Verhandlungen gehen weiter

Keine Unterschrift unter Weltbild-Verträge

Bis zum 30. Juni sollten die Weltbild-Verträge unter Dach und Fach sein und der Neustart erfolgen, ließ der Münchner Investor Paragon in der vergangenen Woche wissen, doch unterschrieben wurde bisher nichts. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat hätten sich als schwieriger als gedacht erwiesen, so Paragon-Sprecher Carsten Zehm auf Anfrage von boersenblatt.net. Mit einem Abschluss werde jetzt erst Ende Juli gerechnet.

"Es wurde bis spät in die Nacht verhandelt, aber ohne Ergebnis", so Zehm gegenüber boersenblatt.net. Paragon hatte kürzlich angekündigt, bis zu 250 zusätzliche Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Laut "Süddeutscher Zeitung" gehe es bei den Verhandlungen mit dem Betriebsrat allerdings nicht mehr um eine große Anzahl weiterer Arbeitsplätze, die wegfallen sollen, sondern um Abfindungen. Die ehemaligen katholischen Eigentümer hatten einen Sozialplan aufgelegt, der erst nach der Unterschrift eines Investors fällig werden soll.

Laut "SZ" soll Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz Paragon einen Vertragsentwurf vorgelegt haben, demzufolge weniger als 50 weitere Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Diesen Vertrag würde Paragon "inhaltlich nicht mittragen", so die Zeitung. Seit dem Antrag auf Insolvenz sind bereits über 1.000 Stellen weggefallen. 

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5 Kommentar/e

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  • Bücherwurm

    Bücherwurm

    Also was hier geschieht ist alles nicht mehr normal. Unter der alten Leitung werden Sozialpläne gemacht die der neue Investor nicht zu tragen hat was wohl verständlich ist.. Es wurde während der Insolvenz eine neuer BR gewählt das ist mir vollkommen neu den ein BR Mitglied hat Kündigungsschutz. Aber es wird so kommen das Paragon abspringt vor lauter Forderungen die früher versprochen wurden.
    Das in der Zentrale mehr Mitarbeiter gearbeitet haben wie in den Filialen, wo es nötig gewesen wäre, hat doch bisher auch niemanden interessiert. Mitarbeiter die mit Herzblut dabei waren und ihre Arbeit gerne und zuverlässig gemacht haben müssen gehen und andere dürfen bleiben.
    Es hätte ein ganz anderes Konzept erstellt werden müssen und ein besserer Planen der ganzen Sache. Nun warten wir wieder einen Monat und werden dann wohl erfahren das es nicht mehr geht. Schade

  • Angestellter

    Angestellter

    Wie immer es ausgehen wird. Das Zittern um die Arbeitsplätze für die Mitarbeiter/innen geht weiter. Die Situation ist unsicherer denn je....

  • Abwickler

    Abwickler

    Jeden Tag wird klarer, was Paragon von Anfang an wollte: Nichts außer ein paar Leuten, die noch den Shop betreuen und externe Dienstleister für Werbung, Logistik und Kundenservice koordinieren. Dadurch, dass sie früh gesagt haben, sie würden alles übernehmen, haben sie alle anderen Bewerber aus dem Feld geschlagen. Gegen die Gewerkschaft werden sie jedoch ihre Outsourcing-Planungen nicht durchsetzen können, es sei denn, die Gewerkschaft wollte Selbstmord begehen, indem sie die Schließung von Logistik und Werbung absegnet. Und dem Insolvenzverwalter geht das Geld aus. Dumm gelaufen.

  • Externer

    Externer

    Die Heuschrecke hat Gefallen gefunden am Millionenschweren (von den ehemaligen Gesellschaftern) bereitgestellten Abfindungstopf.

  • Hellseher

    Hellseher

    Quelle - neckermann - schlecker - weltbild - ...

    Die Frage ist nicht ob sondern wann es nicht mehr weitergeht und wer der nächste ist !

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