Bundesverband Druck und Medien: Jahrespressekonferenz

Druckindustrie meldet ein Umsatzminus von 2,5 Prozent für 2012

Weniger Umsatz, weniger Betriebe, weniger Mitarbeiter: Die Druckbranche schrumpft - und glaubt trotzdem an die Zukunft des Printprodukts, weil es nach wie vor der größte Werbeträger ist. Der Bundesverband Druck und Medien stellte am Mittwoch in Frankfurt seine Jahresbilanz vor.

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Die deutsche Druckindustrie konnte im Jahr 2012 nicht von der Entwicklung der Gesamtwirtschaft profitieren. Das machte der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) bei seiner Jahrespressekonferenz deutlich. Im Jahr 2012 erwirtschafteten die rund 9.400 Unternehmen der Branche einen Umsatz von circa 20,5 Milliarden Euro - ein Rückgang von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (21,05 Mrd. Euro). Bis April 2013 sind die Umsätze um weitere 3,4 Prozent gesunken. Für das Gesamtjahr 2013 erwartet der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie allenfalls Stagnation.

Der Strukturwandel hält an

Die Kapazitätsauslastung der Druckbetriebe verbesserte sich im Jahresdurchschnitt geringfühgig - von  81,4 auf 81,9 Prozent. Insgesamt befinde sich die Branche immer noch in einem Strukturwandel, der das Druckgeschäft zunehmend industrieller und technologieintensiver werden lasse, so der bvdm. Eine Entwicklung, die mit Betriebsschließungen und Arbeitsplatzabbau einhergeht. In der deutschen Druckindustrie arbeiten derzeit rund 151 385 Mitarbeiter, das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahr (2011: 154.524). Die Zahl der Betriebe verringerte sich um 3,5 Prozent auf 9 403 Betriebe (2011: 9.746).

Die Erzeugerpreise für Druckleistungen stiegen im Jahr 2012 um plus 1,1 Prozent. Sie deckten, so der bvdm, allerdings bei weitem nicht die seit Jahren stark steigenden Kosten insbesondere für Energie und Rohstoffe. Im Jahr 2012 lernten in den drei Ausbildungsjahren 14 722 Auszubildende einen Beruf in der Druck- und Medienwirtschaft. Die Zahl aller Ausbildungsverhältnisse sank analog zur Gesamtentwicklung der Branche um 2,22 Prozent (2011: 15 057 Azubis). 

bvdm-Präsident Rolf Schwarz appellierte an die Betriebe, bereits mit der Ausbildung auf neue zusätzliche Geschäftsfelder zu setzen und kurzfristig das erforderliche Know-how aufzubauen. Die langfristige Zukunft von Print sieht der bvdm dennoch positiv. Print sei  mit einem Anteil von 68 Prozent größter Werbeträger in Deutschland.

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