Offener Brief des Thienemann-Verlegers zu Veränderungen in Kinderbüchern

"Arbeit mit Autoren unter Generalverdacht"

In der Debatte um die sprachliche Modifizierungen in der "Kleinen Hexe" wehrt sich Thienemann-Verleger Klaus Willberg gegen Aufrufe, das Thienemann-Programm zu boykottieren: "Der unhaltbare Vorwurf der Zensur stellt unsere sorgfältige inhaltliche Arbeit mit Autoren unter einen Generalverdacht, der wirtschaftliche Auswirkungen haben kann, wie Reaktionen von Kunden in Buchhandlungen zeigen."

Hier der offene Brief des Thienemann-Verlegers von heute im Wortlaut:

"Was ich verstehe ist, dass in einer Zeit der Globalisierung, Unsicherheit und Unrast, in einer Zeit, in der Vorgänge wegen ihrer Komplexität nicht mehr verstanden werden können, es vielen wie ein Eingriff in oder gar Angriff auf Bewahrtes und Bewährtes vorkommen muss, wenn in einer Kindheitserinnerung Veränderungen vorgenommen werden. Der Umfang und die Qualität dieser Veränderungen in 'Die kleine Hexe' von Otfried Preußler sind allerdings nicht im Entferntesten für eine Debatte geeignet, wie sie nun seit Beginn des Jahres geführt wird. 

Was mich bedrückt, ist die Vehemenz, mit der in der Überzahl der in der Regel per E-Mail eingegangenen Pamphlete für die Benutzung von diskriminierenden Begriffen eingetreten wird und welche Ressentiments sich entladen, wenn ein solcher Begriff aus einem Buch genommen wird, das Mittelpunkt des täglichen Vorleserituals mit Kindern ist. Diese Schreiben reichen, um bei harmlosen und unpersönlichen Beispielen zu bleiben, vom Hinweis, es gingen jeden Tag Flüge nach Afrika, bis zur geäußerten Hoffnung auf den Sieg der politisch Unkorrekten über die Gutmenschen.

Was mich erstaunt ist, wie unreflektiert und unsachlich in der Diskussion argumentiert wird. Da wird alles mit allem, auch im deutschen Bundestag, in einen Topf geworfen und umgerührt: die Bibel, Kinderbücher, Gedichte, Bezeichnungen für Gerichte, Kinderreime, etymologische Erläuterungen, die klassischen deutschen Dramen, Süßigkeiten, Operetten, Definitionen, das Grundgesetz. Das gilt leider nicht nur für die schnell getippte E-Mail, sondern für eine Vielzahl der zur Debatte erschienenen Artikel, denen eine intellektuelle Reflexion vorangegangen sein sollte.

Was mich ärgert, ist der unhaltbare Vorwurf der Zensur, der auch mir persönlich gegenüber nicht nur in Unmengen von Pamphleten vorgebracht wurde und wird, wobei die Bandbreite von stalinistisch bis faschistisch als Vorstufe zur nächsten Bücherverbrennung reicht. Leider findet sich dieser Vorwurf der Zensur auch in Beiträgen seriöser Publikationen, zu deren Regeln es gehören sollte, sorgfältig und gewissenhaft mit bestimmten Begrifflichkeiten umzugehen. Die behutsame sprachliche Modernisierung in 'Die kleine Hexe' geht auf die von mir ausdrücklich begrüßte Initiative der Familie Preußler zurück, ist mit dieser abgestimmt und von dieser autorisiert. Das hat mit Zensur nichts zu tun.

Was mich besorgt, ist nicht so sehr die in vielen Pamphleten geäußerte Hoffnung, dass das Verlagshaus wirtschaftlich zugrunde gehen möge. Durchaus besorgt mich jedoch der Aufruf in diesen Unmengen von Pamphleten, das gesamte Programm des Verlagshauses zu boykottieren, weil unsere Büchern zensiert würden. Der unhaltbare Vorwurf der Zensur stellt also unsere sorgfältige und gewissenhafte inhaltliche Arbeit mit Autoren unter einen Generalverdacht, der tatsächlich wirtschaftliche Auswirkungen haben kann, wie Reaktionen von Kunden in Buchhandlungen zeigen.

