Sonntagsfrage

Wie gelingt eine Kinderhörbuch-Gala für Klein und Groß, Frau Cocos?

Heute wird der Hörbuch-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für das beste Kinder- und Jugendhörbuch 2018 bei einer Gala im Wiesbadener Staatstheater verliehen. Die hr2-Kinder-Hörgala schafft regelmäßig das Kunststück, die Erwachsenen (fast) ebenso gut zu unterhalten wie die Kinder. Wie geht das? Antworten der hr2-Redakteurin Manja Cocos, die die Gestaltung der vergnüglichen Veranstaltung verantwortet.

Manja Cocos

Manja Cocos © privat

Die hr2-Kinder-Hörgala soll den Kindern ebenso gefallen wie den Preisträgern, aber natürlich auch den Eltern und allen anderen anwesenden Erwachsenen, zum Beispiel den Jury-Mitgliedern, den Verlagsleuten oder den Mitarbeitern vom Wiesbadener Kulturamt, das den Preis stiftet. Und sie muss im Radio genau so gut funktionieren wie auf der Theaterbühne. Deshalb stellen wir das Zuhören in den Mittelpunkt – und das gelingt nur, wenn die kleinen und großen Gäste Spaß am Hinhören haben.

Für das Programm bedienen wir uns derselben Zutaten wie bei einem guten Hörbuch: Musik, Stimmen, Geräusche und Klänge. Dann kommt es auf die richtige Mischung an. Die verbinden wir mit dem Besonderen des Siegerhörbuchs.

Gut zuhören heißt aber nicht unbedingt still sitzen. Vor allem die Kinder brauchen Gelegenheiten, sich zu bewegen. Sie werden sonst zappelig und ihre Eltern sind genervt. Coole Kindermusik, bei der auch die Großen gerne mittanzen, ist also ein Muss.

Nicht nur im Publikum, sondern auch auf der Bühne sind die Kinder präsent – das ist uns wichtig. Jedes Jahr erarbeitet eine Wiesbadener Schulklasse gemeinsam mit einer Musikerin oder einem Musiker ein Klangkunststück zum Siegerhörbuch. Zwei Monate vor ihrem Auftritt beginnen die Kinder mit den Proben und finden ihren eigenen Zugang zur Geschichte.

Seit 2014 verantworte ich das Programm der hr2-Kinder-Hörgala. In dieser Zeit haben wir den Mitmachanteil für die Kinder immer weiter erhöht. „Ohrenöffner“ zeigen, wie viel Spaß das Zuhören machen kann: Geräuschemacher, Beatboxer oder – wie im vergangenen Jahr – das Trio „Drum Cafe“, die das Publikum mit ihrer Bodypercussion-Show begeisterten. Am Ende hatten alle rote Wangen und heiße Hände vom gemeinsamen Klatschen!

An diesem Sonntag geht der Preis an Martin Muser, den Autor des Roadmovies „Kannawoniwasein!“, und den Sprecher Stefan Kaminski (Hörbuch Hamburg/Silberfisch). Unser Highlight ist neben der Lesung von Stefan Kaminski, dem Meister des Stimm-Morphings, der Auftritt des hr2-RadioLiveTheaters. Wer es nicht ins Staatstheater schafft, kann den Mitschnitt im Radio hören: am 2. März 2019 von 14:04 bis 15 Uhr auf der hr2-Lauschinsel.

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