Volker Stuhldreher über den AWS Award

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Die wissenschaftlichen Sortiments- und Fachbuchhandlungen loben den AWS Award aus, einen Nachwuchspreis für innovative Ideen. Volker Stuhldreher über das Prozedere – und die Ziele.

Volker Stuhldreher, Geschäftsleitung Schweitzer Fachinformationen / Kamloth + Schweitzer, Bremen

Volker Stuhldreher, Geschäftsleitung Schweitzer Fachinformationen / Kamloth + Schweitzer, Bremen © Schweitzer Fachinformationen

Wir Fachbuchhändler sind kundenorientierte Mittler und zielgruppenorientierte Service-Unternehmen für einen gebündelten und produzentenübergreifenden Zugang zu wissenschaftlichen Informationen und Fachmedien. Wir sind modern, wir arbeiten IT-unterstützt, stationär ebenso wie ­online. Das wissen nur zu wenige. Der neu geschaffene AWS Award – Nachwuchspreis für innovative Ideen im Fachbuchhandel soll das ändern. Der Fachkräftemangel macht nämlich leider nicht vor dem Fachbuchhandel halt. Auch Auszubildende werden in manchen Buchhandlungen mittlerweile hände­ringend gesucht. Wir wollen mit den digitalaffinen jungen Leuten ins Gespräch kommen – der AWS Award hilft dabei.

Der Preis zeichnet künftig einmal im Jahr Bachelor- und Mas­terarbeiten aus, die mit ihren Ergebnissen dazu beitragen, die digitalen Veränderungen im Fachbuchhandel und Verlagswesen zu verstehen, neue Ansätze zu verfolgen und mögliche Lösungen aufzuzeigen. Ebenso willkommen sind uns aber auch Ideen zu vertrieblichen und marketingorientierten Themen.

Die Zielgruppe für den AWS Award sind Studentinnen und Studenten an wissenschaft­lichen Hochschulen, Hochschulen mit dem Schwerpunkt Buchwissenschaften und dem mediacampus frankfurt. Damit die Auszeichnung funktioniert, müssen die Fachbuchhändler – und auch die Fachverlage – sich öffnen, Fragestellungen und Ideen mit den jungen Wissenschaftlern zu diskutieren und sie bei ihren Arbeiten zu begleiten. Dafür werden wir bei der AWS-Tagung vom 7. bis 9. Mai in Bochum werben.

Der "call for papers", wie man so sagt, also der Aufruf zur Eineichung von Beiträgen, beginnt dann im August. Bis zum 10. Dezember nehmen wir Arbeiten an. Einzureichen sind ­zunächst eine kurze Zusammenfassung des Ansatzes und der erzielten Ergebnsisse auf maximal drei Seiten. Erst wenn die Idee überzeugt, wird die komplette Arbeit angefordert, die nicht älter als zwölf Monate sein darf.

Die Jury besteht aus Isabel Bales (Schweitzer, Berlin), Prof. Dr. Svenja Hagenhoff (Buchwissenschaften, Erlangen), Bianca Kölbl (AWS-Vorstand und Biazza, München), Monika Kolb-Klausch (mediacampus frankfurt) und Johannes Rupprecht (Buchhandlung Rupprecht, Vohenstrauß). Wir hoffen, dass die Juroren über möglichst vielen Einsendungen brüten können. Wie viele es zum Start sein werden? Abwarten. Dass solche Kooperationen zwischen Medienunternehmen und Studierenden funktionieren können, zeigen viele Beispiele der buchwissenschaftlichen Studiengänge, unter anderem in Mainz, Stuttgart und Erlangen. Und mit Monika Kolb-Klausch und Svenja Hagenhoff haben wir perfekte Multiplikatoren in der Jury.

Im März 2019 wird der Preisträger bekannt gegeben; die Preisverleihung findet im Rahmen der AWS Tagung 2019 in Mainz statt. Die Gewinner sollen dort ihre Ergebnisse persönlich vortragen – und damit für Anregungen und Diskussionsstoff sorgen. Die Kosten für die Teilnahme an der Tagung übernimmt die AWS. Außerdem gibt es für die drei Sieger – dank des »Fachbuchjournals« – Preisgelder in Höhe von 2.500 Euro.

Freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit dem akademischen Nachwuchs, auf interessante Ansätze zu Social Media oder zur Kundenansprache, zur Datenauswertung von Kundendaten, zu digitalen Prozessen oder der Einbindung von eLearning in Vertriebsmaßnahmen und vieles andere, was erst noch gedacht und entwickelt werden muss! Schließlich geht es um Innovation.

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1 Kommentar/e

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  • Thomas Wich

    Thomas Wich

    Eine sehr gute Initiative. Viel Erfolg!

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