann wäre doch eines jetzt angesagt: schnellst mögliche Rückkehr in den Schoß dieses ja offensichtlich überaus generösen und durch und durch fairen Großfilialisten (übrigens zur Hälfte in straff weltbild-katholischer Hand).

    Oder doch lieber nicht?
    (Ginge ja auch gar nicht, wird eh kein Einziger mehr neu eingestellt dort; entlassen dagegen werden ziemlich viele ......)

    Und noch was:
    Einzig und allein die Geschäftsleitung "jammert" - und versucht damit, Begründungszusammenhänge für Personalabbau, Filialschließungen, ständige Verschlechterung der Arbeitsbedingungen usw. zu schaffen.

    Die Beschäftigen dagegen "jammern" eher nicht. Sie dagegen üben konstruktive Kritk, machen wegweisende Verbesserungsvorschläge, kämpfen für ihre Rechte (und wenn es denn sein muß, dies sicherlich auch unter Einsatz des sehr wirksamen Mittels des Streiks!)

    Viele Grüße vom "streikenden Jammerlappen".

  • rehgse

    rehgse

    Hugendubel macht, zumindest in München, gute Geschäfte. Personal ist am Marienplatz schon ausgedünnt, aber gute Beratung erhält man dort. Offenbar ist der jungen Inhabergeneration der Gewinn noch nicht hoch genug, um nicht zu versuchenm ihn auf dem Rücken der Mitarbeiter zu erhöhen. Es wäre gut, wenn sich diese Mitarbeiter deutlich wehren würden. Es gibt nämlich mehr Kundenb, die dafür Verständnis haben, als die Hugendubel-Inhaber es meinen. zu 19) durchhalten bitte.

  • Waschlappen

    Waschlappen

    "... Die Beschäftigen dagegen "jammern" eher nicht. Sie machen wegweisende Verbesserungsvorschläge...."

    Zum Beispiel...!?!

  • Ex-Hugendublerin

    Ex-Hugendublerin

    Nee, da bin ich falsch verstanden worden: auf keinen Fall will ich zurück! Ich bin gegangen, weil mich die ewige Jammerei aller Kollegen genervt hat. Und auch die Einstellung der Geschäftsleitung hat mir zunehmend missfallen.
    Ich habe ein Risiko in Kauf genommen, gekündigt, arbeite inzwischen unter vielleicht ähnlichen finanziellen Bedingungen, aber für eine NETTE Firma, in der das Betriebsklima stimmt und Mitarbeiter angehört werden. Sowas gibt es!

    Viele Argumente der Angestellten finde ich plausibel, aber Jammern (oder kritisieren) hilft meiner Meinung nach nicht, nur agieren! Denn mit der konstruktiven Kritik stösst man bei dieser Geschäftsleitung scheinbar auf taube Ohren (das war schon vor 10-15 Jahren so, hat sich offenbar nicht geändert). Sie erkennen die Konstruktivität nicht und schmettern Argumente einfach ab. Mitarbeiter sind ihnen nicht viel Wert, sie sind austauschbar. Deren Meinung interessiert sie dementsprechend auch nicht.
    Und genau wegen dieser Erkenntnis habe ich damals bei Hugendubel gekündigt. Und würde es immer wieder tun.

  • Tut was!

    Tut was!

    Geht am 2.Oktober zur Beriebsverammlung und drückt deutlich aus, dass ihr gegen Tarifflucht und Regelarbeitszeit seid. Streikt!

  • Tut was!

    Tut was!

    Geht am 2.Oktober zur Betriebsversammlung und drückt deutlich aus, dass ihr gegen Tarifflucht und Regelarbeitszeit seid. Streikt! Tut was!

  • Die Hugendubel-Zukunft mitgestalten

    Die Hugendubel-Zukunft mitgestalten

    Der Buchhandel steckt in der Krise, die Buchhandlung Hugendubel steckt in der Krise, wir alle stecken in der Krise – das ist nichts Neues. Und was uns droht, wissen wir auch:

    Arbeitsplatzverlust, weitere Filialschließungen, schlechtere Arbeitszeitregelungen, schlechtere Arbeitsbedingungen, weitere Leistungsverdichtung (mehr Arbeit, mehr Stress, mehr Frust) – soviel ist sicher!

    Und wird nun vielleicht auch noch die Tarifbindung (geltende Regelungen betreffs Gehalt, Urlaub, Weihnachtsgeld, Wochenarbeitszeit etc.) in Frage gestellt? – man weiß es nicht so genau, aber angesichts unserer Lage wahrscheinlich denkbar!