Was mich wundert ist, welche Bedeutung in den Medien angesichts dessen, was in Deutschland, in Europa und der Welt in den ersten Wochen des neuen Jahres passiert ist, einer behutsamen sprachlichen Veränderung in einem Kinderbuch beigemessen wird. Das mag daran liegen, dass es ein Kinderbuchklassiker ist und  diejenigen, die professionell Artikel verfassen, nicht anders empfinden als diejenigen, die spontan E-Mails schreiben. Das entbindet jedoch nicht von der Verantwortung, die mit professioneller journalistischer Arbeit verbunden sein muss, nämlich Fakten zu recherchieren, anstatt sich auf Mutmaßungen zu stützen.

Was mich freut sind Zustimmung und Verständnis, Maßhalten und Reflexion, gerne auch der niveauvolle Disput."

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19 Kommentar/e

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  • Bridget

    Bridget

    Ich versteh die ganze Aufregung nicht. die 3 ??? wurden doch auch modernisiert und sind ebenfalls Klassiker der Kinderliteratur.

  • Leo

    Leo

    Thienemann-Verlag gut gemacht!

    Hier gibt es die einzig intelligente Herangehensweise:

    http://maedchenmannschaft.net/ishema-kane-in-die-f ussstapfen-von-rosa-parks/

  • Alexander Virchow

    Alexander Virchow

    Hallo Klaus Willberg.

    Fassen wir Ihren Brief doch einmal so zusammen: Sie haben keinerlei Gefühl dafür gehabt, welches Fass Sie da aufmachen. Nun wäre es an Ihnen, Ihren Fehler zu erkennen und den Unsinn zurückzunehmen.

    Anstelle dessen sehen Sie lieber die Splitter in den Augen Ihrer Emailkontrahenten. Das ist menschlich, eben weil es dumm ist.

    "der tatsächlich wirtschaftliche Auswirkungen haben kann"

    Wirtschaftliche Auswirkungen werden gewiss auch die gestrichenen Partieexemplare haben. Für uns ist Otfried Preussler leider nicht mehr wirtschaftlich vertretbar zu beziehen.

    Mit freundlichen Grüssen,
    Alexander Virchow

  • Amoah

    Amoah

    Meinen Kindern habe ich "Die kleine Hexe" vorgelesen, weil ich so gute Erinnerungen an das Buch aus meiner Kindheit hatte. Und in der Tat: auch als Erwachsene gefällt mir das Buch noch sehr. Doch als ich zu der Stelle mit dem "Neger" kam, habe ich das beim Lesen geschwind selbst zensiert - ich weiß nicht mehr, welches Wort ich stattdessen "gelesen" habe. (Im Übrigen habe ich das z.B. auch beim gleichen Wort in Lindgrens "Krachmacherstraße" getan.)
    Warum ich das gemacht habe? Weil dieses Wort heute als diskriminierend gilt und von den immer noch und immer wieder so Angsprochenen als absolut diskriminierend empfunden wird. Fragen Sie nur mal meinen Mann, der Afrikaner ist. Glauben Sie im Ernst, so was lese ich unseren Kindern vor???
    Nach wie vor haben wir das unzensierte Buch zu Hause und vielleicht werden meine Kinder, wenn sie lesen gelernt haben, das Buch selbst lesen. Dann werden sie über den Begriff sicherlich stolpern und dann können wir darüber reden (falls ich es mitkriege ;-)). Schwärzen werde ich das Wort also nicht, da die Kinder auch an anderer Stelle auf diesen Begriff treffen werden und längst nicht in so nettem Zusammenhang wie in diesem Buch und sich dann sowieso damit auseinandersetzen müssen.
    Aber wenn sich im Zuge einer Neuauflage die Möglichkeit ergibt, diesen Begriff zu ersetzen, dann soll man dies unbedingt tun. Und daher gratuliere ich Thienemann zu dem Entschluss. Keine Sorge, Herr Willberg, viele werden Ihre Bücher weiterhin und nun sogar erst recht kaufen!

