Offener Brief an Amazon

Krimiautoren sind empört

Die Kritik an Amazon reißt nach der ARD-Dokumention nicht ab: Die Autorengruppe Das Syndikat, in der rund 800 Krimiautoren organisiert sind, fordert in einem Offenen Brief an die Geschäftsführung von Amazon eine konkrete Antwort auf die Vorwürfe − und eine Entschuldigung an die Mitarbeiter.

Der Offene Brief der Autorengruppe vom 15. Februar an die Geschäftsführung von amazon.de beginnt folgendermaßen: "Mit Bestürzung hat die Autorengruppe DAS SYNDIKAT den ARD-Bericht über die Behandlung von Leiharbeitnehmern in Ihrem Unternehmen zur Kenntnis genommen." Um ihrem Schreiben Nachdruck zu verleihen, weist die Autorengruppe im Folgenden darauf hin, dass viele ihrer 800 Mitglieder Kunden von Amazon sind und ihre Bücher größtenteils auch über den Online-Händler vertrieben werden. 

Weiter heißt es dann im Wortlaut:

"Sollten die Vorwürfe des Fernsehberichts zutreffend sein, fordern wir Sie auf, die finanziellen Zusagen, die Ihren spanischen Mitarbeitern gegenüber gemacht wurden, einzuhalten. Auch halten wir es für einen Skandal, dass Busverspätungen des von Ihnen beauftragten Unternehmens zu Lasten dieser Mitarbeiter gehen sollen.

In Ihrer Stellungnahme, die Sie zu dem Fernsehbericht abgegeben haben, gehen Sie auf diese Vorwürfe mit keinem Wort ein, sondern flüchten sich in Allgemeinplätze.

Besonders empört haben uns die im Bericht gemachten Aussagen über den von Ihnen beauftragten Sicherheitsdienst, der sich anscheinend nicht um die Sicherheit der Mitarbeiter kümmert, sondern eher die Aufgabe hat, diese zu überwachen und zu drangsalieren.

Sollte sich herausstellen, dass dieser Sicherheitsdienst sein Personal noch dazu aus der Neonazi-Szene rekrutiert, erwarten wir, dass Sie sich umgehend von dieser Firma und deren Mitarbeitern distanzieren, dieser zukünftig keine Aufträge mehr erteilen und Sie sich als Unternehmen bei Ihren Mitarbeitern entschuldigen."

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