Nach Insolvenz von PaperlinX Deutschland

Deutsche Papier geht an den Start

Die insolvente PaperlinX Deutschland GmbH hat die DPV Deutsche Papier Vertriebs GmbH gegründet, um das Geschäft weiterzuführen. Rund 35 Mitarbeiter sollen an den Standorten Augsburg und Wuppertal verbleiben.

Die neue Gesellschaft übernimmt ab sofort den Vertrieb des insolventen Papiergroßhändlers PaperlinX Deutschland, um ihn nach einer umfangreichen Sanierung weiterzuführen. Siw Deininger soll die neue Gesellschaft zusammen mit Carsten Paris führen. Die Gründung sei „in enger Abstimmung mit den Gläubigern von PaperlinX Deutschland“ durch Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner erfolgt.

„Wir freuen uns, dem Unternehmen sowie einem Teil der Beschäftigten auf diesem Weg eine Zukunftsperspektive zu bieten“, sagt Plathner, der ähnliche Fortführungslösungen bereits an anderer Stelle realisiert hat. Mit der Neugründung gehe ein Unternehmen an den Start, das mit schlanker Betriebsorganisation und Prozessen äußerst flexibel im Tagesgeschäft agieren könne.

„Unser Ziel ist es“, so Plathner weiter, „einen Neuanfang durchzuführen“. Rund 35 Mitarbeiter werden in Zukunft an den Standorten Augsburg und Wuppertal Kunden im gesamten Bundesgebiet bedienen.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir als spezialisierter Vollsortimenter erfolgreich in den Papierhandel starten werden“, gibt sich Geschäftsführerin Siw Deininger, optimistisch. Deininger ist langjährige kaufmännische Leiterin und Prokuristin der PaperlinX Deutschland und gemeinsam mit Carsten Paris Mitglied der Geschäftsführung der DPV Deutsche Papier Vertriebs GmbH. Das Angebot der DPV Deutsche Papier Vertriebs GmbH werde über umfangreiche, zuverlässige Lieferantenbeziehungen im In- und Ausland abgedeckt.

Hintergrund

Die PaperlinX Deutschland GmbH mit Sitz in Biebesheim gehört zum australischen Papierhandelskonzern PaperlinX (heute: Spicers). Im Oktober 2015 hatte die Gesellschaft beim Amtsgericht Darmstadt ein Schutzschirmverfahren beantragt. Dieses Schutzschirmverfahren war mit der Eröffnung eines Regelinsolvenzverfahrens am 28. Dezember 2015 beendet worden. Das zuständige Amtsgericht hat Rechtsanwalt Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann & Partner zum Insolvenzverwalter bestellt. Plathner war bereits zuvor als vorläufiger Sachwalter im Unternehmen.

Unter dem Namen Deutsche Papier war bereits von 1998 bis 2014 Papier gehandelt worden: 1998 entstand aus dem Zusammenschluss zweier traditionsreicher Unternehmen,– Hartmann & Flinsch und Seiler Papier – die Deutsche Papier, die wiederum zur Buhrmann Gruppe gehörte. 2003 war das Unternehmen vom australischen Mutterkonzern PaperlinX übernommen worden. 2014 erfolgte die Umfirmierung in PaperlinX Deutschland GmbH.

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