    Wer also meint, er habe nichts mehr zu verlieren und nichts, wofür es sich zu kämpfen lohnt, der irrt sich ganz gewaltig: Entschlossenes und gemeinsames Handeln ist jetzt wichtiger denn je.

    Denn was heißt eigentlich Krise? Eine Krise ist keine Flaute, die man einfach abwarten und aussitzen kann, aber auch nicht zwangsläufig der Anfang vom Ende. Sondern: eine Situation, in der sich entscheidet, ob und wie es weitergeht! Und damit zugleich: eine Situation, in der wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen – für die Zukunft unserer Firma und für unsere Zukunft!

    Unsere Aufgabe ist es – und unsere Anstrengung als Betriebsrat wird es sein, hierbei im Interesse aller im Betrieb Beschäftigten mitzuwirken: den notwendigen Wandel so mitzugestalten, dass die Arbeit bei Hugendubel eine Zukunft hat. Und das bedeutet letztlich: die Bedürfnisse, die Erfahrungen, die Fähigkeiten derer, die in unseren Filialen arbeiten, in die anstehenden Entscheidungsprozesse einzubringen.

    Dazu müssen wir uns Gehör verschaffen – und zwar viel mehr noch, als dies bisher der Fall war. Das aber kann und darf nicht länger Sache einiger weniger sein, sondern hier sind alle gefragt:
    jede und jeder Einzelne.

    Denn der Handlungsspielraum einer betrieblichen Interessenvertretung ist begrenzt: sie bleibt auf den (gerade in entscheidenden Punkten oft zu engen) Rahmen verwiesen, den das Gesetz vorgibt.

    Ein erfahrener Betriebsrat wird sich deshalb immer sagen: lieber hundert Leute hinter mir als tausend Gesetze vor mir! Denn ohne Beteiligung, ohne die Unterstützung, ohne die Rückendeckung einer satten Mehrheit der Belegschaft, wird es ihm – wenn er das Recht auch noch so sehr auf seiner Seite hat – so gut wie unmöglich sein, etwas letztlich durchzusetzen.

    Das wirkungsvollste Instrument, das uns hierbei zur Verfügung steht, ist daher die Betriebsversammlung – aber natürlich nur eine gut besuchte Betriebsversammlung.

    Doch genau hier liegt im Augenblick unser Problem: die rekordverdächtigen Besucherrückgänge dieses Jahres stehen in keiner vernünftigen Relation mehr zu den erklärtermaßen recht hohen Erwartungen an den Betriebsrat – vor allem beim Thema Arbeitszeit.

    Wir sehen uns mit unserem Engagement von den meisten alleingelassen!

    Zur wirtschaftlichen Krise, in der wir stecken, kommt – als ob sie nicht schon schlimm genug wäre – auch eine Krise der betrieblichen Mitbestimmung bei Hugendubel. Und diese ist – mit Verlaub – die erbärmlichste, beknackteste, arschigste aller Krisen, weil sie anders als die anderen ganz und gar selbstgemacht und überflüssig ist.

    Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen, raus aus den Schuhen der Feigheit, der Dummheit und der Trägheit! Sie stehen euch nicht! Sie passen euch nicht! Also wartet nicht erst, bis sie euch drücken!

    Denkt positiv und werdet aktiv!

    Kommt am 2. Oktober zur Betriebsversammlung!
    Niemand braucht euch an diesem Tag mehr als eure versammelten Kolleginnen und Kollegen.
    Denn je besser wir zusammenhalten, desto wirkungsvoller können wir die Zukunft mitgestalten.

    - - - - - - - - -
    Jürgen Horn
    (stellvertretender BR-Vorsitzender Hugendubel-München):
    "Die Zukunft mitgestalten"

    Aufruf an die Belegschaft zur aktiven Beteiligung an der Münchner Hugendubel-Betriebsversammlung am Dienstag, 2. Oktober, 9:30 Uhr im DGB-Haus München.

    - - - - nachlesen + mitdiskutieren - - - -
    im Hugendubel-Verdi-Infoblog unter:

    http://hugendubelverdi.blogspot.de/2012/09/die-zuk unft-mitgestalten.html

    Macht mit!
    Empört Euch!
    Beteiligt Euch!
    Alle!

