Peergroupday der IG Digital in München

Die "AGBs der Innovation"

In München trafen sich heute die Peergroups der IG Digital. Im Mittelpunkt standen der Austausch über aktuelle Projekte der Gruppen und das Brainstorming für die Jahrestagung der IG Digital am 17. Juni in Berlin.         MICHAEL ROESLER-GRAICHEN

Hermann Eckel (Tolino Media) präsentiert die Ergebnisse der Peergroup Innovation und Geschäftsmodelle

Hermann Eckel (Tolino Media) präsentiert die Ergebnisse der Peergroup Innovation und Geschäftsmodelle © Michael Roesler-Graichen

Wie digital sind wir eigentlich, und wo stehen wir? So hätte man die Einstiegsfrage für den Peergroupday der IG Digital im Werk 1 in München formulieren können. Dort trafen sich etwa 40 Mitglieder der Peergroups mit Gästen aus der Branche zu einem eintägigen Austausch in entspannter Atmosphäre. Ideen für die Jahrestagung der IG Digital am 17. Juni sollten entwickelt werden. Zunächst jedoch wurde der Sprecherkreis neugewählt: Carmen Udina und Michael Döschner-Apostolidis wurden in ihrem Amt bestätigt, Hermann Eckel, der Geschäftsführer von Tolino Media, wurde als dritter Sprecher hinzugewähllt.

Anschließend stellte Mario Como, bei den Börsenvereins-Fachausschüssen für die IG Digital zuständig, erste Planungen für die Jahrestagung in Berlin vor. Danach präsentierten sich die Peergroups mit ihren aktuellen Themen und Schwerpunkten – wobei von fast allen der Wunsch nach neuen Mitgliedern geäußert wurde.

Für die Peergroup Digitale Distribution sprach Carsten Wehmeyer, Produktmanager bei der VVA (Arvato). In ihr sind 15 Partner aus Handel und Zwischenbuchhandel vertreten – Firmen wie Bookwire und Ciando - , die die Interessen der Verlage vertreten. Aktuelle Themen sind unter anderem die neue Version eines Leitfadens für den Auslieferungsstandard EDitX (1.07), eine Handreichung für Meldefristen bei E-Book-Preisaktionen, das Thema Onleihe („mehr Transparenz“) und das EU-Verbot des Geoblockings.

Die Peergroup Innovation & Geschäftsmodelle will 2019 den dritten Teil ihres Innovationsleitfadens vorlegen, Thema: Methodenüberblick. Die bisherigen Arbeitsergebnisse sollen vermarktet werden, so PeterLangs, Leiter E-Publishing bei hgv.

Die Peergroup Kultur & Medien, vertreten durch Katharina Eichler (Random House) und Patricia Gentner, beschäftigt sich mit Metathemen: Welche Implikationen und Ausprägungen hat Digitalität in kultureller, medialer und kommunikativer Hinsicht?

Die Peergroup Markt & Marketing - Sprecher der Gruppe ist Roland Große Holtforth - befasst sich mit der Vermessung des Marktes und den Strukturveränderungen. Von großer Bedeutung ist derzeit die Frage, was sich in einem Unternehmen ändert, wenn „plötzlich“ das Endkundenmarketing ganz oben auf der Agenda steht.

Carsten Schwab, Herstellungsleiter bei Diogenes, stellte die Themen der Peergroup Produktion vor, darunter auch die vom W3C (World Wide Web Consortium) geplante Umwandung des EPUBs in ein browsergestütztes Format – was die Frage der E-Book-Distribution revolutionieren könnte. Ein weiteres Thema ist die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in Verlagen.

Die Peergroup Vertrieb & Handel, vertreten durch Luise Schitteck (Libreka), plant für dieses Jahr ihren Neustart und sucht den Austausch mit unabhängigen Verlagen und Buchhandlungen (IGuV, IGuS, IG Regionalia).

Die Peergroup Content- und Marktentwicklung, vorgestellt von Sarah Mirschinka (Gräfe und Unzer) will den Austausch zwischen Marktteilnehmern fördern und konkrete Empfehlungen für Verband und Unternehmen aussprechen.

Im Werk 1: Kreative Pausengespräche

Im Werk 1: Kreative Pausengespräche © Michael Roesler-Graichen

Nach einem längeren Brainstorming der Peergroups wurden Vorschläge für das Programm der Jahrestagung am 17. Juni im Plenum präsentiert – Themen wie der Audiomarkt; die Blockchain-Technologie in der digitalen Distribution; ISCC (International Standard Content Code) – und „AGBs“ der Innovation: 13 Punkte, die jedes Unternehmen beherzigen sollte, um innovationsfähig zu sein. Welche Themen am Ende auf die Agenda der Jahrestagung kommen, steht noch nicht fest. Aber eins dürfte nach dem Peergroupday klar sein: Es gibt reichlich Stoff, und es können nicht genug Leute aus der Branche mitmachen.

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