  • w.huettermann

    w.huettermann

    Muss man heutzutage eigentlich immer dafür oder dagegen sein? Ehrlich: Mir ist es völlig egal, wie roman- oder märchenhafte Figuren benannt werden. Mit Konrad Adenauer, den man ganz sicher nicht als Faschisten bezeichen kann, sage ich: Seid doch nicht so pingelig!

  • franz wanner

    franz wanner

    Ich finde gut, wenn der Verlag das spürt. Leider wird das sicher nicht existenzbedrohend.
    Mir geht es nicht um diesen Verlag, sondern um die Allmacht der Rechteinhaber für unsere Vergangenheit.
    Auf der einen Seite haben wir die grenzenlose Freiheit einer Überindividualisierung und auf der anderen Seite die hemmungslose Despotie einer (befreienden) political correktness.
    Im Ergebnis gibt es genau dieses ganz sicher unverständige "mir doch egal, seid nicht pingelig, wen stört das schon..."
    Mal an die selbstzensierende Mutti gefragt, wie hoch schätzt sie denn die Schädigung, die sie einst wegen dieser belastenden Begriffe in der Kinheit erlitten hat, an sich selber ein?
    Wer seine Geschichte nicht aushält, hat auch bald keine mehr. brauchen wir ja auch nicht, hat ja jeder seine eigene.

  • Amoah

    Amoah

    Die selbstzensierende Mutti hat keinen Schaden erlitten. Zum einen wurde das Wort "Neger" zu meiner Zeit soweit ich mich erinnere noch nicht so gebraucht, wie dies heute der Fall ist. Zum anderen, das ist Ihnen wohl entgangen, bin ich keine Afrikanerin.
    Und hätte ich das Wort meinen Kindern vorgelesen, wären sie jetzt auch nicht geschädigt oder sonstwas. Dass diese Gesellschaft in der wir leben, immer noch rassistisch ist, haben sie längst begriffen. Dass es durchaus intelligente Leute gibt, die das nicht begreifen wollen, wissen sie aber noch nicht. Macht aber nix, das werden sie auch irgendwann mitkriegen.

  • franz wanner

    franz wanner

    @Amoah

    das meinte ich. Die Wortbedeutung von gestern und heute. Seien wir lieber gegen Rassismus und nicht gegen Worte. Mit dem Vorbeimogeln an Worten ist nicht mal nichts getan, sondern mehrfach geschadet.

    "Bevor entschieden werden könnte, ob das Wort gebraucht werden darf, würde ich gern wissen, was das Wort eigentlich bedeutet.

    Es muß heute etwas ganz Schreckliches bedeuten, wenn es verboten werden soll.
    Anscheinend bedeutete es einst etwas weniger Schreckliches, wenn es so arglos überall und auch in geliebten Kinderbüchern verwendet wurde.
    Wer hat das neu hineingetan?
    Oder waren früher alle Leute einfach bösartiger als heute? oder waren sie dümmer, dass sie nicht wußten, was das eigentlich bedeutet?
    Oder kann man sich zeitweise aussuchen, was es bedeutet? Ändert sich mit der Bedeutung auch das Recht der Verwendung?
    Also, wenn ich mir anschaue, was so in den letzten Jahrzehnten alles so als chic bezeichnet wurde… man sollte das Wort einfach nicht mehr verwenden."

  • Thorben-Finn

    Thorben-Finn

    "Was mich freut sind Zustimmung und Verständnis, Maßhalten und Reflexion, gerne auch der niveauvolle Disput."

    Man fragt sich, was das wohl für eine Echokammer sein mag, in den oberen Etagen des Thienemensch-Verlags. Vielleicht kann ja mal jemand das Wort "Selbstzensur" hineinrufen, mal schaun, was rauskommt.


    Und sich ausgerechnet auf die
    maiden (mädchen ist diskriminierende Verniedlichung)
    frau (selbsterklärend)
    schaft (phallischer gehts nimmer??)
    zum Thema Zensur/Neusprech zu berufen, hat was.