  • Ich komme am Dienstag

    Ich komme am Dienstag

    Zur Hugendubel-Betriebsversammlung am 2.10. im DBG-Haus München:

    Danke, Jürgen Horn, für Deinen tollen direkten mutigen anfeuernden Aufruf!

    Ich komme am Dienstag!!!

  • Spiderman

    Spiderman

    @ Jürgen Horn # 25

    Das Engagement der Betriebsräte in allen Ehren!
    Doch meiner Meinung nach sollte sich jeder Hugendubel-Angestellte fragen, ob er immer und immer wieder dieselben Kämpfe gegen Windmühlen führen will, oder ob es nicht sinnvoller ist, einen Schlußstrich zu ziehen und das Unternehmen/die Branche zu verlassen. Die Arbeitsplätze werden auch durch neue Tarifverträge o.ä. nicht sicherer, wie man beim Fall Schlecker gesehen hat.
    Und wer will schon sein Leben einem "ewigen" Kampf um immer dieselben Dinge widmen!?!

  • Hugendubel-Betriebsrat

    Hugendubel-Betriebsrat

    Die Firma Hugendubel - oder auch gleich ganz die Buchhandelsbranche überhaupt zu verlassen:

    Diese Aufforderung von dir,

    @Spiderman

    kann doch wohl nicht ganz ernst gemeint sein - noch dazu, wenn sie direkt an ein sehr engagiertes Hugendubel-Betriebsratsmitglied gerichtet ist.

    Individuell, für den/die einzelnen Buchhandelsangestellte/n mag das ja eine durchaus sinnvolle Lösung sein, sich aus einem belastenden Arbeitsverhältnis mit dieser unsäglich pervertierten ehemaligen "Traditionsbuchhandlung" (die sich mittlerweile tatsächlich eher im Discounter-Milieu à la Schlecker angesiedelt hat) zu lösen.

    Das kann aber doch keine realistische Perspektive für mehrere Tausend DBH-Angestellte sein (also der Filialketten aus dem WELTBILD-Konzern unter den Logos von: Hugendubel, Weiland, Weltbildplus, Jokers, Wohlthat, ...)!

    Und völlig deplaziert ist diese Spiderman-Aufforderung dann, wenn sie adressiert ist an die Interessenvertretung der DBH-Arbeitnehmer/innen; also an die Betriebsräte, deren Aufgabe es doch ist, skandalöse Arbeitsbedingungen zu verhindern bzw zu bekämpfen - und so ihre Verantwortung gegenüber jedem/r Einzelnen dieser vielen Hundert Unternehmensbeschäftigten wahrzunehmen.

    Auch wenn das manchmal nahe am "immerselben Kampf gegen Windmühlen" angesiedelt sein mag: Hier handelt es sich doch um eine sozial, gesellschafts- und kulturpolitisch Aufgabe von hoher Bedeutung.
    Und: selbst konzerngetriebene (Weltbild-)Windmühlenflügel können durchaus gestoppt werden.

    Dies haben gerade erst vor wenigen Monaten die bei der "Konzernmutter" WELTBILD/Augsburg angestellten Kolleg/innen (samt engagiertem Betriebsrat, mit Unterstützung der "Buchhhändler-Gewerkschaft" ver.di) mit ihrem erfolgreich geführten (hundert- bis tausendköpfigen!) Widerstand gegen die bischöflichen Verkaufspläne unter Beweis gestellt!

    Jetzt aber ist der Sortimentsbereich dran. Und der jeetzt in Gang kommende Widerstand gegen die DBH-Leitung wird so heftig werden wie noch nie:

    Ein sehr heißer Herbst und ein äußerst turbulentes Weihnachtsgeschäft stehen dem Halff/Hugendubel-Regiment ins Haus!

  • Spiderman

    Spiderman

    @ Hugendubel-Betriebsrat

    Nur für mein Verständnis: In wiefern habe ich direkt an ein Hugendubel-Betriebsratsmitglied die "deplazierte Aufforderung" gerichtet, das Unternehmen zu verlassen!?! eine solche vermag ich in meinem Thread nicht zu entdecken es sei denn, man interpretiert sie flugs hinein ;-)

    Und zweitens: Sind mehrere tausend DBH-Angestellte nicht auch jeweils Individuen? Und warum kann es für diese eigentlich keine Perspektive sein, sich aus einem belastenden und unsäglich pervertierten Arbeitsverhältnis zu lösen? Ist dieser Weg nur Einzelnen, aber nicht dem Kollektiv vorbehalten?

