Neuer Normvertrag regelt Zusammenarbeit für Verlage, Übersetzerinnen und Übersetzer

"Fair und rechtssicher"

Der Börsenverein, der Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) und der VS – Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di haben sich auf einen neuen Normvertrag für den Abschluss von Übersetzerverträgen geeinigt.

Valentin Döring (Rechtsassessor ver.di), Patricia Klobusiczky (Vorsitzende des VdÜ), Nadja Kneissler (Vorsitzende des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins), Lena Falkenhagen (Vorsitzende VS, von links)

Valentin Döring (Rechtsassessor ver.di), Patricia Klobusiczky (Vorsitzende des VdÜ), Nadja Kneissler (Vorsitzende des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins), Lena Falkenhagen (Vorsitzende VS, von links) © Monique Wüstenhagen

Der Normvertrag wurde am Freitag in Berlin unterzeichnet. Er dient als Muster, das Verlage und Übersetzer ihrer Vertragsbeziehung zugrunde legen können. Der Vertragstext berücksichtigt die Interessen beider Parteien und regelt ihre Rechte und Pflichten. Die neue Fassung des Normvertrags wurde unter anderem um E-Book- bzw. Onlinerechte ergänzt. Der Normvertrag aktualisiert auch die Honorarklausel und passt sie der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs an. Die bisherige Form des Normvertrags stammt aus dem Jahr 1992.

"Der Normvertrag gibt den Übersetzerinnen und Übersetzern wie auch den Verlagen dringend benötigte Rechtssicherheit. Wir freuen uns, dass die konstruktiven Verhandlungen so schnell und fair zu einem Abschluss gebracht werden konnten. Wir sind überzeugt, dass der Normvertrag die Zusammenarbeit von Verlagen und Übersetzern vereinfachen wird", sagt Nadja Kneissler, Vorsitzende des Verleger-Ausschusses.

"Ergebnis des stets freundlichen und lösungsorientierten Austauschs ist ein zeitgemäßer Normvertrag, der die neuesten technischen Entwicklungen und die letzten Neuerungen im Urheberrecht berücksichtigt. In den letzten Jahren waren viele Vertragsvarianten mit teils unverständlichen, gelegentlich auch rechtswidrigen Formulierungen im Umlauf, die für Verwirrung, Misstrauen und Unmut gesorgt haben. Wir empfehlen sowohl unseren Mitgliedern als auch unseren Vertragspartnern diesen glasklar formulierten Vertrag mit Nachdruck als verbindlichen Maßstab. Die Nutzung des Normvertrags erleichtert die Verhandlungen bei der Übersetzungsvergabe und sorgt auch langfristig für gute Arbeitsbeziehungen", sagt die Vorsitzende des VdÜ Patricia Klobusiczky.

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