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    Sehr geehrter Kollege Klaus Willberg,

    wenn Sie das, was Sie da machen, "behutsame sprachlichen Veränderung in einem Kinderbuch" nennen, dann ist das Orwell'sches Neusprech für Geschichtsklitterung (nachträgliche, mutwillige Veränderung eines zeitgeschichtlichen Dokumentes) und Sprachsäuberung im Sinne der unsäglichen Political Correcntess, die in Wahrheit nichts anderes ist als eine Gedankenpolizei und Beschränkung der Denkfreiheit. Das ist DDR 2.0 und für mich total igitt. Die Sprachreinigungen müssen aufhören. Wehret den Anfängen! Was kommt als nächstes? Die Buchverbrennung? Beispiel Neger: Das ist dem Wortursprung nach weder Schimpfwort, noch dikriminierend. Man hat es nur zu einem solchen deklariert. Schauen Sie mal hier: http://www.youtube.com/watch?v=qMuM4glK2iA
    Dem Schriftgut und der Denkfreiheit leisten Sie einen Bärendienst.

  • Susanne B.

    Susanne B.

    Lieber Herr Willberg,

    halten Sie die Fahne hoch, sonst wird "Die kleine Hexe" im Abseits landen und gar nicht mehr gelesen. Sie setzen sich schon seit langem für Kinderbuchklassiker ein. Das habe ich u.a. an Ihrem Verlag immer sehr geschätzt. Es gibt Verleger mit Sachverstand und Moral und nach Ihrem Statement bin ich noch mehr der Auffassung, dass Sie dazu gehören. Ihr Verlag wird weiter bestehen und auch die Verleumder (was ist das für eine Moral einem Kulturbetrieb für so etwas das finanzielle Garaus zu wünschen?) werden an der Moderne nicht vorbeikommen. Viel Erfolg weiterhin!

  • Susanne Martin

    Susanne Martin

    Lieber Herr Willberg,
    danke für Ihren Beitrag. Ich teile Ihre Standpunkte, vor allem hinsichtlich des geradezu inflationären Gebrauchs des Wortes "Zensur" in dieser Debatte. Gott sei Dank musste ich noch keine Zensur erleben in meinem Leben, aber es gibt genügend Länder und historische Beispiele für echte Zensur, die bedrückend sind. Die Überarbeitung einiger nicht mehr zeitgemäßer Worte in einem Kinderbuch als "Zensur" zu bezeichnen finde ich unangebracht.
    Nicht im Traum würde es mir einfallen, deshalb einen Verlag zu boykottieren, der seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit im Kinder- und Jugendbuchbereich leistet. Im Verlag wurde eine Entscheidung getroffen, die ich für nachvollziehbar halte und respektiere. Ich wünsche allen im Thienemann Verlag gute Nerven und viel Unterstützung.

  • Alex Krycek

    Alex Krycek

    Die Idioten (im wertfreien ursprünglichen Sinn gemeint), die sich gegen eine sprachliche Modernisierung von Kinderbüchern aussprechen, lesen vermutlich auch Grimms Märchen nur im Original. Alles andere wäre ja Neusprech.

    Es ist wahrlich bedenklich, dass der Thienemann-Verlag vom herrschenden Regime gezwungen wird, das Wort "Neger" aus allen Auflagen, auch bereits erschienenen, zu tilgen und dass jedem Bürger die Freiheit genommen wird, "Neger" auch nur zu denken! Ganz offensichtlich geht damit der politische Wille einher, den Idioten sprachlich derart einzuengen, dass ihm das Konzept von "frei" verloren geht ... Sie wissen schon, dieses alte germanische Konzept, wonach nur Sippen- und Stammesgenossen vollberechtigte Mitglieder der Gemeinschaft sind, im Gegensatz zu den fremdbürtigen.

    Wahrlich, ich kann die Bücherverbrennungen schon riechen. Die deutsche Sprache muss dringend bewahrt ... nein, auf ihren Ursprung jenseits aller Säuberungen und Wandlungen zurück geführt werden. Ugga ugga!