    Und was ist daran "unrealistisch", sich nach einer Tätigkeit außerhalb von Hugendubel und Buchhandel umzusehen? Es sei denn, für Hugendbubel-Angestellte besteht die Welt nur aus Hugendubel und Buchhandel!

    Fragen über Fragen......

  • Buchhändler, der seine Arbeit liebt und bleiben will

    Buchhändler, der seine Arbeit liebt und bleiben will

    Ich finde es toll, dass Jürgen Horn so offen seine Meinung sagt. Ich finde überhaupt, dass unser Betriebsrat einen guten Job für die Belegschaft macht.

    Ich gehe zur Betriebsversammlung am 2.Oktober und spreche auch noch Kollegen an.

    Macht mit - ihr Münchner - motiviert Eure Kollegen zu kommen; auch wenn Sie Urlaub oder frei haben.

    Sprecht auch die Kollegen von Kasse und Service an - die trauen sich oft nicht!

    Bis Dienstag!

  • Hugendubler

    Hugendubler

    Ich war am 2.10. in der Betriebsversammlung.

    Es wurde gesagt, aktuell sei kein Austritt aus dem Tarif geplant. Aber was heisst "aktuell"?

    Kann ja zB sein, das der Austritt einfach nach dem Weihnachtsgeschäft stattfindet.

    Versucht etwas gegen eine mögliche Tarifflucht zu machen. Klärt auf, dass der Tarif gut ist und uns unser Gehalt etc. sichert. Im Übrigen sind unserer Gehälter ja auch mit Tarif nicht so hoch, dass wir hier in München super davon leben könnten...

    Versucht zB in der Öffentlichkeit zu thematisieren, dass Hugendubel in Bayern noch nach dem Tarif zahlt und dass dies Hugendubel ja zu einem Vorzeigearbeitgeber in Bayern macht. Schafft Öffentlichkeit, zB auch in der Süddeutschen.
    Macht klar, das wir nicht nur eine "doofe" Boulevardbuchhandlung sind, sondern dass unser Arbeitgeber nach Tarif zahlt. Das machen nicht alle Arbeitgeber in der Buchbranche - vor allem die sogenannten kleinen Sortimente nicht.

    Ausserdem will ich hier nochmal betonen, dass ich gegen eine Regelarbeitszeit bin - sowas ist unmenschlich. Jeder muss sein Leben planen können - sei es private Verabredungen, VHS-Kurse, Kinderbetreuung etc.
    Ich kenne Leute, die nach Regelarbeitszeit gearbeitet haben - das ist kein Spass und völlig unnötig, da wir schon alle einspringen und uns engagieren!!!!



  • Ich war auch da

    Ich war auch da

    Ich kann nur alles aus Kommentar 31 unterstützen.

    Hinzuzufügen habe ich nur eins:

    Herr Nitz, ich lade Sie herzlich ein, ein mindestens dreiwöchiges Praktikum an der Basis zu machen, zB am Marienplatz oder Stachus.

    Danach könnten wir uns ja über alles nochmal unterhalten!

  • Sloganerfinder

    Sloganerfinder

    Wie wärs mit dem Slogan:

    Mein Arbeitgeber Hugendubel zahlt nach dem bayerischen Buchhandelstarif und das ist gut so!

  • Hugendubler

    Hugendubler

    Herr Nitz sagt zur Süddeutschen Zeitung in der Ausgabe vom 5.10.2012, dass Hugendubel ja nicht alle Mitarbeiter einkaufen lässt und begründet damit anscheinend die Unzufriedenheit der Mitarbeiter bezüglich Verbesserungsvorschläge.

    Bitte beachten Sie hier : Auch die Einkäufer fühlen sich übergangen und ungehört. Auch ihre Vorschläge werden nicht gehört bzw abgetan und nicht geprüft!

  • wasi

    wasi

    Wundern würde es mich nicht! Seit Jahren gehen die nach Tarif bezahlten Arbeitsverhältnisse zurück. Auch 2012 ging die Verbreitung von Branchentarifverträgen in Deutschland zurück. Im Jahr 2012 galt demnach nur noch für rund 50 Prozent der Beschäftigten ein Branchentarifvertrag. (Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/stra tegie-personal/tarifbindung-geht-weiter-zurueck/ )
    Schade das immer mehr Arbeitgeber keine Tarifverträge, wollen und sogar aus dem Verband austreten. Vor allem wird hier ja das Image des Unternehmens angegriffen. Aber die Arbeitgeber nehmen es in Kauf.

    Gruß,
    W.

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