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    ...ein solch polemischer Beitrag - und dann auch noch feige unter Pseudonym verfasst: sehr bedenklich. Und vollkommen am Thema vorbei, weil es nicht um die natürliche Entwicklung der Sprache, die ja quasi lebendig ist, geht (Grimm: Etymologie der Sprache), sondern um vorauseilenden Gehorsam im Sinne der Political Correctness. Das hat nichts mit Wandlungen der Sprache zu tun, sondern mit deren Instrumentalisierung für politische Zwecke.

  • Alex Krycek

    Alex Krycek

    Feige? Pseudonym? Bedenklich? Lustig.

    Sie werden sicher noch nachliefern, für welche politischen Zwecke sich der Verlag vorauseilend gehorsamst hat instrumentalisieren lassen. Anbei wäre auch eine nähere Definition Ihres Gebrauchs von "natürlich" hilfreich.

  • Euro Twain

    Euro Twain

    Seltsames Brief von Herrn Willberg. Er scheint da einiges zu verwechseln oder nicht zu verstehen. Das mag auch daran liegen, das die Begründungen für die Überarbeitung häufig wechseln: mal ist die "Diskriminierung" der Grund, also tatsächlich überflüssig und auch bedenklich, mal ist es die sprachliche Aktualisierung, was ja nichts schlimmes ist, wenn man auch darüber darüber streiten mag, ob man einen antiquierten Sprachstil will oder nicht - da gibt es sicher für beides Gründe.
    Entsprechend sind dann auch die Reaktionen: natürlich helle Aufregung, wenn Bücher aus ideologischen Gründen geändert werden, und dann können natürlich auch Beispiele für Zensur aus allen anderen Bereichen kommen. Denn ich denke, da sind sich die meisten einig: vom heuchlerischen PC und genderdenken haben alle die Nase voll.
    Sprachliche Modernisierung lässt hingegen ganz andere Argumente zum Tragen kommen.
    Was gibt es denn da nicht zu verstehen? Ein reflektierterer Umgang mit der Kritik würde dem Verlag gut anstehen und noch besser wäre es, sich eindeutig zu positionieren: will man sich modern darstellen oder im devoten politisch korrekten Gehorsam verharren.

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    @ Euro Twain: danke für die klaren Worte. Mögen diese in den Ohren von Kollege Willberg klingen und schrillen, auf dass er erkenne, dass er dabei hilft, die Büchse der Pandorra zu öffnen. Ich möchte mich diesbezüglich nicht schuldig machen...

    @ Alex Krycek: Sie sind ein Troll. Und mit Trollen diskutiere ich nicht. Also: Maske und Hose runter. Oder vertrollen....

  • Schamitz

    Schamitz

    Die Behauptung des Herrn Willberg, die euphemistisch als "behutsame sprachliche Modernisierung" bezeichnete Zensur gehe auf eine "Initiative der Familie Preußler" zurück, ist schlicht unwahr.
    Das Gegenteil ist der Fall, Otfried Preussler selbst hat sich seit jeher und völlig zu recht gegen "behutsame" Neusprech-Veränderungen gewehrt. Jetzt sollen laut taz nicht er sondern seine "Nachkommen" zugestimmt haben, und zwar auf Initiative des Leiters des Referats "Migration & Diversity" der grünen Heinrich-Böll-Stiftung. Mekonnen Mesghena. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
    Es gibt keine "behutsame Modernisierung" von Literatur, genausowenig wie man Bilder behutsam modernisieren kann.

  • Diskriminierte Minderheit

    Diskriminierte Minderheit

    Ich bin sehr hellhäutig und fühle mich in daher verunglimpft durch den Sänger Roberto Blanco.
    Dieser Name ist viel schlimmer als alle deutschen Kinderbuchklassiker zusammen.

    Auch stört mich der Blanko-Scheck. Was hat das auslassen des Scheckbetrags mit meiner Hautfarbe zu tun? Meine Pigmentierung ist doch keine inhaltsleere Stelle auf einem Blatt Papier!
    Es ist an der Zeit, solche Mißstände zu beheben.
    Daher schlage ich den nichtdiskriminierenden Begriff "Vertrauensscheck" vor.
    Für den Barden ist mir noch nichts eingefallen. Wer hilft?

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